WM 2026 Podcast: Neueste Folge „46 Grad, 14 Pässe, ein Elfmeter: Das Geheimnis von Philadelphia“

In der neuesten Folge unseres WM 2026 Podcasts „Der 5. Stern“ dreht sich alles um Frankreichs zähen 1:0-Arbeitssieg gegen Paraguay im Achtelfinale der WM 2026 – ein handballartiges Ringen bei gefühlten 46 Grad in Philadelphia, das erst spät durch einen Elfmeter von Kylian Mbappé entschieden wurde.

Podcast Der 5. Stern – Frankreich schlägt Paraguay 1:0 im WM-Achtelfinale in Philadelphia

Frankreich steht im Viertelfinale, aber leicht war es nicht: Gegen Paraguays massiven 5-4-1-Riegel kamen die Franzosen trotz 76 Prozent Ballbesitz und über 100 Pässen schon nach einer Viertelstunde lange nicht durch. Wir ordnen ein, warum das so war – und was daraus für den weiteren Turnierverlauf folgt.

Paraguays Bollwerk und die verpuffte Offensive

Paraguay verteidigte mit einer tief gestaffelten Fünferkette und doppelt besetzten Außenbahnen. Dadurch lief selbst Kylian Mbappé am Flügel immer wieder in eine Überzahl: Der Raum wurde so engmaschig verdichtet, dass sein Geschwindigkeitsvorteil wirkungslos verpuffte. Am Ende standen 76 Prozent Ballbesitz und ein Torschussverhältnis von 15:5 – aber lange keine zündende Idee.

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Hitzeschlacht, harte Fouls und Ittrichs Kritik

Weil spielerisch wenig ging, wurde die Partie bei brütender Hitze enorm hart geführt. Rund um die 34. Minute, als Mbappé hart angegangen wurde, kritisierte Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich die Regelauslegung scharf: Eine frühere Gelbe Karte hätte die hitzige Dynamik gedrosselt und Frankreich mehr Räume eröffnet. Paraguay merkte, dass es physisch ans Limit gehen konnte, ohne echte Konsequenzen fürchten zu müssen.

Der entscheidende Elfmeter und Mbappés Rekordjagd

In der 70. Minute foulte Diego Gómez den eingewechselten Désiré Doué, der VAR schaltete sich ein – Elfmeter. Kylian Mbappé verwandelte gewohnt souverän und steht nun bei 19 WM-Toren. Nur noch ein Treffer fehlt ihm zum Rekord von Lionel Messi. Diese historische Jagd verleiht dem kommenden Viertelfinale eine besondere Brisanz.

Ausblick: Im Viertelfinale wartet Marokko

Am 9. Juli geht es in Boston gegen Marokko – ein Gegner mit ähnlicher kämpferischer Intensität wie Paraguay, fußballerisch aber noch gefährlicher, gerade im Umschaltspiel. Ein echter Prüfstein für Frankreichs Nerven und Leidensfähigkeit.

Die Themen der Folge im Überblick

  • Frankreichs zäher 1:0-Arbeitssieg in Philadelphia
  • Paraguays massives 5-4-1-Bollwerk
  • Die Statistik: 76 % Ballbesitz, über 100 Pässe, 15:5 Torschüsse
  • Warum Mbappés Tempo am doppelt besetzten Flügel verpuffte
  • Hitzeschlacht bei 46 Grad und taktische Fouls
  • Patrick Ittrichs Kritik an der Regelauslegung
  • Der entscheidende Elfmeter: Doué holt ihn, Mbappé verwandelt
  • Pressestimmen aus Frankreich und Paraguay
  • Ausblick Viertelfinale gegen Marokko (9. Juli, Boston)
  • Mbappé auf der Jagd nach Messis WM-Rekord

Alle Folgen findest du in unserem WM 2026 Podcast „Der 5. Stern“ – jetzt abonnieren und keine Folge verpassen!

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Transkript

[00:00:00] Sprecher 1: Und willkommen zur neuesten Folge des Podcasts „Der 5. Stern“ – täglich National-Elf und WM 2026. Heute ist Sonntag, der 5. Juli 2026, und wir blicken auf dieses wirklich zähe Ringen in Philadelphia zurück. Frankreich steht im Viertelfinale, nach einem echten Arbeitssieg gegen Paraguay. Ein 1:0, das man sich richtig hart erarbeiten musste.

[00:00:25] Sprecher 2: Wenn du dir gestern das Spiel am Bildschirm angesehen hast, fühltest du dich phasenweise eher an Handball erinnert. Oder an ein Powerplay im Eishockey. Paraguay stand da mit einem richtig massiven 5-4-1-Block hinten drin.

[00:00:40] Sprecher 1: Wobei die reinen Zahlen das noch viel deutlicher machen. Nach einer Viertelstunde hatte Frankreich schon über 100 Pässe gespielt. Paraguay stand dabei bei sage und schreibe 14 Pässen.

[00:00:48] Sprecher 2: Richtig. Am Ende waren es dann 76 Prozent Ballbesitz für die Équipe Tricolore und ein Torschussverhältnis von 15:5. Da fragt man sich schon: Fehlte den Franzosen schlicht die zündende Idee? Oder war Paraguays Defensivplan einfach dermaßen makellos umgesetzt?

[00:01:05] Sprecher 1: Ich tendiere fast zu Letzterem. Weil: Wenn du mit einer Fünferkette verteidigst, hast du die Außenbahn im Grunde immer doppelt besetzt.

[00:01:14] Sprecher 2: Eben. Ein Kylian Mbappé hat dann auf dem Flügel nicht nur einen direkten Gegenspieler vor sich. Da rückt sofort der innere Halbverteidiger zur Absicherung raus. Der Raum wird so engmaschig verdichtet, dass jeglicher Geschwindigkeitsvorteil einfach wirkungslos verpufft.

[00:01:28] Sprecher 1: Und das alles bei gefühlten 46 Grad in Philadelphia. Eine reine Hitzeschlacht sozusagen.

[00:01:35] Sprecher 2: Weil spielerisch wenig ging, wurde die Partie enorm hart geführt. Erinnere dich an die 34. Minute – dieses massive Rudel, nachdem Mbappé so hart angegangen wurde. Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich hat die Regelauslegung in der Szene danach scharf kritisiert. Er meinte, eine frühere Gelbe Karte hätte da vieles verändert.

[00:01:57] Sprecher 1: Wenn der Schiri bei solchen taktischen Fouls nicht rasch durchgreift, verschiebt sich die Grenze des Erlaubten. Paraguay hat gemerkt, dass sie physisch ans Limit gehen können, ohne echte Konsequenzen befürchten zu müssen. Eine einzige Karte hätte diese hitzige Dynamik wohl spürbar gedrosselt – und Frankreich vermutlich etwas mehr Räume eröffnet.

[00:02:16] Sprecher 2: Aber interessanterweise war es am Ende genau diese Härte, die das Spiel entschieden hat.

[00:02:21] Sprecher 1: Tatsächlich. Die 70. Minute: Diego Gómez foult den eingewechselten Désiré Doué. Der VAR schaltet sich ein – Elfmeter. Und Mbappé verwandelt ihn gewohnt souverän. Wobei sein Kommentar nach dem Spiel Bände spricht. Er meinte, sein Team sei bereit, sich die Hände schmutzig zu machen.

[00:02:42] Sprecher 2: Ein Zeichen, dass sie den Kampfgeist verinnerlicht haben. Das spiegelt sich auch in der internationalen Presse wider. Die französischen Medien sind vor allem erleichtert, dass dieser südamerikanische Riegel endlich geknackt ist.

[00:02:51] Sprecher 1: Während man in Paraguay trotz des Ausscheidens unheimlich stolz ist. Da wird diese Rocky-Mentalität des Teams gefeiert – dass es wirklich erhobenen Hauptes das Turnier verlässt.

[00:03:02] Sprecher 2: Wobei diese Mentalität Paraguays den Franzosen auch eine Warnung sein sollte. Am 9. Juli wartet in Boston nämlich Marokko auf sie. Das wird ein ähnliches Kaliber. Die bringen eine fast identische kämpferische Intensität auf den Platz – sind dabei aber fußballerisch noch mal ein ganzes Stück gefährlicher als Paraguay. Gerade im Umschaltspiel. Ein echter Prüfstein für Frankreich.

[00:03:24] Sprecher 1: Bevor wir aber zu weit nach vorne schauen, müssen wir noch einen Fakt für die Geschichtsbücher festhalten. Kylian Mbappé steht nach diesem Siegtreffer nun bei 19 WM-Toren insgesamt. Ein einziger Treffer fehlt ihm noch zum Rekord von Lionel Messi.

[00:03:38] Sprecher 2: Diese historische Jagd gibt dem kommenden Viertelfinale eine ganz besondere Brisanz. Das baut zusätzlichen Druck auf.

[00:03:46] Sprecher 1: Wobei schon faszinierend ist, wohin sich das Turniergefüge entwickelt. Wenn Spiele zunehmend durch solche fehlerfreien Defensivblöcke geprägt werden, rücken taktische Meisterleistungen fast in den Hintergrund. Es zählt am Ende viel mehr die individuelle Frustrationstoleranz der Superstars, die dieses Leiden auf dem Platz annehmen müssen, um überhaupt durchzukommen.

[00:04:07] Sprecher 2: Ein spannender Gedanke für die restliche Weltmeisterschaft. Vielen Dank fürs Zuhören!