Besonders die Auswechslungen beim 1:2 im Spiel Ecuador gegen Deutschland sorgen für Diskussionen. Im MagentaTV-„Breakfast Club“ bei MagentaTV übte MagentaTV-Experte Micky Beisenherz deutliche Kritik an den Wechseln von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Beisenherz: „Heute darf nochmal jeder“
„Ich finde es besorgniserregend, dass wir so wenig nachlegen konnten. Die Wechsel waren wirklich seltsam“, sagte Beisenherz. „Die waren so wie bei einem Abschiedsspiel, wo man sagt: Heute darf nochmal jeder. Thiaw darf nochmal ran, Beier darf nochmal ran, Groß. Die Wechsel alleine legen nicht zwingend den Schluss nahe, dass Julian Nagelsmann dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte.“
Dass der Bundestrainer „immer noch nicht ganz aus der Testphase rausgefunden hat, was am Ende einer Vorrunde ein bisschen spät ist“, irritierte Beisenherz – auch wenn er sich dagegen wehrt, daraus schon das Aus abzuleiten. Einen Faktor sieht er im sicheren Gruppensieg und der Verletzung von Nico Schlotterbeck: „Instinktiv will sich da keiner verletzen. Ich glaube schon, dass es ein bisschen im System hängt, dass du nicht so in den Zweikampf reingehst, ein paar Meter weniger läufst. Wenn du das alles so kumuliert hast, hast du eben diesen Auftritt.“
Die Breakfast-Club-Stimmen im Transkript
Hinweis: Die folgende Verschriftlichung wurde automatisch erstellt und nur leicht geglättet. Es können kleinere Ungenauigkeiten enthalten sein. Quelle: MagentaTV.
Micky Beisenherz: Ich finde es trotzdem besorgniserregend, dass wir so wenig nachlegen konnten. Die Wechsel waren wirklich seltsam – so wie bei einem Abschiedsspiel, wo man sagt: Heute darf nochmal jeder. Thiaw darf nochmal ran, Beier darf nochmal ran, Groß. Die Wechsel alleine legen nicht zwingend den Schluss nahe, dass Julian Nagelsmann dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Das habe ich alles nicht so ganz verstanden. Interessant ist auch, dass Nagelsmann immer noch nicht ganz aus der Testphase rausgefunden hat – was am Ende einer Vorrunde ein bisschen spät ist für meinen Geschmack.
Micky Beisenherz: Trotzdem wehre ich mich dagegen, so zu tun, als wäre das schon der Beleg dafür, dass wir in diesem Turnier nichts verloren haben. Die gehen aufs Feld, und instinktiv will sich da keiner verletzen. Schlotterbeck ist schon verletzt, die sehen ihn mit dem Schuh. Ich glaube schon, dass es ein bisschen im System hängt, dass du fühlst, dass du nicht so in den Zweikampf reingehst, ein paar Meter weniger läufst. Wenn du das alles so kumuliert hast, hast du eben diesen Auftritt.