Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Aus der Schweiz kommt das Wort vom unverdienten Sieger
- 2 Im Regen von Toronto kam das Spiel spät in Fahrt
- 3 Englands und FIFAs Blick auf einen hart erkämpften Erfolg
- 4 Worin sich die Presse einig ist und wo sie auseinandergeht
- 5 WM 2026 Tabelle der Gruppe L
- 6 So geht es für beide Teams weiter
- 7 Weitere Pressestimmen
Im Toronto Stadium hat Ghana sein erstes Gruppenspiel der WM 2026 gegen Panama mit 1:0 gewonnen, und das prägende Bild des Abends ist ein schiefes. Panama war über 90 Minuten die mutigere Mannschaft und kam auf 64 Prozent Ballbesitz, doch den einzigen Treffer erzielte Caleb Yirenkyi auf Vorlage von Brandon Thomas-Asante erst in der fünften Minute der Nachspielzeit. Damit nahm das Team von Carlos Queiroz in der Gruppe L einen späten, glückhaften Auftaktsieg mit, während Thomas Christiansens Panama mit leeren Händen dastand. Alle Tore und der Verlauf stehen in unserem Ergebnis-Artikel zum Spiel, hier sammeln wir die Pressestimmen aus mehreren Ländern.

Aus der Schweiz kommt das Wort vom unverdienten Sieger
Am deutlichsten formulierte es das Schweizer Fernsehen. Das SRF schrieb von einer Partie, in der „beide Teams ihre Phasen hatten“ und die „eigentlich keinen Sieger verdient gehabt“ hätte. Der Sender ordnete den späten Treffer für das mutige Panama als besonders bitter ein und liess wenig Zweifel daran, dass er das Ergebnis für ungerecht hielt.
Im Regen von Toronto kam das Spiel spät in Fahrt
Die deutschen Medien näherten sich dem Abend nüchterner. ran sprach von einem „lange mauen Spiel im Regen von Toronto, das erst in der zweiten Hälfte Fahrt aufnahm“, und bescheinigte Ghana am Ende gute Aussichten aufs Weiterkommen. Ähnlich sah es die HASEPOST, die nach der anfänglichen Überlegenheit Panamas eine Steigerung Ghanas nach der Pause ausmachte, die sich spät auszahlte. Beide Stimmen zeichneten damit weniger einen klaren Sieger als eine Mannschaft, die geduldig blieb.
Die BILD rückte den Spielverlauf ganz in den Hintergrund. Statt des knappen Erfolgs machte sie eine schwere Oberschenkelverletzung zum Thema, wegen der Torhüter Lawrence Ati-Zigi schon in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste.
Englands und FIFAs Blick auf einen hart erkämpften Erfolg
Der Guardian wertete das Ergebnis ausdrücklich als gerecht. Aus englischer Sicht fiel Panamas Offensive nach der Pause auseinander, während Ghana den Druck stetig erhöhte, weshalb die Zeitung von einem „fair result in the end“ sprach, einem am Ende gerechten Ausgang. Der offizielle FIFA-Spielbericht hob den Treffer in letzter Sekunde hervor und nannte den Sieg hart erkämpft, der den tapferen Panamaern das Herz gebrochen habe. Aus Pakistan ordnete Arab News das Geschehen als zähe Abnutzungsschlacht ein, die Ghana erst in der fünften Minute der Nachspielzeit für sich entschied.
Worin sich die Presse einig ist und wo sie auseinandergeht
Über den Spielcharakter herrscht weitgehend Einigkeit. Ein langes, zähes Spiel, ein mutiges Panama und ein Tor, das erst tief in der Nachspielzeit fiel, ziehen sich durch fast alle Stimmen. Bei der Frage nach der Gerechtigkeit aber teilt sich das Bild. Das SRF sah einen Sieger, den die Partie nicht verdient hatte, der Guardian dagegen ein am Ende gerechtes Ergebnis, weil Panama nach der Pause einbrach. Die deutschen Berichte hielten sich dazwischen und betonten eher Ghanas Geduld als ein Urteil über Glück oder Verdienst. Die BILD wiederum verschob den Fokus ganz weg vom Resultat, hin zur Verletzung des Torhüters.
WM 2026 Tabelle der Gruppe L
So steht die Gruppe L nach dem ersten Spieltag.
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So geht es für beide Teams weiter
Ghana trifft am 23. Juni am 2. Spieltag der Gruppe L auf England, Panama spielt einen Tag später gegen Kroatien.
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