Effzeh Ikone Podolski: El Mala hätte der DFB-Elf „etwas geben können“

Nach Meinung von Lukas Podolski hätte Said El Mala trotz der verpassten WM-Nominierung ein Thema für die DFB-Elf sein müssen. Der frühere Weltmeister kritisierte vor allem die Kommunikation rund um die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Podolski ist überzeugt, dass der 19 Jahre alte Kölner der Nationalmannschaft gerade in engen Spielen hätte helfen können.

Bundestrainer Joachim Löw und ehemaliger Nationalspieler Lukas Podolski vor dem internationalen Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und der Türkei am 7. Oktober 2020 im RheinEnergieStadion in Köln. (Lars Baron / Getty Images)
Bundestrainer Joachim Löw und ehemaliger Nationalspieler Lukas Podolski vor dem internationalen Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und der Türkei am 7. Oktober 2020 im RheinEnergieStadion in Köln. (Lars Baron / Getty Images)

Podolski vermisst El Mala im WM-Kader

Der 1. FC Köln stellt bei der Fußball-WM keinen Spieler, doch für Vereinsikone Podolski hätte El Mala zumindest eine Chance verdient gehabt. Bei Sport1 sagte der 2014er-Weltmeister, der Offensivspieler hätte spätestens nach der Verletzung von Lennart Karl in den Kader rücken sollen. „Warum er nicht berücksichtigt wurde, weiß ich nicht. Vielleicht passt er nicht ins System, vielleicht sieht der Trainer ihn nicht in der Rolle, vielleicht war das Telefonat mit dem Trainer nicht so toll“, ergänzte Podolski.

Für den Ex-Nationalspieler war vor allem der Umgang mit dem Nachwuchsmann unglücklich. Die Erklärung von Nagelsmann, El Mala sei nicht mehr richtig im Training gewesen, habe Fragen aufgeworfen. „Wenn man sagt, ein Spieler sei nicht mehr im Training und deshalb werde jemand anderes nominiert, dann wirft das Fragen auf“, sagte Podolski. Aus seiner Sicht hätte man dem Kölner auch eine klarere Perspektive geben können: „Man hätte El Mala auch sagen können: Bleib beim FC, halte dich fit, arbeite unter einem individuellen Plan weiter und sei bereit, falls etwas passiert.“

Nagelsmann setzt auf Ouédraogo

Nach dem kurzfristigen Ausfall von Karl holte Nagelsmann Assan Ouédraogo von RB Leipzig in die Mannschaft. Der Bundestrainer begründete die Wahl damit, dass Ouédraogo „im Saft“ und „im Rhythmus“ sei. Bei El Mala verwies Nagelsmann darauf, dass der 19-Jährige „zweieinhalb Wochen nicht trainiert, nur ein bisschen Läufe gemacht“ habe und sein letztes Spiel am 16. Mai liege.

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Matthäus teilt die Einschätzung

Podolski spricht damit in eine ähnliche Richtung wie Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Auch der Weltmeister von 1990 hätte El Mala für den Kader mitgenommen. Bei „At Broski – Die Sport-Show“ lobte Matthäus den Angreifer für seine Entwicklung in Köln: „Ich hätte ihn mitgenommen aufgrund einer riesigen Saison, die er in Köln gespielt hat. Topscorer, Unruhestifter, tolle Fähigkeiten, Schnelligkeit, robust, im Abschluss verbessert. El Mala war praktisch Kölns Lebensversicherung“, sagte Matthäus.

Podolski selbst hob die Qualitäten des 19-Jährigen ebenfalls hervor. El Mala habe „eine sehr starke Saison gespielt und hätte der Mannschaft gerade in engen Spielen mit seiner Unbekümmertheit, seinem Dribbling und seiner Schnelligkeit etwas geben können“, meinte der frühere Bayern-, Köln- und Arsenal-Profi.