Mikel Oyarzabal hat Spaniens ernüchternden WM-Start gegen Außenseiter Kap Verde mit einem historischen Negativrekord begleitet. Der Angreifer von Real Sociedad blieb in den ersten 30 Minuten der Partie komplett ohne Ballkontakt und schrieb damit WM-Geschichte aus denkbar unerfreulichen Gründen.

Wie der Datenanbieter Opta auf X meldete, ist Oyarzabal der erste Fußballer seit 1966, der in den Anfangsminuten eines WM-Spiels über eine halbe Stunde lang kein einziges Mal am Spielgerät war. Beim 0:0 des Europameisters in Atlanta gegen den afrikanischen Inselstaat verzeichnete der Offensivmann in der kompletten ersten halben Stunde keinen Kontakt. Spanien dominierte das Geschehen zwar deutlich, fand im letzten Drittel aber keine entscheidende Lösung.
Spanien drückt, bleibt aber zu harmlos
Trotz klarer Feldvorteile fehlte der Selección im Angriff die nötige Durchschlagskraft. Oyarzabal selbst kritisierte nach der Partie vor allem die fehlende Präzision im entscheidenden Bereich. „Wir waren im letzten Drittel nicht präzise genug. Das ganze Spiel hat sich in deren Hälfte abgespielt, aber uns hat die Genauigkeit beim letzten Pass gefehlt“, sagte der 26 Jahre alte Stürmer.
Für Kap Verde, das als krasser Außenseiter nach Atlanta gereist war, hatte der Abend dagegen historischen Wert. Die sogenannten „Blauen Haie“ holten bei ihrem WM-Debüt prompt den ersten Punkt ihrer Geschichte.