Bundestrainer Julian Nagelsmann hat auf die spitze Bemerkung von Jürgen Klopp gelassen reagiert. Vor dem WM-Auftakt der deutschen Mannschaft am Sonntag um 19.00 Uhr MESZ gegen Außenseiter Curacao wollte er den Seitenhieb des früheren Liverpool-Coaches nicht weiter aufladen.

Klopp hatte als Experte bei MagentaTV in der Berichterstattung vor dem Eröffnungsspiel am Donnerstag für Gesprächsstoff gesorgt. Mit Blick auf die Aufstellungswünsche von Thomas Müller sagte er: „Völlig überraschend hält Thomas Müller nicht mit seiner Meinung hinterm Berg. Und zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch, noch.“ Daraufhin lachte die Runde, Müller konterte mit einem Lächeln: „Kloppo, wir haben Juni. Du bist schon im September.“
Nagelsmann weicht der Klopp-Debatte aus
Auf der Pressekonferenz vor der Partie im Houston Stadium machte Nagelsmann deutlich, dass er sich nicht in eine öffentliche Auseinandersetzung hineinziehen lassen will. „Ich denke, es ist nicht der richtige Weg für mich, über dieses Thema zu reden. Ich habe meine Meinung, aber die werde ich euch nicht erzählen“, sagte der Bundestrainer. Als die Frage nach dem Klopp-Spruch bereits zu Beginn der Medienrunde kam, reagierte er zunächst mit einer Rückfrage: „Es wundert mich nicht, dass die Frage von euch kommt. Was sagt ihr denn?“
Der Reporter antwortete daraufhin mit „Ein bisschen pieksig“, worauf Nagelsmann grinsend abschloss: „Gut, dann nächste Frage.“
Respekt für Klopp und Müller, Fokus auf das eigene Team
Gleichzeitig stellte Nagelsmann klar, dass er die Rolle beider Beteiligten einordnet. Deutschland habe „viele Experten, auch Thomas und Jürgen sind coole Jungs, sie hatten viel Erfolg in der Fußball-Welt. Sie können über alles reden, was sie wollen“, sagte er. Für ihn sei es wichtig, dass jeder die Dinge für sich selbst bewerte.
Den Blick richtet der Chefcoach nach eigener Aussage nur auf die Aufgabe mit seiner Auswahl. „So ist das eben. Wir müssen uns mit solchen Dingen auseinandersetzen. Es ist wichtig, dass jeder für sich selbst die Sache beurteilt. Ich konzentriere mich auf mein Team, auf meine Arbeit. Wir versuchen, das Spiel morgen zu gewinnen.“