Thomas Müller hat beim Eröffnungsspiel der WM 2026 zwischen Mexiko und Südafrika um 21 Uhr offiziell seinen neuen Job als Experte bei MagentaTV begonnen. Vorab sprach der 36-Jährige im BILD-Interview über die Vorbereitung auf seine Premiere und über seine Einschätzung zu den Altstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

Vorbereitung mit Blick auf Deutschland und das Expertenteam
Auf seine neue Aufgabe hat sich Müller nach eigenen Angaben gründlich eingestellt. Besonders die jüngsten Spiele der deutschen Nationalmannschaft habe er sich deutlich genauer angeschaut, als es als Fan üblich wäre. Zusätzlich will ihn das Analyse-Team von MagentaTV noch mit weiteren Informationen versorgen.
Auch auf die Zusammenarbeit mit Johannes B. Kerner und Jürgen Klopp freut sich der frühere Bayern-Profi. Von deren Erfahrung werde er sicher profitieren, sagte Müller, der sich auf seinen Einstieg im TV sichtbar freut.
Insider-Informationen aus dem Kreis der ehemaligen DFB- und Bayern-Kollegen will sich der Weltmeister von 2014 zwar nicht verbieten, aber er zieht klare Grenzen. Er habe noch guten Kontakt zu einigen Spielern und telefoniere mit früheren Mitspielern, hole dabei aber keine Interna heraus.
Skepsis bei Messi und Ronaldo
Richtig deutlich wurde Müller bei der Frage, ob ihn die WM-Teilnahme von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo noch einmal als Spieler reizen würde. Ein Comeback sei aus seiner Sicht „völliger Käse“. Auf diesem Niveau brauche es elf Akteure, die technisch und taktisch stark seien, heute aber noch viel stärker körperlich mithielten. Gerade bei Schnelligkeit und Power habe sich der Fußball in den vergangenen Jahren brutal entwickelt.
Dass Portugal und Argentinien dennoch weiter auf Ronaldo und Messi setzen, findet Müller bemerkenswert. Er sei dabei eher skeptisch und gespannt, wie diese Wette ausgehe. Ronaldo verfüge zwar noch immer über ähnliche Abschluss-Qualitäten, doch gegen den Ball spiele man praktisch nur mit 10,5 Spielern. Trotzdem wundere ihn die Nominierung nicht, weil Ronaldo in der Qualifikation wichtige Treffer erzielt habe.
Auch Messi beobachtet Müller weiter genau, unter anderem in der MLS. Mit dem Ball am Fuß sei der Argentinier nach wie vor eine Augenweide und weiter extrem schwer zu verteidigen. Das werde er nie verlernen, betonte Müller. Körperlich seien die jungen Spieler aber inzwischen auf einem anderen Level.