Einreise zur WM 2026 in die USA: UN fordert „grundlegendes Umdenken“ von den USA

UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk hat die USA vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu einem Kurswechsel bei ihren Einwanderungsregeln aufgefordert. Der Österreicher sprach am Mittwoch von der Hoffnung auf ein „grundlegendes Umdenken“ mit Blick auf die Folgen solcher Maßnahmen für Menschenrechte und Menschenwürde. Die WM in den USA, Mexiko und Kanada beginnt am Donnerstag.

Detailaufnahme des Trionda, des offiziellen Spielballs der WM 2026, beim Testspiel zwischen Marokko und Norwegen am 7. Juni 2026 im Sports Illustrated Stadium in Harrison, New Jersey. (Vincent Carchietta / Getty Images North America via Getty Images)
Detailaufnahme des Trionda, des offiziellen Spielballs der WM 2026, beim Testspiel zwischen Marokko und Norwegen am 7. Juni 2026 im Sports Illustrated Stadium in Harrison, New Jersey. (Vincent Carchietta / Getty Images North America via Getty Images)

UN mahnt wegen Einreisepolitik

Seit Wochen sorgt die US-Einreisepolitik im Umfeld des Turniers für Gesprächsstoff. Türk machte deutlich, dass vor allem jene politischen Ansätze überdacht werden müssten, die nach seiner Darstellung derzeit besonders in den USA vorherrschend sind. Seine Forderung bezog er ausdrücklich auf die Auswirkungen der Durchsetzung von Einwanderungsvorschriften im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft.

Iran und Somalia direkt betroffen

Konkrete Folgen zeigt die Lage bereits bei mehreren Beteiligten. Die iranische Nationalmannschaft verlegte ihr Quartier aus den USA nach Mexiko, darf für ihre Spiele aber in die Vereinigten Staaten einreisen. Einige Vertreter des iranischen Verbands wurden von den US-Behörden jedoch abgelehnt. Gleiches gilt für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan, der in Miami abgewiesen wurde. Inzwischen hat ihn der Weltverband FIFA aus der Liste der WM-Schiedsrichter gestrichen.