FIFA nach Kritik bei der WM 2026: Mitbringen von Wasserflaschen doch erlaubt

Nach heftiger Kritik hat die FIFA ihr Wasserflaschen-Verbot für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gelockert. Zuschauer dürfen nun doch eine kleine, werkseitig versiegelte Einwegflasche mit ins Stadion nehmen. Verboten bleiben allerdings wiederverwendbare Flaschen mit festem Gehäuse.

Blick ins Stadion während der Vorspiel-Zeremonie vor dem Spiel der Minnesota Vikings gegen die Chicago Bears am 8. September 2025 im Soldier Field in Chicago. (Michael Reaves / Getty Images)
Blick ins Stadion während der Vorspiel-Zeremonie vor dem Spiel der Minnesota Vikings gegen die Chicago Bears am 8. September 2025 im Soldier Field in Chicago. (Michael Reaves / Getty Images)

FIFA reagiert auf den Druck

FIFA-Betriebschef Heimo Schirgi erklärte am Freitag, dass Fans zu jedem Spiel der Weltmeisterschaft 2026 in den USA und Kanada eine weiche, werkseitig versiegelte Einweg-Plastikwasserflasche mit einem Fassungsvermögen von 20 Unzen, also 590 Millilitern, mitbringen dürfen. Noch zwei Tage zuvor hatte der Weltverband angekündigt, grundsätzlich nur wiederbefüllbare Flaschen zu untersagen und dies mit Sicherheitsbedenken begründet. Auf diese Linie folgte allerdings massive Kritik.

Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow sprach von reiner Geldmacherei. „Das ist reine Geldmacherei. Warum sollte man eine Wasserflasche kaufen, wenn man sein Wasser einfach mitbringen kann? Das ist günstiger und besser für die Umwelt“, sagte sie. Bei der Klub-WM im vergangenen Jahr in den USA war es Fans bereits untersagt gewesen, Wasserflaschen in die Stadien mitzunehmen, obwohl damals große Hitze herrschte.

Hitze als Gesundheitsrisiko

Im Umfeld der WM wächst zugleich die Sorge vor gesundheitlichen Belastungen für die Zuschauer. Experten warnen davor, dass Fans bei den erwarteten Temperaturen in den Stadien Risiken ausgesetzt sein könnten. Ein im vergangenen Monat veröffentlichter Bericht der Forschungsgruppe World Weather Attribution kam zu dem Schluss, dass 26 der 104 Spiele der Weltmeisterschaft voraussichtlich unter Bedingungen stattfinden werden, bei denen die sogenannte Wet-Bulb-Global-Temperature 26 Grad übersteigt. Ab diesem Grenzwert gilt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Sportler.

Die FIFA verweist auf Gegenmaßnahmen wie Sprühnebelanlagen, Trinkstationen, Kühlzelte und Ventilatoren. Zudem teilte der Verband mit, dass Flaschenwasser innerhalb der Stadien zu Preisen verkauft werde, die mit denen anderer Veranstaltungen in den jeweiligen Arenen übereinstimmen.

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