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Manuel Neuer hält Deutschland weiter in Atem. Die linke Wade des 40 Jahre alten WM-Torhüters macht weiterhin Probleme, doch am zweiten Tag im Vorbereitungscamp in Chicago gab es eine neue, spannende Entwicklung. Ob es für den Einsatz in der Generalprobe gegen die USA reicht, bleibt vorerst offen.

Neuer weiter nur individuell im Aufbau
Auch am zweiten Trainingstag arbeitete Neuer nicht mit der Mannschaft, sondern erneut abseits auf einem Nebenplatz. An seiner Seite standen wie schon am Vortag Torwarttrainer Andreas Kronenberg (51), Physiotherapeuten und Ärzte. Umso bemerkenswerter war, dass Julian Nagelsmann den direkten Kontakt suchte und sich mehrere Minuten lang in einem vertrauten Vier-Augen-Gespräch mit seinem Torhüter austauschte. Dass der Bundestrainer dafür die laufende Einheit auf dem Hauptplatz unterbrach, zeigt, wie groß die Bedeutung des Falls Neuer derzeit ist.
Gegen 13 Uhr holte sich auch Team-Arzt Jochen Hahne (47) noch einmal ein Bild vom Zustand des Keepers, ehe beide ebenfalls kurz sprachen. Um 13.08 Uhr beendete Neuer nach einer Dreiviertelstunde sein individuelles Programm.
Rückt die USA-Partie schon zu früh?
Die zentrale Frage lautet nun, ob Neuer morgen im letzten Test vor der WM gegen Gastgeber USA ins Tor zurückkehrt. Die Partie beginnt um 20.30 Uhr und läuft bei RTL. Nach BILD-Informationen spricht aktuell jedoch mehr dafür, dass der Schlussmann auch in diesem Belastungstest noch geschont wird. Der Hauptgrund: Neuer hat bislang noch immer nicht mit der Mannschaft trainiert. Am Donnerstag standen stattdessen Oliver Baumann (35) und Alexander Nübel (29) zwischen den Pfosten.
Offiziell spricht der DFB bei seinem Kapitän von einem „Belastungsaufbau“. Auch abseits des Platzes ist Neuer mit seinen „Recovery-Socken“ zu sehen. Nagelsmann hatte zuletzt bereits angedeutet, dass der Blick klar auf die Gruppenphase gerichtet ist: „Wir wollen ihn in der Gruppenphase maximal fit haben.“
Nagelsmann hält genau hin
BILD beobachtete zudem, wie Nagelsmann den Nebenplatz betrat und Neuers Individualtraining aus nächster Nähe verfolgte. Anschließend griff der Bundestrainer sogar selbst zum Ball und schoss einige Proben auf Neuers Tor. Noch sechs Tage vor dem WM-Start wartet Neuer damit weiter auf sein erstes Länderspiel seit dem EM-Aus 2024 beim 1:2 n. V. gegen Spanien.