Weltmeister Lahm kritisiert Nagelsmann wegen Torhüter-Entscheidung

Philipp Lahm hat die späte Kommunikation rund um die Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2026 deutlich kritisiert. Aus Sicht des Weltmeisters von 2014 hätte die Frage nach der Nummer eins früher geklärt werden müssen. Zugleich hält Lahm die Wahl von Julian Nagelsmann für nachvollziehbar.

Italiens Mario Balotelli (R) feiert das 1:0 im EM2012-Halbfinale am 28.Juni 2012. Philipp Lahm war machtlos. AFP PHOTO / GABRIEL BOUYS / AFP / GABRIEL BOUYS
Italiens Mario Balotelli (R) feiert das 1:0 im EM2012-Halbfinale am 28.Juni 2012. Philipp Lahm war machtlos. AFP PHOTO / GABRIEL BOUYS / AFP / GABRIEL BOUYS

Kritik an der späten Entscheidung

Im Interview mit der Sport Bild sagte der frühere Kapitän der Weltmeistermannschaft von 2014, dass die Festlegung auf den Stammkeeper aus seiner Sicht zu lange auf sich warten ließ. „Für mein Gefühl kam die Entscheidung, wer die Nummer 1 wird, sehr spät. Gerade auf der Torwartposition ist es wichtig, früh Klarheit zu haben – für die Mannschaft, aber auch für die beiden Torhüter selbst. Man muss sich festlegen“, erklärte der 42-Jährige.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Neuer am 21. Mai in den Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada berufen. Das Turnier läuft vom 11. Juni bis 19. Juli. Nagelsmann plant den 40 Jahre alten Schlussmann des FC Bayern München als Nummer eins ein, statt Oliver Baumann.

Neuer weiter erster Kandidat

Trotz seiner Kritik an der späten Kommunikation stellt Lahm die sportliche Entscheidung nicht infrage. Neuer sei „immer noch der beste deutsche Torhüter“, betonte der frühere Bayern-Profi. „Er kann der Mannschaft durch seine Erfahrung und Ausstrahlung Stabilität geben. Das wird man beim Turnier sehen.“

Deutschland trifft bei der WM in der Gruppe E auf Curacao am 14. Juni, auf die Elfenbeinküste am 20. Juni und auf Ecuador am 25. Juni.

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