Die Zukunft von Nicolas Jackson beim FC Bayern ist geklärt, auch wenn rund um den Angreifer noch offene Punkte bleiben. Die Münchner werden die Kaufoption für den 24-Jährigen nicht ziehen, wie Sportvorstand Max Eberl im ZDF-Sportstudio bestätigte. Der Leihspieler des FC Chelsea wird damit nach dieser Saison zunächst nach London zurückkehren.

Bayern setzen auf Neuordnung hinter Kane
Jackson war im vergangenen Sommer ausgeliehen worden, um hinter Harry Kane als Backup zu dienen. Diese Rolle erfüllte er aus Sicht der Bayern nicht so, dass daraus ein festes Engagement entstehen würde. Für den Rekordmeister bedeutet die Entscheidung zugleich, dass im Sommer erneut auf dem Transfermarkt gehandelt werden muss, weil die Position hinter Kane weiter offen bleibt und neu besetzt werden soll.
Sportlich brauchte der Senegale zu Beginn einige Zeit, um in München anzukommen. Erst in den vergangenen Wochen drehte er spürbar auf und sammelte wichtige Scorerpunkte. Trotz des durchwachsenen Starts zeigte er zum Saisonende eine klare Leistungssteigerung und rückte damit noch einmal stärker in den Fokus.
Berater verweist auf starke Zahlen und offene Zukunft
Auch Berater Diomansy Kamara hob genau diese Entwicklung hervor und stellte die Erträge seines Schützlings in den Mittelpunkt: „Nicolas Jackson spielt eine hervorragende Saison: 28 Spiele, 10 Tore. Afrikameister, Deutscher Meister und zudem im Pokalfinale.“ Gleichzeitig machte Kamara deutlich, dass sich Jackson von Zukunftsfragen nicht ablenken lasse. „Nico konzentriert sich voll und ganz auf das Champions-League-Halbfinale gegen PSG“, erklärte er.
Wie es nach der Saison weitergeht, ließ Kamara bewusst offen. „Die Zukunft… wer kann sie schon vorhersagen? Vertrau dem Prozess, alles ist möglich“, sagte der frühere Profi. Fest steht nur, dass Jackson zunächst zum FC Chelsea zurückkehrt, wo er noch langfristig unter Vertrag steht. Ob er dort bleibt oder sich ein neuer Klub um ihn bemüht, ist derzeit völlig offen. Neben dem Halbfinale in der Königsklasse geht es für den Angreifer außerdem im DFB-Pokalfinale noch um einen weiteren Titel.
Jackson hinterlässt beim FC Bayern damit ein zwiespältiges Bild mit einer späten Steigerung, aber ohne dauerhafte Perspektive in München.