FC Bayern News: Hoeneß schimpft: DFB stellt sich vor Dingert: „Schlechteste Leistung eines Schiedsrichter“

Uli Hoeneß hat nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen heftig gegen Schiedsrichter Christian Dingert geschimpft und die Partie als „die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams“ bezeichnet. Der Vorwurf des Ehrenpräsidenten von Bayern München sorgt für Aufsehen, doch der DFB stellt sich vor Dingert und widerspricht dieser Einschätzung. Alexander Feuerherdt von der DFB Schiri GmbH betont, die spielrelevanten Entscheidungen seien überwiegend korrekt oder vertretbar gewesen. Gleichzeitig räumt Dingert selbst eine Fehlentscheidung bei der Gelb-Roten Karte ein.

Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert gestikuliert während des Fußballspiels der Gruppe D der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Tunesien und Australien im Al-Janoub-Stadion in Al-Wakrah, südlich von Doha, am 26. November 2022. (Foto von Anne-Christine POUJOULAT / AFP)
Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert gestikuliert während des Fußballspiels der Gruppe D der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Tunesien und Australien im Al-Janoub-Stadion in Al-Wakrah, südlich von Doha, am 26. November 2022. (Foto von Anne-Christine POUJOULAT / AFP)

Hoeneß schimpft: Scharfe Kritik nach Leverkusen

Hoeneß äußerte sich nach dem 1:1 in Leverkusen laut Bild sehr scharf und bezeichnete die Leistung des Schiedsrichter-Teams als die schlechteste, die er je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe. Der 74-Jährige, Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters, bezog seine Kritik auf mehrere strittige Szenen im Spielverlauf, die aus Sicht von Bayern deutlich gegen den Verein ausgelegt wurden. Hoeneß‘ öffentliche Verurteilung setzte eine Debatte um Unparteilichkeit und Entscheidungsqualität des Unparteiischen in Gang.

DFB stellt sich vor Dingert

Die DFB Schiri GmbH reagierte klar auf die Vorwürfe: Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit, sagte der AZ: „Das können wir nicht bestätigen.“ Feuerherdt betonte, dass vor allem die spielrelevanten Entscheidungen korrekt oder zumindest vertretbar gewesen seien und schränkte ein, dass es Ausnahmen gebe. Er verwies auf die Gelb-Rote Karte als problematische Entscheidung, die auch Dingert selbst später einräumte, und relativierte die Kritik als keine Serie skandalträchtiger Fehler.

Strittige Szenen, Eingeständnisse und Reaktionen aus München

Im Zentrum der Diskussion stehen mehrere konkrete Entscheidungen: Dingert verweigerte zwei Bayern-Treffern jeweils wegen Handspiels die Anerkennung, er zeigte Nicolas Jackson nach einem groben Foul die Rote Karte und sprach Luis Díaz in der Schlussphase wegen einer vermeintlichen Schwalbe Gelb-Rot. Bayerns Trainer Vincent Kompany kritisierte die Platzverweisung gegen Díaz als „wichtige Fehlentscheidung, mit der wir nicht zufrieden sind“. Dingert selbst räumte bei Sky Fehler ein: „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben.“ Sportvorstand Max Eberl beschrieb nach einem Gespräch mit Dingert das Gefühl, als sei bei 50:50-Entscheidungen vieles gegen Bayern ausgefallen, und lobte Dingerts Ehrlichkeit, auch wenn die Einsicht für Bayern sportlich nichts nutzte.

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