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Die Demokratische Republik Kongo hat Fußballgeschichte geschrieben. Dank einer starken Aufholjagd zogen die Zentralafrikaner erstmals in die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft ein. Beim 3:1 gegen Usbekistan in Atlanta sicherte sich die Auswahl von Yoane Wissa nicht nur den Einzug ins Sechzehntelfinale, sondern auch den ersten WM-Sieg der Verbandsgeschichte.

Wissa dreht die Partie
Zum Abschluss der Gruppenphase gerieten die Kongolesen zunächst in Rückstand, bewiesen dann aber Nervenstärke und Durchsetzungsvermögen. Wissa traf in der 68. Minute per Foulelfmeter und legte in der 1. Minute der Nachspielzeit nach. Zwischenzeitlich hatte Joker Fiston Mayele in der 78. Minute den zwischenzeitlichen Führungstreffer erzielt. Kapitän Eldor Schomurodow brachte Usbekistan bereits in der 10. Minute in Front.
Für die DR Kongo war es bei der zweiten WM-Teilnahme nach dem Vorrundenaus von 1974, als das Land noch Zaire hieß, ein Meilenstein. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Portugal und Superstar Cristiano Ronaldo kam die Mannschaft auf vier Punkte und schloss die Gruppe als einer der acht besten Dritten ab. Damit war das Weiterkommen perfekt.
Zwayer greift mehrmals ein
Usbekistan, das unter Fabio Cannavaro als punktloser Letzter ausschied, startete mit viel Mut in die Partie. Ein früher Treffer von Schomurodow in der 1. Minute wurde von Schiedsrichter Felix Zwayer bei dessen zweitem WM-Einsatz wegen Abseits aberkannt. Wenig später machte es der Kapitän besser und hob den Ball sehenswert über Kongos Torhüter Lionel Mpasi ins Netz.
Auch die Antwort der Afrikaner schien zunächst zu sitzen. Nathanaël Mbuku traf in der 17. Minute aus der Distanz zum vermeintlichen 1:1, doch Zwayer nahm auch diesen Treffer zurück, weil in der Entstehung ein Foulspiel vorlag. Danach drängte Kongo auf den Ausgleich, kam aber lange nicht durch. Auf der Gegenseite musste Mpasi in der 38. Minute gegen eine gefährlich abgefälschte Flanke von Dostonbek Chomdamow retten.
Nach der Pause nimmt Kongo Fahrt auf
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst ähnlich. Kongo suchte geduldig nach Lücken, Usbekistan setzte mit Nadelstichen Akzente. Schomurodow prüfte Mpasi in der 51. Minute mit einem Abschluss, der nur auf dem Tornetz landete. Danach erhöhte die DR Kongo den Druck spürbar.
Mbuku zwang den usbekischen Keeper Abduvahid Nematov in der 58. Minute zu einer Parade, drei Minuten später köpfte Wissa knapp vorbei. Kurz darauf brachte Abdukodir Chusanow den Newcastle-Stürmer, der dort mit Nick Woltemade und Malick Thiaw zusammenspielt, im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte Wissa sicher selbst. Mayele legte nach, ehe Wissa mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte.