WM-Party in Los Angeles: USA lassen Paraguay keine Chance

Der Start von Gastgeber USA in die WM 2026 hätte kaum eindrucksvoller ausfallen können. Vor euphorischen Fans im Football-Tempel von Los Angeles setzte sich das Team von Mauricio Pochettino klar mit 4:1 gegen Paraguay durch und lieferte dabei einen Auftritt, der noch höher hätte ausfallen können.

US-Coach Mauricio Pochettino (Photo by Gareth Evans/News Images)
US-Coach Mauricio Pochettino
(Photo by Gareth Evans/News Images)

Nur einen Tag nach einem Telefonat mit Präsident Donald Trump legten die Gastgeber mit viel Wucht los. Der US-Präsident hatte Pochettino zuvor als „fantastischer Typ“ und „fantastischer Trainer“ bezeichnet und ihm zudem versichert: „Ich denke, Sie haben eine wirklich gute Chance, es ganz bis nach oben zu schaffen“. Trump selbst fehlte in Los Angeles, während US-Außenminister Marco Rubio an der Seite von FIFA-Boss Gianni Infantino auf der Tribüne saß.

Weltmeisterschaften
13.6.2026
- 3:00
USA
4 1
Paraguay

 

USA starten mit Macht und Tempo

Die Partie begann mit einem Doppelschlag der Emotionen auf den Rängen, auf denen sich zahlreiche Prominente versammelt hatten. Unter den Gästen waren Tom Cruise, begleitet von David Beckham und Victoria Beckham, außerdem Halle Berry, Paris Hilton und Kareem Abdul-Jabbar. Schon nach neun Minuten brachte ein erzwungenes Eigentor von Damian Bobadilla die USA in Führung. Ein scharf gespielter Querpass des früheren Schalkers Weston McKennie rutschte dem paraguayischen Verteidiger ins eigene Netz, was die Tribünen regelrecht erzittern ließ.

Die amerikanische Auswahl spielte anschließend wie entfesselt und drückte Paraguay tief in die eigene Hälfte. Folarin Balogun von der AS Monaco erhöhte noch vor der Pause mit einem Doppelpack auf 3:0. Beim ersten Treffer profitierte er von einer Vorlage des auffälligen Ex-Dortmunders Christian Pulisic, beim zweiten legte der Leverkusener Malik Tillman auf. Dazwischen nahm der 24 Jahre alte Mittelstürmer bereits einen weiteren Treffer für sich mit, doch der wurde wegen Abseits aberkannt. Den Schlusspunkt vor dem Halbzeitpfiff setzte Balogun in der fünften Minute der Nachspielzeit.

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Folarin Balogun spricht bei einer Pressekonferenz der US-amerikanischen Nationalmannschaft vor der WM 2026 zu den Medien. Der Termin fand am 8. Juni 2026 im kalifornischen Irvine statt. (Jamie Squire / Getty Images North America via Getty Images)
Doppelpacker Folarin Balogun spricht bei einer Pressekonferenz der US-amerikanischen Nationalmannschaft vor der WM 2026 zu den Medien. Der Termin fand am 8. Juni 2026 im kalifornischen Irvine statt. (Jamie Squire / Getty Images North America via Getty Images)

Pochettinos Team kontrolliert die Partie

Die Startelf der USA war dieselbe, die sechs Tage zuvor auch beim 1:2 im letzten Test gegen Deutschland begonnen hatte, mit einer Ausnahme: Abwehrchef Chris Richards stand wieder zur Verfügung. Der ehemalige Bayern-Profi hatte sich am letzten Spieltag der Premier League beim Gewinn des Europa-League-Finals mit Crystal Palace verletzt. Zunächst war er kaum gefordert, weil die Gastgeber von Beginn an das Tempo diktierten und den Gegner mit ihrem Sturm und Drang überrollten.

Erst nach dem Seitenwechsel kam Paraguay etwas besser ins Spiel, nachdem die US-Mannschaft das Tempo etwas herausnahm. Dann ergaben sich für die Südamerikaner einige aussichtsreiche Szenen, eine davon nutzte Mauricio in der 73. Minute. Mehr als der Ehrentreffer gelang dem Viertelfinalisten der WM 2010, der erstmals seitdem wieder an einer Endrunde teilnimmt, allerdings nicht.

Auf der Gegenseite blieb Pulisic nur eine Halbzeit auf dem Platz, diese aber war stark. Den vierten Treffer für die USA erzielte der eingewechselte Gladbacher Giovanni Reyna in der achten Minute der Nachspielzeit.

Für die USA geht es bereits am Freitag Ortszeit in Seattle gegen Australien weiter.