Über drei Milliarden Euro haben die Klubs der fünf großen europäischen Ligen in diesem Sommer bereits in neue Spieler investiert, und dennoch tummeln sich nach wie vor prominente Namen ohne Vertrag auf dem Markt. Mohamed Salah, David Alaba und Leon Goretzka gehören zu den auffälligsten Beispielen einer illustren Riege von Arbeitssuchenden, die vor wenigen Wochen noch bei der WM gegen Größen wie Messi, Yamal oder Mbappé auf dem Platz standen.

Prominente Namen ohne Arbeitgeber
Zusammengerechnet bringen es Salah, Alaba und Goretzka auf 309 Länderspieleinsätze und sechs Champions-League-Titel, ein Elitezirkel also, der seit dem 1. Juli ohne Klub dasteht. Doch die drei sind bei Weitem nicht allein: Auch Julian Brandt, der nach seinem ausgelaufenen Dortmund-Vertrag derzeit bei seinem früheren Verein Bayer Leverkusen sein Fitnessniveau hält, sucht ebenso eine neue sportliche Heimat wie die einst für horrende Summen verpflichteten Engländer Raheem Sterling und Jadon Sancho.
Die betroffenen Profis selbst geben sich demonstrativ gelassen. Goretzka beschrieb seine Lage im Mai als „privilegierte Situation“ und machte deutlich, dass er für ein neues Engagement „100 Prozent Bock haben“ wolle. Zuletzt wurde er intensiv mit Juventus Turin in Verbindung gebracht, zeitweise soll auch die AC Mailand kurz vor einer Verpflichtung gestanden haben. Fest steht: Nach seinem üppigen Gehalt bei Bayern München wird der Mittelfeldspieler bei einem neuen Arbeitgeber wohl finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.
Auch im Umfeld von Salah herrscht demnach Ruhe, spekuliert wird derzeit über mögliche Stationen in der türkischen Süper Lig, der MLS oder der Saudi Pro League. Alaba wiederum, der einst für Bayern München und Real Madrid auflief, ließ nach dem WM-Aus der österreichischen Nationalmannschaft wissen, er habe sich „überhaupt keine Gedanken“ über seine sportliche Zukunft gemacht.
Hier ist eine Übersicht der bekanntesten Fußball-Profis, deren Verträge im Sommer ausgelaufen sind und die aktuell als vereinlose Top-Spieler (Free Agents) auf dem Transfermarkt verfügbar sind:
🌟 Die Top-Stars & Führungskräfte
-
Mohamed Salah (zuletzt FC Liverpool)
-
Leon Goretzka (zuletzt FC Bayern München)
-
David Alaba (zuletzt Real Madrid)
-
Dušan Vlahović (zuletzt Juventus Turin)
-
Julian Brandt (zuletzt Borussia Dortmund)
-
Bernardo Silva (zuletzt Manchester City)
🛡️ Defensiv- & Mittelfeld-Größen
-
John Stones (zuletzt Manchester City)
-
Casemiro (zuletzt Manchester United)
-
Oleksandr Zinchenko (zuletzt Ajax Amsterdam)
-
Dani Ceballos (zuletzt Real Madrid)
-
Fabian Schär (zuletzt Newcastle United)
⚡ Flügel & Offensive
-
Jadon Sancho (zuletzt Aston Villa / Manchester United)
-
Raheem Sterling (zuletzt Feyenoord Rotterdam)
-
Luka Modrić (zuletzt AC Mailand)
Warum die Angebote ausbleiben
Die Ursachen für die derzeitige Vereinslosigkeit dieser Stars sind vielschichtig. Weder Salah noch Alaba, beide 34 Jahre alt, noch der 31-jährige Goretzka befinden sich noch im klassischen Leistungsalter eines Profis, und auch sportlich scheint bei allen dreien der Zenit überschritten. Salah etwa verbrachte sein Abschiedsjahr beim FC Liverpool größtenteils auf der Reservebank und kam in der Liga lediglich auf 14 Scorerpunkte, ein deutlicher Abfall gegenüber seinem persönlichen Bestwert von 47 aus der Ära unter Jürgen Klopp.
Ähnlich erging es Goretzka beim FC Bayern, wo er zuletzt hinter Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic im defensiven Mittelfeld oft nur die dritte Option war, auch bei der Weltmeisterschaft blieb ihm meist nur die Zuschauerrolle. Sancho, mit 26 Jahren deutlich jünger, glänzte einst als echter Unterschiedsspieler in Dortmunder Diensten, fand sich beim Europa-League-Sieger Aston Villa jedoch zunehmend auf der Bank wieder.
+++ ⚽ Album komplett machen: 🏆 Fehlende WM 2026 Panini Sticker jetzt einzeln nachbestellen, nur 0,50 € pro Sticker! ➡️ ⚽ +++
Eine vergleichbare Entwicklung vom gefeierten Ausnahmetalent zum Sorgenfall durchlebt auch der 31-jährige Sterling. An seine besten Zeiten bei Manchester City, als sein Marktwert zeitweilig auf 160 Millionen Euro geschätzt wurde, konnte der Flügelspieler nie wieder anknüpfen. Zuletzt stand er bei Feyenoord Rotterdam unter Vertrag, ehe dieser Ende Juni auslief. Für Aufsehen sorgte zudem ein Vorfall Ende Mai, als er nach einem Autounfall zeitweise von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde.
Was Salah, Goretzka und Sterling trotz ihrer unterschiedlichen Karrierewege eint: Sollten sie einen neuen Verein finden, werden sie voraussichtlich Kompromisse eingehen müssen, sowohl was ihren sportlichen Stellenwert als auch ihre finanziellen Forderungen betrifft.