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Die deutschen Trainer im englischen Fußball sorgen derzeit für reichlich Aufsehen: Fabian Hürzeler hat Brighton mit einem 3:0 gegen Chelsea auf Kurs Europa gebracht, Marco Rose wird bei Bournemouth schon vor seinem Amtsantritt gefeiert, und Tonda Eckert steht mit Southampton vor dem Sprung in die Premier League. Drei Erfolgsstories, die auf der Insel Eindruck hinterlassen.

Hürzeler stürzt Chelsea tiefer in die Krise
Brightons Coach Fabian Hürzeler (33) feierte mit seinem Team einen klaren 3:0-Erfolg gegen Chelsea und versetzte den Londoner Klub damit in eine historische Schieflage. Für die Blues war es bereits die fünfte Niederlage in der Liga nacheinander – einen derart schlechten Lauf hatte es bei Chelsea zuletzt 1912 gegeben.
Mit dem Sieg schiebt sich Brighton unter Hürzelers Regie auf Platz 6 der Premier League und damit auf einen Europa-League-Rang. Chelsea fällt dagegen auf Platz 7 zurück und muss nun ernsthaft befürchten, die Qualifikation für das europäische Geschäft komplett zu verpassen.

Rose in Bournemouth schon jetzt ein Thema
Auch Marco Rose (49), der frühere Coach von Gladbach, Borussia Dortmund und Leipzig, wird ab Sommer in England arbeiten. Er übernimmt bei Bournemouth den Posten von Andoni Iraola (43).
In England gilt seine Verpflichtung bereits jetzt als Volltreffer. Die dortige Presse hebt vor allem Roses „herausragende Erfolgsbilanz in der Jugendentwicklung“ hervor. Er werde als „Klopp-Schüler, der Haaland, Bellingham und Szoboszlai gefördert hat“, beschrieben. Bournemouth sende mit diesem Schritt das Signal, „in der Premier League nicht nur dabei sein – sondern in die obere Tabellenhälfte will“. Rose sei zudem ein „wahrer Leader“.

Eckert mit Southampton auf Aufstiegskurs
Auch Tonda Eckert (33) könnte in der kommenden Saison Premier-League-Trainer sein. Mit Zweitligist Southampton liegt der Deutsche derzeit klar auf Aufstiegskurs und ist inzwischen seit 22 Spielen ungeschlagen.
Besonders bemerkenswert: Anfang April warf Eckert mit Southampton sogar Arsenal im Viertelfinale des Pokals mit 2:1 aus dem Wettbewerb. Der Deutsche war selbst nie Spieler, sammelte aber früh im Nachwuchsbereich reichlich Erfahrung. Als Co-Trainer der Bayern-U17 arbeitete er mit Jamal Musiala zusammen, zuvor war er Jugendcoach beim 1. FC Köln, RB Salzburg und RB Leipzig.
Darüber hinaus war Eckert als Analyst für Deutschland bei der EM 2012 und der WM 2014 im Einsatz. Für das WM-Finale erstellte er das Dossier über Argentinien.