Lionel Messi zieht sich aus der argentinischen Nationalmannschaft zurück und beendet damit eine der glanzvollsten Karrieren der Fußballgeschichte. Die Reaktionen auf den Messi-Rücktritt aus der ganzen Welt zeigen, welche Lücke der 39-Jährige mit der Rückennummer 10 hinterlässt. Von Pep Guardiola bis Staatspräsident Javier Milei überschlagen sich die Würdigungen für den argentinischen Ausnahmekönner. Auch Uli Hoeneß hat sich inzwischen zum Abschied von Messi geäußert.

Dass dieser Moment irgendwann kommen würde, war allen klar. Trotzdem trifft der Abschied Argentinien und die gesamte Fußballwelt mit voller Wucht. Pep Guardiola, der Messi einst beim FC Barcelona zum Weltstar aufbaute, brachte es auf den Punkt: Das Spiel habe „bis heute kein vergleichbares Talent hervorgebracht“. Für ihn sei Messi schlicht „der größte Fußballer aller Zeiten“, der Rückzug aus der Albiceleste „herzzerreißend“.
Auch in der Heimat fällt es schwer, sich vorzustellen, dass der Ausnahmekönner nie wieder im himmelblau-weißen Dress auflaufen wird. Doch die Entscheidung des 39-Jährigen steht fest, daran gibt es nichts zu rütteln. Präsident Javier Milei bedankte sich mit den Worten: „Vielen Dank, unglaublicher Mann.“ Der nationale Verband ließ verlauten: „Wir werden dich bis ans Ende unserer Tage lieben.“
Rekordspieler und Erlöser der Nation
Jahrzehntelang hatten argentinische Spieler unter dem Vermächtnis von Diego Maradona gestanden, ohne diesem gerecht werden zu können. Messi, genannt „der Floh“, widerstand diesem Druck über zwei Jahrzehnte hinweg. Mit 207 Länderspielen und 125 Treffern beendet er seine Karriere als Rekordnationalspieler Argentiniens. Der bedeutendste Moment blieb der WM-Titel 2022 gegen Frankreich, den er nach einem dramatischen 3:3 nach Verlängerung und 4:2 im Elfmeterschießen holte, 36 Jahre nach dem letzten Triumph unter Maradona in Mexiko.
Insgesamt stand Messi bei sechs Weltmeisterschaften auf dem Feld und erreichte drei Endspiele. Zwei davon gingen bitter verloren, 2014 gegen Deutschland und zuletzt gegen Spanien, jeweils mit 0:1. Neben dem WM-Pokal sammelte er zwei Copa-América-Titel, holte 2008 Olympia-Gold und wurde 2005 U20-Weltmeister.
Weggefährte Angel Di Maria, mit dem er 2022 den WM-Titel feierte, fand emotionale Worte: „Es ist so schwer zu lesen, dass wir Dich nicht mehr im himmelblauen und weißen Trikot sehen werden. Ich weiß nur, dass ich im richtigen Jahrhundert geboren wurde, um Dich sehen, Dich genießen und darüber hinaus all diese Jahre mit Dir in der Nationalmannschaft teilen zu können.“
Nachlassende Kräfte machten den Schritt unausweichlich
In seiner Blütezeit sorgte Messi mit explosivem Antritt und unnachahmlichen Dribblings für Furore, doch zuletzt waren die körperlichen Grenzen unübersehbar. Bei der WM 2026 blitzte seine Klasse zwar immer wieder auf, allerdings benötigte er zunehmend Verschnaufpausen und konnte defensiv kaum noch mitwirken.
Uli Hoeneß, Bayern-Patron und bekennender Bewunderer, bezeichnete Messi ebenfalls als „den Allergrößten“, befürwortete jedoch den Zeitpunkt des Rückzugs deutlich: „Ich finde es total richtig, dass er jetzt aufhört. Auf die Dauer macht es natürlich keinen Sinn, dass zehn Mann laufen müssen, damit er mitspielen kann.“
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Vom Rasen verschwinden wird Messi dennoch nicht. Auf Vereinsebene läuft sein Vertrag bei Inter Miami noch bis 2028. Den Argentiniern bleiben derweil die unzähligen Erinnerungen an ihren Ausnahmekönner, für immer verankert im kollektiven Gedächtnis des Landes.