MagentaTV WM 2026 Video: Hummels über Haaland, „Diesen Knopf hat er bei der Geburt mitbekommen“

Formel-1-Vergleich für den Wikinger: Vor dem WM-Viertelfinale Norwegen gegen England analysierte MagentaTV-Experte Mats Hummels das Phänomen Erling Haaland, mit dem er in Dortmund zwei Jahre zusammenspielte. Der Rio-Weltmeister verriet dabei auch, wie Haaland einst im BVB-Training das Köpfen lernte, ausgerechnet gemeinsam mit ihm. Alle WM-Spiele live bei MagentaTV.

MagentaTV-Experte Mats Hummels spricht über Erling Haaland und dessen Torjäger-Instinkt.
Mats Hummels erklärt Haalands Torjäger-Instinkt mit einem Formel-1-Vergleich. (Screenshot: MagentaTV)

„Dann gibt es für ihn kein Stoppen mehr“

„Wenn er sieht, er hat die Chance, ein Tor zu schießen: In der Formel 1 haben die auch einen Knopf, DRS. Den hat er auch. Den hat er bei der Geburt mitbekommen“, scherzte Hummels. „Wenn er sieht, er kann ein Tor schießen, schaltet in ihm irgendein Schalter um und dann gibt es für ihn kein Stoppen mehr.“ Auch als Mensch schwärmte er von seinem früheren Teamkollegen: „Er ist ein absoluter Topstar, auf dem höchsten Level. Er ist absolut bodenständig, Teamspieler. Das ist ein guter, witziger Kerl. Er kann über sich selbst lachen. Er ist aber auch hochprofessionell und ambitioniert.“

Das Gespräch im Transkript

Automatische Verschriftlichung, leicht geglättet. Quelle: MagentaTV.

Moderation: Er hat noch so eine Art Turbolader, wirklich noch einen Extra-Knopf. Oder ist das einfach, wenn die Masse mal in Bewegung ist?

Mats Hummels: Nein, das ist wirklich: Wenn er sieht, er hat die Chance, ein Tor zu schießen, dann ist das wie in der Formel 1, da haben die doch auch so einen Knopf, DRS heißt das, glaube ich. Den hat er auch, den hat er einfach bei der Geburt mitbekommen. Wenn er sieht, er kann ein Tor schießen, dann schaltet in ihm irgendein Schalter um, und dann gibt es für ihn kein Stoppen mehr.

Moderation: Eine Mischung aus individueller Qualität, Körperbau und Wille.

Mats Hummels: Purer Wille, ja. Und gegen puren Willen ist irgendwann auch schwer zu verteidigen, vor allem wenn alles andere noch dazukommt.

Moderation: Du kennst ihn als Spieler, als Typ, als Mannschaftskamerad. Das muss ja auch ein außergewöhnlicher Mensch sein. Was macht ihn so besonders?

Mats Hummels: Was man an ihm feiern muss: Er ist ein absoluter Topstar auf dem höchsten Level, und er ist absolut bodenständig, Teamspieler, einfach ein guter, witziger Kerl. Sehr, sehr witzig, er kann über sich selbst lachen. Und er ist natürlich hochprofessionell und ambitioniert. Er wollte ab Tag 1 in Dortmund gewinnen, er wollte besser werden. Er kam zu uns und hatte schon ein paar Schwächen: der rechte Fuß, das Mitspielen, Ballannahmen, auch sein Kopfball war noch nicht vorhanden. Er hat gefühlt alles in ein paar Monaten Training für sich erlernt. Erling und ich sind nach zwei, drei Tagen jede Woche nach dem Training draußen geblieben und haben zu zweit noch Kopfbälle gemacht. Er hat in einem Wahnsinnstempo gelernt zu köpfen. Und das macht er mit allen Dingen: Wenn er will, dass er etwas kann, ist er so lange dran, bis er es kann.