Effzeh Legende Littbarski warnt 1. FC Köln vor Saison ohne El Mala

Pierre Littbarski sieht den 1. FC Köln vor einer schwierigen Aufgabe, sollte Said El Mala den Verein tatsächlich verlassen. Der Weltmeister von 1990 warnt vor den sportlichen Folgen eines möglichen Abschieds und äußert Verständnis für die Zwickmühle von Trainer René Wagner.

Said El Mala vom 1.FC Koeln gegen den VfB Stuttgart 2025 (Foto Depositphotos.com)
Said El Mala vom 1.FC Koeln gegen den VfB Stuttgart 2025 (Foto Depositphotos.com)

Littbarski erwartet schwieriges zweites Bundesliga-Jahr für den FC

In seinem von Suzuki produzierten Podcast „Littis Einwurf“ zeichnete Littbarski ein unbequemes Bild für die kommende Spielzeit der Kölner. „Ohne El Mala wird es jedenfalls, basierend auf dem, was ich bis jetzt gesehen habe, kein Zuckerschlecken beim 1. FC Köln im zweiten Jahr“, so der frühere FC-Profi. Besonders die Rolle des Cheftrainers bereitet dem 66-Jährigen Sorgen. Die aktuelle Ungewissheit um die Personalie müsse für Wagner „schrecklich sein. Du musst ja dauernd einen Backup im Kopf haben, das ist alles sehr schwierig.“

Hintergrund der Aussagen ist der seit Wochen andauernde Transferpoker zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln. Der BVB ist demnach bereits mehrfach mit Angeboten für den Offensivspieler abgeblitzt, da die Rheinländer konsequent an ihrer Ablöseforderung von 50 Millionen Euro festhalten. Neben der Fixsumme sollen zudem Bonuszahlungen sowie eine Beteiligung am Weiterverkauf Bestandteil der Verhandlungen sein. Für zusätzliche Brisanz sorgt, dass El Mala erst im Juli 2025 seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert hatte, eine Ausstiegsklausel wurde dabei nicht vereinbart.

Littbarski zeigt Verständnis für einen möglichen Wechsel

Als ehemaliger Kölner Publikumsliebling, der in 504 Partien für den FC auflief und den Verein 1983 mit einem Treffer zum Gewinn des DFB-Pokals führte, hat Littbarski durchaus eine persönliche Bindung zum Klub. Trotzdem zeigt er sich in der Personalfrage pragmatisch. „Die würden mich in Köln natürlich erschießen, wenn ich jetzt sage, dass er nach Dortmund gehen soll“, räumte er ein, bezeichnete sich zugleich aber als Realisten. „Natürlich wäre es für ihn der nächste Schritt.“

Der Grund für das große Interesse liegt in den beeindruckenden Zahlen, die El Mala in seiner ersten Bundesliga-Saison ablieferte. Der 19-Jährige war maßgeblich am Klassenerhalt des Aufsteigers beteiligt und kam dabei auf 13 Tore sowie fünf Vorlagen. Den Sprung in den deutschen WM-Kader verpasste der Youngster nur knapp, ein Beleg für sein enormes Entwicklungspotenzial, das nun auch den BVB auf den Plan ruft.