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Fußball-Nationalspieler Julian Brandt verlässt Borussia Dortmund im Sommer ablösefrei, das bestätigte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln. Ricken erklärte, es habe offene Gespräche gegeben und man habe sich darauf geeinigt, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Brandt, seit 2019 beim BVB, kommt in dieser Saison bereits auf zehn Pflichtspieltreffer und steht vor dem 30. Geburtstag. Für den Klub endet damit eine siebenjährige Zeit mit sportlichen Höhepunkten und kritischen Diskussionen gleichermaßen.

Ricken bestätigt: Vertrag wird nicht verlängert
Nach dem Spiel in Köln erklärte Lars Ricken bei Sky: „Es hat offene Gespräche gegeben, nach denen wir uns einig waren, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird.“ Ricken lobte Brandt ausdrücklich für seine Verdienste beim Verein: „Er hat ein paar hundert Spiele für Borussia Dortmund gemacht. Ich glaube, wir können nur Dankbarkeit für ihn haben.“ Gleichzeitig verwies Ricken auf den bevorstehenden 30. Geburtstag und die Möglichkeit, sich neu zu orientieren.
Sportliche Bilanz beim BVB
Julian Brandt wechselte 2019 für 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen nach Dortmund und gewann mit dem Klub 2021 den DFB-Pokal. Insgesamt bringt er es für den BVB auf 298 Pflichtspiele und 56 Tore, in dieser Saison steuerte er bislang zehn Treffer bei. Viele dieser Einsätze absolvierte Brandt vor der Südtribüne im Westfalenstadion, wo er über Jahre eine feste Rolle im Offensivspiel innehatte.
Aktuelle Statistiken von Brandt in der Saison 2025/2026
Kritik, Rollenbild und Wertschätzung
In den sieben Jahren in Dortmund blieb Brandt nicht immer unumstritten: Kritik richtete sich wiederholt auf Körpersprache, Rückzugsverhalten und die Mentalität, zuletzt äußerte sich auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kritisch zur Entwicklung des Spielers. Trotz dieser Debatten betonte Sportdirektor Sebastian Kehl die Wertschätzung des Vereins: Die Entscheidung sei „nicht so ganz leicht gefallen, weil man sehr lange sehr vertrauensvoll zusammenarbeitet.“
Ausblick: Ablösefrei – offene Fragen zur Zukunft
Brandt wird den BVB im Sommer ablösefrei verlassen; Details zu seiner weiteren Laufbahn nannte der Klub nicht. Fragen zu Vertragsdauer, möglicher Unterschrift bei einem neuen Klub, Rolle von Beratern oder Angaben zum Marktwert bleiben offen und wurden von Ricken und Kehl nicht thematisiert. Kehl schloss mit Blick auf den Abschied: „Brandt habe immer seinen Mann gestanden… Trotzdem muss man ab einem gewissen Punkt dann auch Entscheidungen treffen.“