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Harry Kane und Jude Bellingham verhinderten für England mit einem Doppelschlag die nächste Nullnummer und sicherten Thomas Tuchel den Gruppensieg. Gegen den Fußball-Zwerg Panama tat sich das lange harmlose Team des deutschen Teammanagers schwer, setzte sich aber mit 2:0 (0:0) durch und verschaffte sich eine gute Ausgangslage für die heiße WM-Phase.

Im Sechzehntelfinale trifft der Gruppenerste am Mittwoch in Atlanta auf eine drittplatzierte Mannschaft aus einer anderen Gruppe. Vor dem Start in die K.o.-Runde wirkte es allerdings so, als hätten die Three Lions ihre Torgefahr eingebüßt, bis Bellingham in der 62. Minute und Kane fünf Minuten später für Erleichterung sorgten. Für England, das 60 Jahre nach dem bislang einzigen Titel den zweiten WM-Triumph anpeilt, wird es dennoch mehr brauchen, auch wenn der Bayern-Torjäger mit seinem elften WM-Treffer zum alleinigen Rekordschützen der englischen Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften aufstieg.
Tuchel fordert den Sieg, England bleibt zunächst blass
Schon vor dem Anpfiff standen die Engländer dank der Resultate der anderen Gruppen als Teilnehmer der K.o.-Runde fest. Trotzdem verlangte Tuchel einen Erfolg. „Wir wollen die Gruppe gewinnen“, hatte der Nationaltrainer betont. Auf dem Rasen lieferte sein Team zunächst aber erneut wenig, nachdem bereits das ernüchternde 0:0 gegen Ghana keine Ruhe in den englischen Angriff gebracht hatte. Es fehlten Druck, Ideen und fast jede Torgefahr.

WM 2026 Tabelle der Gruppe L
Bei typischem englischem Regen und Fans in wasserfesten Ponchos erinnerte wenig an das frühe Feuerwerk beim 4:2 gegen Kroatien. Tuchel brachte frisches Personal und schonte Declan Rice. Der verletzte Reece James, der wegen Oberschenkelproblemen ausfiel, wurde von Leverkusens Jarell Quansah ersetzt, der damit sein WM-Debüt feierte. Auf den Flügeln begannen erstmals Bukayo Saka und Marcus Rashford, wobei nur Rashford vereinzelt für Gefahr sorgte. Kane, der mit einem Doppelpack ins Turnier gestartet war, blieb lange unauffällig.

Panama wehrt sich, dann schlägt England zu
Wie schon 2018, als England Panama bei der WM mit 6:1 überrollt hatte und Kane damals dreimal traf, verlief auch dieses Duell zunächst deutlich enger. Der Außenseiter trat mutig auf und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Beinahe hätte José Cordoba die Engländer sogar unfreiwillig erlöst, als er seinen Mitspieler im Fünfmeterraum anschoss und der Ball knapp über das Tor flog (52.).
Erst nach Kanes erstem gefährlichen Auftritt im Strafraum in der 57. Minute nahm das Spiel der Engländer Fahrt auf. Den Dosenöffner lieferte schließlich eine Ecke: Bellingham schob den Ball zum 1:0 über die Linie. Kurz darauf setzte Kane mit einem perfekten Kopfball nach und machte den Sieg endgültig klar. Mit seinem elften Treffer bei einer WM zog der Angreifer des FC Bayern an Gary Lineker vorbei und steht nun allein an der Spitze der englischen WM-Torjägerliste.