Fußball als Investment: Whitecaps fürchten um Standort Vancouver – Umzug für Thomas Müller?

Für Thomas Müller könnte bald schon der nächste Ortswechsel anstehen. Bei einem möglichen Verkauf der Vancouver Whitecaps gilt ein Abschied aus der kanadischen Metropole als immer wahrscheinlicher, ein Schritt in die USA ist dabei ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Thomas Müller bejubelt seinen Treffer für die Vancouver Whitecaps FC gegen Sporting Kansas City gemeinsam mit seinen Teamkollegen Mathias Laborda, Tristan Blackmon, Edier Ocampo und Emmanuel Sabbi. Der Stürmer traf am 17. April 2026 im BC Place in Vancouver beim MLS-Spiel der Whitecaps. Rich Lam / Getty Images
Thomas Müller bejubelt seinen Treffer für die Vancouver Whitecaps FC gegen Sporting Kansas City gemeinsam mit seinen Teamkollegen Mathias Laborda, Tristan Blackmon, Edier Ocampo und Emmanuel Sabbi. Der Stürmer traf am 17. April 2026 im BC Place in Vancouver beim MLS-Spiel der Whitecaps. Rich Lam / Getty Images

Whitecaps nennen massive Hürden beim Verkauf

Die MLS-Franchise bestätigte in der Nacht zu Dienstag, dass ein Standortwechsel bei einer Veräußerung realistisch geworden ist. In einer Stellungnahme verwiesen die Whitecaps auf „gut dokumentierte strukturelle Herausforderungen in den Bereichen Stadionwirtschaftlichkeit, Zugang zur Spielstätte und Einnahmebeschränkungen“, die es erschwert hätten, Käufer zu finden, die sich verbindlich zu Vancouver bekennen.

Verkauft werden soll die Klubgesellschaft von einer Vierergruppe aus Greg Kerfoot, Steve Luczo, Jeff Mallett und NBA-Legende Steve Nash. Dennoch halten die Verantwortlichen weiter an der Hoffnung fest, einen Investor direkt in Vancouver zu finden.

Eigentümer suchen weiter nach Lösung in Vancouver

„In den vergangenen 16 Monaten haben wir ernsthafte Gespräche mit mehr als 100 Interessenten geführt, doch bis heute hat sich kein tragfähiges Angebot ergeben, das den Verbleib des Vereins am Standort sichern würde. Es bleibt das nachdrückliche Bestreben der aktuellen Eigentümergruppe, eine Lösung innerhalb von Vancouver zu finden“, erklärten die Whitecaps. Zugleich forderten sie mögliche lokale Geldgeber auf, sich zu melden: „Sollte es eine lokale Eigentümergruppe geben, die über die Vision und die finanziellen Mittel verfügt, um einen zukunftsweisenden Weg einzuschlagen, so rufen wir diese eindringlich dazu auf, sich bei uns zu melden.“

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Ein Umzug von Franchises ist im US-Sport kein Ausnahmefall. Zuletzt hatten die Fans des MLS-Klubs bereits gegen den drohenden Schritt protestiert. Rund um das Heimspiel gegen die Colorado Rapids, das Vancouver mit 3:1 gewann, organisierten sie unter dem Motto „Save the Caps“ einen Protestmarsch zum Stadion und machten mit Bannern und Sprechchören Druck.

Müller erlebt sportlich einen gelungenen Start

Für Müller selbst läuft es trotz der Unruhe abseits des Platzes bislang rund. Der Deutsche spielt seit Sommer 2025 für Vancouver, und nach zehn Spieltagen rangieren die Whitecaps auf dem zweiten Platz der Western Conference.