Stefan Effenberg rät Julian Nagelsmann im letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador von einer größeren Rotation ab. Der frühere DFB-Profi warnt davor, zu viele Änderungen in der Startelf vorzunehmen, obwohl Deutschland nach den Siegen gegen Curacao und die Elfenbeinküste bereits sicher als Gruppenerster feststeht.

Das WM-Vorrundenspiel steigt am Donnerstag um 22.00 Uhr MESZ und wird in der ARD sowie bei MagentaTV übertragen. Für Effenberg wäre eine umfassende Umstellung riskant, weil sie den bisher gefundenen Rhythmus gefährden könnte.
„Rhythmus aufrechterhalten“ statt Umbruch
Gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online erklärte der 57-Jährige, Bundestrainer Julian Nagelsmann habe sich in den ersten beiden Partien klar auf eine bestimmte Formation festgelegt. Genau daran solle der Coach nach Effenbergs Ansicht festhalten. „Das könnte vieles kaputtmachen, was sich die DFB-Elf in den ersten beiden Spielen angeeignet hat“, sagte er.
Nagelsmann denkt zwar darüber nach, einigen Stammkräften wegen der hohen Belastung bei dem XXL-Turnier eine Pause zu geben und Spielern aus der Reserve Einsatzzeit zu ermöglichen. Effenberg hält diesen Ansatz im sportlich bedeutungslosen Abschluss gegen die Südamerikaner aber für falsch.
Auch für Neuer und Undav keine Ausnahmen
Selbst bei potenziellen Startelf-Kandidaten wie Deniz Undav würde der 35-malige Ex-Nationalspieler keine Anpassungen vornehmen. Der Topscorer der deutschen Auswahl kommt bislang auf drei Treffer und zwei Vorlagen, dennoch sieht Effenberg ihn exakt in der Rolle, die Nagelsmann für ihn vorgesehen habe.
Auch einen Tausch im Tor lehnt er klar ab. „Dass jetzt am Donnerstag auf einmal Oliver Baumann für Manuel Neuer im Tor steht oder beispielsweise Undav von Anfang an spielt, weil es gegen Ecuador ja vornehmlich um nichts mehr geht? Davon halte ich nichts“, sagte Effenberg. Für ihn wäre jede größere Umbildung ein Fehler, vor allem wenn drei, vier oder sogar fünf Spieler in der Anfangsformation ersetzt würden. „Drei, vier oder sogar fünf Wechsel in der Startelf, das wäre der größte Fehler, den er machen könnte. Das darf nicht sein.“