Eintracht Frankfurt sucht nach dem 0:7 gegen den FC Brentford weiter nach einer neuen Nummer eins. Wunschkandidat bleibt Noah Atubolu vom SC Freiburg. Nun gibt es Bewegung: Der Torwart soll seinen Vertrag in Freiburg verlängert haben, um einen Wechsel zur Eintracht noch in diesem Sommer zu ermöglichen.

Noah Atubolu könnte innerhalb der Bundesliga wechseln. Eintracht Frankfurt beschäftigt sich intensiv mit dem 24 Jahre alten Torwart des SC Freiburg und hat ihn als Wunschlösung für die Torwartposition ausgemacht. Nach übereinstimmenden Medienberichten könnte der Transfer nun auf einem ungewöhnlichen Weg zustande kommen.
Atubolu soll seinen eigentlich bis 2027 laufenden Vertrag beim SC Freiburg um ein weiteres Jahr verlängert haben. Hintergrund ist demnach ein mögliches Leihgeschäft mit Eintracht Frankfurt. Die Hessen könnten den Schlussmann zunächst ausleihen und sich dabei eine Kaufoption oder eine Kaufpflicht sichern. Damit würde Freiburg die gewünschte Ablöse nicht sofort erhalten, könnte den Torwart aber zu einem späteren Zeitpunkt fest verkaufen.
Frankfurt reagiert damit auf die anhaltende Unsicherheit im eigenen Tor. Kaua Santos leistete sich bei der 0:7-Niederlage im Testspiel gegen den FC Brentford erneut mehrere Fehler. Trainer Adi Hütter soll bereits seit seinem Amtsantritt eine externe Lösung bevorzugen. Nun haben sich offenbar auch die Verantwortlichen um Sportvorstand Markus Krösche dieser Einschätzung angeschlossen.
Regelmäßige Einsätze als Schlüssel für die Nationalmannschaft
Für Atubolu wäre der Wechsel mehr als eine neue Station in der Bundesliga. Der langjährige deutsche Junioren-Nationalspieler gehört zu der Torwartgeneration, die sich in den kommenden Jahren für die A-Nationalmannschaft empfehlen will. Dafür benötigt er vor allem regelmäßige Einsätze auf hohem Niveau und eine klare Rolle als Stammkeeper.
Genau diese Perspektive könnte ihm Frankfurt bieten. Bei der Eintracht wäre Atubolu nicht als Herausforderer, sondern als mögliche neue Nummer eins vorgesehen. Der Druck wäre nach den wechselhaften Leistungen seiner möglichen Vorgänger zwar hoch. Gleichzeitig könnte er sich bei einem ambitionierten Bundesligisten dauerhaft in den Blickpunkt der DFB-Verantwortlichen spielen.
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Atubolu bringt bereits umfangreiche Bundesliga-Erfahrung mit und war im Nachwuchsbereich über Jahre eine feste Größe im deutschen Tor. Der nächste Schritt muss nun zeigen, ob er sich auch für die A-Nationalmannschaft aufdrängen kann. Ein Stammplatz in Frankfurt könnte seine Position im Konkurrenzkampf der deutschen Torhüter deutlich verbessern.

Vertragsverlängerung soll den Weg nach Frankfurt ebnen
Der Schlussmann hatte sich frühzeitig entschieden, den SC Freiburg in diesem Sommer zu verlassen. Eigentlich strebte er einen Wechsel in die Premier League an. Ein passendes Angebot blieb jedoch aus. Auch andere Optionen führten bislang nicht zu einem Transfer.
Freiburg hat auf die Situation bereits reagiert und Mio Backhaus verpflichtet. Der 22-Jährige soll künftig das Tor der Breisgauer hüten. Atubolu besitzt damit sportlich kaum noch eine Perspektive im Breisgau. Trotzdem wollte der Sport-Club den Torwart offenbar nicht ohne entsprechende Gegenleistung ziehen lassen.
Genau hier setzt das nun diskutierte Leihmodell an. Atubolu verlängert seinen Vertrag demnach zunächst, anschließend könnte er für die Saison 2026/27 nach Frankfurt ausgeliehen werden. Eine Kaufoption oder eine an Bedingungen geknüpfte Kaufpflicht könnte den Hessen anschließend die Möglichkeit geben, den Torwart dauerhaft zu verpflichten.
Für Frankfurt hätte diese Lösung einen entscheidenden Vorteil: Das Transferbudget würde in diesem Sommer weniger stark belastet als bei einer sofortigen Verpflichtung. Freiburg könnte gleichzeitig an einer späteren Ablöse festhalten. Die zuvor diskutierte Summe von rund 15 Millionen Euro wäre damit vorerst kein unmittelbarer Aufwand für die Eintracht.
Eintracht Frankfurts Bundesligaauftakt:
Zetterer vor Wechsel zu Leeds – Santos könnte ebenfalls gehen
Die Torwartfrage bei Eintracht Frankfurt hat sich zuletzt deutlich verändert. Michael Zetterer steht nach Informationen des Leeds United offenbar vor einem Wechsel zum Premier-League-Klub. Im Gespräch ist eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro. Zetterer hat sich nach einem Besuch in Leeds demnach mit einem Transfer angefreundet.
Damit könnte es bei der Eintracht zu einer größeren Torwart-Rochade kommen. Die Wunschlösung als neue Nummer eins bleibt Noah Atubolu. Gleichzeitig schaut sich Frankfurt nach Alternativen um, falls mit dem SC Freiburg keine Einigung über das geplante Leihmodell zustande kommt. Eine Ablöse von rund 15 Millionen Euro gilt für die Hessen als schwer darstellbar.

Auch die Zukunft von Kaua Santos ist offen. Der 23-Jährige benötigt nach den bisherigen Erfahrungen regelmäßige Spielpraxis. Sollte auch er Frankfurt verlassen, müsste der Klub neben Atubolu noch einen weiteren Torwart für die kommende Saison verpflichten. Der Verkauf von Zetterer besitzt laut kicker derzeit allerdings Priorität.
Die Eintracht kämpft damit weiter um eine klare Hierarchie zwischen den Pfosten. Nach dem Abgang von Kevin Trapp wechselten sich Santos und Zetterer ab. Verletzungen, Formschwankungen und individuelle Fehler verhinderten bislang eine dauerhafte Lösung.
Atubolu könnte diese Situation verändern. Der Freiburger soll im Falle eines Wechsels die Chance erhalten, sich als klare Nummer eins zu etablieren. Für den Torhüter wäre das zugleich eine wichtige Bühne im Hinblick auf die deutsche Nationalmannschaft.
Noch ist der Transfer nicht vollzogen. Die Vertragsverlängerung in Freiburg hat den Weg für eine Leihe offenbar geebnet, nun müssen die konkreten Bedingungen zwischen den Klubs geklärt werden. Parallel arbeitet Frankfurt an der Zukunft des gesamten Torwartteams. Das Transferfenster schließt am 1. September.