Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay stellt Lothar Matthäus die deutsche Startelf spürbar um. Der Rekordnationalspieler würde dabei ausgerechnet Jamal Musiala zunächst auf die Bank setzen. Nach der Niederlage gegen Ecuador am Montag geht es für die DFB-Auswahl um den Einzug ins WM-Achtelfinale, wo Schweden oder Frankreich warten würde..

Matthäus würde mehrere Umbauten vornehmen in der Aufstellung
Matthäus rechnet nach dem Rückschlag mit personellen und taktischen Korrekturen und legte in der BILD seine Wunschformation offen. Viel hängt für den Weltmeister von 1990 dabei an Nathaniel Brown. „Was ist mit Brown? Ist der verletzt? Ist er einsatzfähig? Weil damit hängt vieles zusammen, wie eine Viererkette aussehen könnte.“
Sollte Brown rechtzeitig fit sein, würde Matthäus ihn rechts in der Defensive einsetzen. David Raum würde dann auf die linke Seite rücken. Im Zentrum vertraut er auf Antonio Rüdiger und den Bayern-Profi Jonathan Tah. „Wir brauchen körperlich starke Spieler in den Zweikämpfen, auch bei Standardsituationen.“
Das wäre die Deutschland Aufstellung heute:
Manuel Neuer – Nathaniel Brown, Antonio Rüdiger, Jonathan Tah, David Raum – Joshua Kimmich, Felix Nmecha – Leroy Sané, Florian Wirtz – Deniz Undav, Kai Havertz
Diese voraussichtliche Deutschland Aufstellung wird erwartet:
Neuer – Kimmich, Tah, Rüdiger, Brown – F. Nmecha, Pavlovic – L. Sané, Musiala, Wirtz – Havertz
Kimmich zurück auf die Sechs
Die gravierendste Änderung sieht Matthäus im Mittelfeld. Joshua Kimmich soll wieder in seine bevorzugte Rolle ins Zentrum zurückkehren und dort gemeinsam mit Felix Nmecha die Schaltstelle bilden. Auf dem rechten Flügel bleibt Leroy Sané für ihn gesetzt. „Nicht nur wegen seinem Tor, sondern eben auch, weil er wirklich fleißig nach hinten arbeitet.“
Auch in der Offensive würde Matthäus nachsteuern. Kai Havertz soll zwar beginnen, dazu will er aber auch Deniz Undav von Anfang an bringen. Anstelle einer klassischen Doppelspitze schwebt ihm ein flexibles Zusammenspiel vor. „Undav hinter Havertz, aber ein Wechselspiel, dass keiner vorne fix die Nummer 9 ist. Damit beschäftigen wir die Gegner.“ Links setzt er erneut auf Florian Wirtz.
Musiala muss warten
Für Jamal Musiala ist in diesem Szenario kein Platz vorgesehen. Matthäus traut den Paraguayern eine ähnliche Robustheit zu wie zuvor Ecuador oder die Elfenbeinküste. „Jetzt geht es um alles und die formstärksten Spieler sollten spielen. Gerade gegen Paraguay, die natürlich auch robust spielen, scheint mir das schwierig für ihn. Sie suchen den Kontakt. Da muss man sich durchsetzen.“
Erst in einem möglichen Achtelfinale gegen Frankreich sieht Matthäus für den Bayern-Star wieder eine realistische Chance. Gegen die technisch deutlich stärkere Elf wäre Musiala für ihn dann erneut eine Option.