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Die deutsche Nationalmannschaft fiebert dem WM-Auftakt gegen Außenseiter Curacao entgegen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler machte vor dem Spiel am Sonntag in Houston klar, dass die Auswahl heiß auf den Start ist und den ersten Erfolg unbedingt einfahren will. Zugleich erinnerte er an die jüngsten Fehlstarts bei Weltmeisterschaften und betonte, wie wichtig ein gelungener Auftakt für Ruhe im Turnierverlauf wäre.

Völler warnt vor Fehlstart
Wir brennen auf das erste Spiel. Am liebsten würden wir jetzt schon beginnen, sagte Völler. Der Weltmeister von 1990 verwies auf die vergangenen Turniere, in denen die DFB-Auswahl jeweils das erste Gruppenspiel verlor. 2018 in Russland setzte es ein 0:1 gegen Mexiko, 2022 in Katar eine 1:2-Niederlage gegen Japan. Beide Male bedeutete das das Aus nach der Vorrunde.
Ein Sieg zum Start würde eine gewisse Ruhe geben, erklärte Völler. Gleichzeitig machte er deutlich, dass ein erfolgreicher Auftakt keine Garantie für den weiteren Turnierverlauf sei. Argentinien sei dafür ein Beispiel, sagte er. Die Argentinier waren vor vier Jahren mit einer Niederlage gegen Saudi-Arabien ins Turnier gestartet und wurden später Weltmeister.
Gruppenphase als Pflichtaufgabe
Nach vorne schauen will Völler derzeit nur begrenzt. Für ihn steht zunächst fest, dass die Gruppenphase überstanden werden muss. Da gibt es keine Diskussion. Am liebsten als Gruppenerster, sagte er. Danach dürfe man sich keinen Ausrutscher mehr erlauben, weil es einen relativ schnell erwischen könne. Das gelte auch für die Top-Nationen.
Der DFB-Sportdirektor traut der Mannschaft dennoch viel zu. Man wolle weit kommen und werde sicher schwer zu schlagen sein, sagte er. Nach dem Ausfall von Lennart Karl gibt es aktuell keine weiteren personellen Sorgen.
Alle fit, viele Wechsel erwartet
Alle sind fit. Das ist das Allerwichtigste, sagte Völler. Er rechnet damit, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann bei dem Turnier sehr oft auf seinen 26er-Kader zurückgreifen wird. Der Grund liegt aus seiner Sicht auch in den Bedingungen vor Ort. Es ist sehr heiß. Es wird oft gewechselt werden. Viele Trainer werden ihr Kontingent ausschöpfen, erklärte Völler.