Ceferin verzichtet auf FIFA-Kandidatur

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin wird sich nicht um das Amt des FIFA-Chefs bewerben. Der 56-Jährige erklärte im britischen Podcast „The Rest is Politics“, dass er kein Interesse an einer Kandidatur für die Wahl im März 2027 habe, behält aber weiterhin Druck auf den angeschlagenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino aus.

Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace erhält nach dem Finale der UEFA Conference League 2026 gegen Rayo Vallecano am 27. Mai 2026 in der Football Arena Leipzig seine Siegermedaille von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)
Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace erhält nach dem Finale der UEFA Conference League 2026 gegen Rayo Vallecano am 27. Mai 2026 in der Football Arena Leipzig seine Siegermedaille von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

Stand: 24. August 2026, 12:45 Uhr

Ceferin verzichtet aus Glaubwürdigkeitsgründen

Der UEFA-Boss betonte, dass er die Europäische Fußball-Union liebt und dort gerne arbeitet. Als Gegner Infantinos könne er seine Glaubwürdigkeit bewahren, wenn er selbst nicht nach dem FIFA-Posten greife. Ceferins Amtszeit an der UEFA endet ebenfalls im Jahr 2027.

Ungeachtet dieser Entscheidung will die UEFA einen Neuanfang ohne den aktuellen FIFA-Präsidenten. Infantino geriet in eine tiefe Krise, nachdem sein umstrittener Plan scheiterte, den Weltverband für externe Investoren zu öffnen.

Gegenkandidatur möglich bei Infantinos Antreten

Ceferin signalisierte zwei mögliche Szenarien: Entweder erkenne Infantino, dass ihm die notwendige Unterstützung fehle, oder er kandidiere erneut. Falls letzteres eintritt, werde die UEFA einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Die Wahl findet im März 2027 in Rabat statt und wird durch eine Mehrheit der 211 FIFA-Mitglieder entschieden.

Derzeit ist Infantino der einzige erklärte Kandidat. Neben einem europäischen Kandidaten könnte auch CONCACAF-Präsident Victor Montagliani aus Kanada antreten. UEFA, CONCACAF und der asiatische Verband AFC unterzeichneten kürzlich eine gemeinsame Erklärung gegen den FIFA-Präsidenten.

Keine Kommunikation zwischen Ceferin und Infantino

Der UEFA-Präsident erklärte, dass er seit Beginn der Krise nicht mehr mit Infantino, einst UEFA-Generalsekretär, gesprochen habe. Infantino besuchte am Wochenende die Dominikanische Republik, obwohl CONCACAF-Chef Montagliani ihn gebeten hatte, einem U14-Jugendturnier fernzubleiben.

Häufige Fragen zu dieser Meldung

Warum kandidiert Ceferin nicht selbst?

Ceferin begründet dies mit Glaubwürdigkeitsgründen. Als Gegner Infantinos könne er wirksamer arbeiten, wenn er selbst kein Interesse am FIFA-Posten zeige. Zudem liebe er seine Arbeit an der UEFA.

Wer könnte gegen Infantino antreten?

Die UEFA will einen europäischen Gegenkandidaten nominieren, dessen Name noch nicht feststeht. Zusätzlich könnte CONCACAF-Präsident Victor Montagliani aus Kanada kandidieren. Die FIFA-Wahl findet im März 2027 in Rabat statt.

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Quelle: AFP, Meldung vom 24.08.2026, 05:42 Uhr.

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