BVB News: Nationalspieler Schlotterbeck räumt „Glück“ bei Stanisic-Foul ein

Nach dem spektakulären 2:3 gegen Rekordmeister Bayern München gab Nico Schlotterbeck offen zu, dass er Glück gehabt habe, nicht vom Unparteiischen Sven Jablonski des Feldes verwiesen worden zu sein. In der 18. Minute traf er Josip Stanisic mit den Stollen am Bein und erhielt nur Gelb. Die Szene steht im Kontext einer hitzigen Partie, in der Schlotterbeck kurz darauf per Kopf zur Führung traf und später einen Elfmeter provozierte.

Der deutsche Verteidiger Nico Schlotterbeck (#04) von Borussia Dortmund jubelt nach dem Bundesligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund in Wolfsburg am 7. Februar 2026. (Foto: Ronny HARTMANN / AFP) / DIE DFL-REGELUNG VERBIETET JEGLICHE VERWENDUNG VON FOTOS ALS BILDERREIHEN UND/ODER QUASI-VIDEOS.
Der deutsche Verteidiger Nico Schlotterbeck (#04) von Borussia Dortmund jubelt nach dem Bundesligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund in Wolfsburg am 7. Februar 2026. (Foto: Ronny HARTMANN / AFP) / DIE DFL-REGELUNG VERBIETET JEGLICHE VERWENDUNG VON FOTOS ALS BILDERREIHEN UND/ODER QUASI-VIDEOS.

Schlotterbeck gesteht: „Da hatte ich ein bisschen Glück“

Der Innenverteidiger stellte sich nach dem Spiel klar den Fragen zur harten Szene gegen Josip Stanisic: „Ich glaube, dass man da schon Rot geben kann. Da hatte ich ein bisschen Glück, ja“, sagte Schlotterbeck. Er beschrieb den Kontakt als unglücklich und betonte, dass er zuerst am Ball gewesen sei und dann ausgerutscht sei: „Man sieht, dass ich über den Ball ausrutsche, sonst treffe ich ihn auch nicht am Schienbein, sondern gehe unten durch.“ Die Aussage unterstreicht die Unsicherheit in Bezug auf die Bewertung von Zweikämpfen durch den Unparteiischen.

Spielverlauf: Kopfballtor und riskanter Torjubel

Nach der Gelben Karte in der 18. Minute legte Schlotterbeck nur wenige Minuten später per Kopf zur BVB-Führung (26.) nach und suchte die Nähe zu den Fans. Beim Torjubel sprang er über die Bande und feierte mit den Anhängern, ohne dafür eine weitere Verwarnung zu erhalten. Schlotterbeck erklärte die Aktion: „Ich wollte nicht über die Bande, sondern nur auf die Bande springen. Ich habe das Gleichgewicht verloren.“ Gleichzeitig kritisierte er eine zu strikte Auslegung: „Wenn man alles ausmustert, dann haben wir keinen Fußball mehr, dann spiele ich irgendwann Schach.“

Elfmeterentscheidung nach erneutem Foul an Stanisic

Im weiteren Spielverlauf geriet Schlotterbeck erneut in den Mittelpunkt: In der 69. Minute leitete ein erneutes Einsteigen gegen Stanisic einen Strafstoß ein, den Harry Kane zum zwischenzeitlichen 2:1 verwandelte. Schlotterbeck relativierte die Szene: „Es ist ein sehr, sehr leichter Kontakt. Mir dafür Gelb zu geben, wüsste ich jetzt nicht.“ Zum Elfmeter fügte er hinzu: „Hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, sondern ich habe eher gemerkt, dass es kleiner Kontakt war. Ob es Elfmeter war, sollen andere entscheiden.“ Diese Entscheidungsfindungen des Unparteiischen prägten damit entscheidend den Spielverlauf.

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Vorherige Rote Karte als Kontext

Die Bedeutung der Entscheidung gewinnt zusätzliche Brisanz, weil Schlotterbeck bereits vier Tage vor dem Spiel beim bitteren Playoff-Aus in der Champions League gegen Atalanta Bergamo (1:4) als Ersatzspieler die Rote Karte gesehen hatte. Damals erhielt er die Rote Karte für eine Szene abseits des Feldes, was die aktuelle Gelbentscheidung gegen ihn in München nochmals in ein disziplinäres Licht rückt.