Der 1. FC Köln landet einen echten Transfercoup: Nationalspielerin Kathrin Hendrich verlässt die USA und kehrt in die Bundesliga zurück. Die 34-jährige Innenverteidigerin unterschreibt bei den Domstädterinnen einen Vertrag bis zum Sommer 2028.

Rückkehr aus der NWSL zum FC
Wie der Verein am Donnerstag bekanntgab, wechselt Hendrich von den Chicago Stars aus der nordamerikanischen NWSL zum Bundesligisten. Für die Abwehrspielerin bedeutet der Wechsel gleichzeitig die Rückkehr in ihre Heimat, nachdem sie zuvor bereits für den 1. FFC Frankfurt, Bayern München und den VfL Wolfsburg im deutschen Frauenfußball aktiv war. Erst 2025 hatte sie den Sprung in die USA gewagt und war von Wolfsburg nach Chicago gezogen.
„Meine Vorfreude ist riesig, ich kann es kaum erwarten, für den 1. FC Köln zu spielen“, sagte Hendrich zu ihrem neuen Engagement. Über ihre Entscheidung für den FC erklärte sie weiter: „Mein erster Eindruck ist sehr positiv und es gab ganz viele Gründe, mich für den FC zu entscheiden.“
Sportlich bringt die Vize-Europameisterin von 2022 und Olympia-Dritte von Paris 2024 einige Titel im Gepäck mit. Mit Wolfsburg feierte sie einmal die deutsche Meisterschaft und gewann viermal den DFB-Pokal, mit Frankfurt triumphierte sie 2015 in der Champions League. In der deutschen Nationalelf bringt es die Verteidigerin bislang auf 91 Länderspiele.
Erfahrung soll Kölns Aufwärtstrend stützen
Für den 1. FC Köln markiert die Verpflichtung eine Premiere. „Mit Kathrin Hendrich haben wir erstmals in unserer Vereinsgeschichte eine aktuelle deutsche A-Nationalspielerin verpflichtet“, betonte Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball beim FC. Sie ergänzte: „Ihre sportlichen Qualitäten sind unbestritten und mit ihrer großen Erfahrung wird sie unserer Mannschaft auf und neben dem Platz enorm weiterhelfen.“
In der Innenverteidigung trifft Hendrich künftig auf eine bekannte Partnerin: Mit Marina Hegering hatte sie bereits bei der Weltmeisterschaft 2023 die zentrale Abwehrachse der DFB-Auswahl gebildet. Der Verein aus der Domstadt hatte die vergangene Bundesliga-Saison auf dem siebten Platz abgeschlossen, die beste Platzierung der Klubgeschichte.