Noah Atubolu wechselt vom SC Freiburg zu Eintracht Frankfurt. Nach wochenlangen Verhandlungen ist der Transfer perfekt. Der 24 Jahre alte Torhüter kommt zunächst auf Leihbasis und soll anschließend per Kaufpflicht für 13 Millionen Euro fest an die Hessen gebunden werden. In Frankfurt ist Atubolu als neue Nummer eins eingeplant.

Atubolu soll Frankfurts Torwartfrage lösen
Die Eintracht hatte sich bereits seit Wochen mit einer Verstärkung für die Torhüterposition beschäftigt. Mit Atubolu ist diese Suche nun beendet. Der Freiburger absolvierte am Donnerstag erfolgreich den Medizincheck und unterschrieb anschließend seinen Vertrag.
Trainer Adi Hütter hatte bereits vor dem Vollzug klargestellt, welche Rolle der Neuzugang übernehmen soll. „Wir haben Noah nicht als Nummer zwei geholt, sondern als Nummer eins“, sagte der Frankfurter Trainer. Damit ist die Hierarchie im Tor der Eintracht zunächst klar festgelegt.
Atubolu bringt bereits reichlich Bundesliga-Erfahrung mit. Für Freiburg stand der Torhüter in den vergangenen drei Spielzeiten regelmäßig zwischen den Pfosten und entwickelte sich zum Stammtorhüter. Nach Angaben von Sky absolvierte er für seinen Jugendverein bislang 125 Pflichtspiele im Profibereich.
Leihe mit Kaufpflicht über 13 Millionen Euro
Der Transfer wird zunächst als Leihgeschäft abgewickelt. Im Sommer 2027 greift anschließend eine Kaufpflicht in Höhe von 13 Millionen Euro. Die Einigung zwischen beiden Vereinen war bereits erzielt, bevor Atubolu am Donnerstag seinen Medizincheck absolvierte. Auch der anschließende Vertrag des Torhüters in Frankfurt ist nach übereinstimmenden Berichten bereits ausgehandelt.
Eintracht will Atubolu: Neue Nummer eins mit DFB-Perspektive? * Vertrag in Freiburg verlängert
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Möglich wurde das Modell durch eine Vertragsverlängerung in Freiburg. Atubolus ursprünglicher Vertrag lief bis 2027. Der Torhüter verlängerte um ein weiteres Jahr und schuf damit die Voraussetzung für die zunächst einjährige Leihe. Für den Sport-Club bedeutet die Konstruktion, dass der Spieler nicht ablösefrei im kommenden Sommer gehen kann.
Mit der Kaufpflicht verschiebt Frankfurt die endgültige Zahlung des Transfers zugleich um ein Jahr. Für die Eintracht ist der Deal damit eine langfristige Entscheidung für Atubolu, auch wenn der Wechsel zunächst formal als Leihe abgewickelt wird.

Freiburg hat den Nachfolger bereits verpflichtet
In Freiburg war der Abgang des Eigengewächses längst Teil der Kaderplanung. Atubolu hatte bereits vor Monaten seinen Wechselwunsch hinterlegt und ursprünglich einen Transfer in die englische Premier League angestrebt. Dieser kam in diesem Sommer jedoch nicht zustande.
Der Sport-Club hatte deshalb bereits reagiert und Mio Backhaus vom SV Werder Bremen verpflichtet. Für den 22-jährigen Torhüter soll Freiburg rund zwölf Millionen Euro bezahlt haben. Backhaus war damit schon vor dem endgültigen Atubolu-Abgang als neue Lösung zwischen den Pfosten vorgesehen.
Atubolu blieb trotz seines Wechselwunsches bis zuletzt in Freiburgs Kader. Trainer Julian Schuster hatte mehrfach betont, dass der Torhüter bis zu einer Lösung professionell in den Trainingsbetrieb eingebunden werde. Gleichzeitig war spätestens mit der Verpflichtung von Backhaus klar, dass Freiburg seine Zukunft auf der Position neu ausrichtet.
Frankfurt setzt auf Atubolus Entwicklung
Sportlich verspricht sich die Eintracht von dem Transfer mehr als nur eine kurzfristige Lösung. Atubolu gilt als dynamischer Torhüter, der seine Stärken nicht nur auf der Linie hat. Auch im Spiel mit dem Ball bringt er Qualitäten mit, die für einen modernen Bundesligatorwart wichtig sind.
Hütter hob insbesondere Atubolus Dynamik hervor. Der Trainer sieht beim Neuzugang zudem klare Stärken im Spielaufbau. In Frankfurt soll der 24-Jährige nun den nächsten Schritt machen und sich langfristig als feste Nummer eins etablieren.
Für die Eintracht beendet der Transfer damit eine längere Suche auf der Torhüterposition. In der vergangenen Saison und während der Vorbereitung hatte es immer wieder Diskussionen um die Besetzung des Frankfurter Tores gegeben. Mit Atubolu hat sich der Klub nun für eine klare Lösung entschieden.
Ob der neue Stammtorhüter bereits beim Bundesliga-Auftakt am Samstag bei Union Berlin im Tor stehen wird, entscheidet Hütter kurzfristig. Der Transfer ist zwar abgeschlossen, die kurze Vorbereitungszeit lässt dem Trainer aber nur wenig Spielraum für die Eingewöhnung.