Messi-Rücktritt: WM 2026 Finale war sein letztes Spiel

Lionel Messi zieht einen endgültigen Schlussstrich unter seine Länderspielkarriere. Sechs Wochen nach der verlorenen WM-Endspielniederlage gegen Spanien nach Verlängerung erklärte der 39-Jährige über die sozialen Netzwerke seinen Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft.

Lionel Messi nimmt nach der Finalniederlage gegen Spanien seine Silbermedaille aus den Händen von US-Präsident Donald Trump entgegen. Das WM-Finale 2026 fand am 19. Juli 2026 in New Jersey statt. (Photo by Evrim Aydin / Anadolu via AFP)
Lionel Messi nimmt nach der Finalniederlage gegen Spanien seine Silbermedaille aus den Händen von US-Präsident Donald Trump entgegen. Das WM-Finale 2026 fand am 19. Juli 2026 in New Jersey statt. (Photo by Evrim Aydin / Anadolu via AFP)
Spanien
S S S S S
1 : 0
n.V.
Argentinien
S S S S S
Ferran Torres
106'
Aufstellungen
Spanien
6.62
6.98
7.31
99'
6.99
6.84
16
M
99'
8.2
10
M
75'
6.67
62'
7.14
7.3
62'
6.33
75'
6.44
Ersatzspieler
75'
6.24
62'106'
6.69
99'
6.42
99'
6.61
20
M
62'
7.2
75'
7.27
9
M
Coach
Argentinien
58'
6.59
70'90'
6.14
41'44'
6.24
70'
6.4
82'
6.05
111'
6.46
45'
6.45
6.37
102'
6.35
Ersatzspieler
70'
6.67
8
M
21
O
70'
6.59
58'
6.21
2
D
102'
6.77
45'52'
6.26
44'
6.87
18
M
Coach
Tore
106'

 

Am Montagnachmittag wandte sich der langjährige Kapitän und Weltmeister von 2022 über Instagram an seine Anhänger. „Nach all der Zeit, die seit dem Finale vergangen ist, und nachdem ich viel darüber nachgedacht habe, möchte ich euch allen mitteilen, dass ich aus der Nationalmannschaft zurücktrete …“, schrieb Messi. Weiter führte er aus: „Es war eine Entscheidung, die mir wehgetan hat und noch immer in der Seele wehtut, aber ich verstehe, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“ Der Rücktritt gilt mit sofortiger Wirkung.

Ein emotionaler Abschied von der Albiceleste

In seinem Statement betonte der Superstar, dass er stets alles für das Trikot gegeben habe, nicht nur in den Jahren des Erfolgs, sondern auch schon lange davor. Seine Worte: „Ich schwöre euch, dass ich immer alles gegeben habe, nicht nur in den vergangenen Jahren, in denen wir alles gewonnen haben, sondern auch schon davor. Ich habe immer gekämpft und alles für dieses Trikot gegeben, um euch Freude zu bereiten und dafür zu sorgen, dass ihr durch den Fußball stolz darauf sein könnt, Argentinier zu sein.“ Er unterstrich zudem seine tiefe Verbundenheit zum Nationaltrikot: „Ich liebe es, für die Nationalmannschaft zu spielen, ich habe es immer geliebt und werde es immer lieben. Ich habe alles aus mir herausgeholt, ich habe nichts mehr zu geben.“ Gleichzeitig verwies er auf den Generationswechsel, der sich in der Albiceleste vollzieht, da vielversprechende junge Talente nachrücken, die ihre Chance verdient hätten.

Auch für die Zukunft fand Messi klare Worte. Er bedankte sich bei den Fans für zwei Jahrzehnte der Zuneigung und kündigte an, künftig als einfacher Anhänger von außen mitzufiebern. „Danke für all die Zuneigung in diesen 20 Jahren. Ich werde es sehr vermissen, euch von drinnen zu hören. Jetzt werde ich einer von euch sein, der von außen mitfiebert und die Mannschaft immer unterstützt, in guten wie in schlechten Zeiten, und in den schlechten erst recht.“ Besonderen Dank richtete er an seine Familie, die ihn auf seinem Weg begleitet habe, sowie an alle Trainer, Mitspieler und Funktionäre, mit denen er seine Karriere teilen durfte.

Der Verlust des Vaters beeinflusste die Entscheidung

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Niederschrift: Wie Messi in seinem Statement offenbarte, verfasste er den Text bereits zwei Tage nach der verlorenen WM-Endspielpartie. In der Zeit zwischen der Niederschrift und der Veröffentlichung verstarb jedoch sein Vater Jorge Messi im Alter von 68 Jahren, was den Ausnahmefußballer in seinem Entschluss zusätzlich bestärkte. Dazu schrieb er: „Nach dem, was mit meinem Vater passiert ist, bin ich von meiner Entscheidung noch überzeugter als zuvor.“

Eine Karriere mit Höhen und Tiefen

Messi verlässt die internationale Bühne als Legende des argentinischen Fußballs. Auf seinem Konto stehen 207 Pflichtspiele und 125 Treffer im Dress der Nationalelf sowie unzählige unvergessliche Momente. Doch der Weg dorthin war nicht frei von Rückschlägen. Bereits 2016, im Alter von 29 Jahren, hatte der Rosario-Star erstmals seinen Rücktritt erklärt, nachdem er mit der Albiceleste drei Copa-America-Endspiele in Serie verloren hatte. Auch der WM-Titel 2024 gegen Deutschland war ihm damals durch die Finger geglitten. Nach seiner damaligen Rückkehr ins Nationalteam und dem triumphalen WM-Gewinn 2022 zieht Messi nun den endgültigen Schlussstrich unter sein Länderspielkapitel.

Messis Post zum Abschied aus der Nationalmannschaft im Wortlaut

„Nach all der Zeit, die seit dem Finale vergangen ist, und nach vielem Nachdenken möchte ich euch allen mitteilen, dass ich aus der Nationalmannschaft zurücktrete…  Es war eine Entscheidung, die weh tat und in der Seele weiterhin schmerzt, aber ich spüre, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist. Ich schwöre euch, ich habe immer alles gegeben – nicht nur in den letzten Jahren, in denen wir alles gewonnen haben, sondern auch davor. Ich habe immer gekämpft und mich für dieses Trikot verausgabt, um euch Freude zu schenken und euch durch den Fußball stolz zu machen, Argentinier zu sein.  Es bleibt nicht mehr viel Zeit und gewisse Kapitel schließen sich, und dieses hier trifft mich besonders. Ich liebe es, ich habe es geliebt und ich werde es immer lieben, Teil der Nationalmannschaft zu sein. Ich habe alles gegeben, ich habe nichts mehr, was ich noch geben könnte, und außerdem kommen großartige junge Spieler nach, die es verdienen, diesen Platz einzunehmen. Danke für all die Zuneigung in diesen 20 Jahren. Ich werde es sehr vermissen, euch von draußen auf dem Spielfeld zu hören. Jetzt werde ich einer von euch sein, einer mehr, der von draußen immer anfeuert und unterstützt (in guten wie in schlechten Zeiten, und dann erst recht).  Danke an meine Familie, dass sie immer für mich da war, mich auf dieser so schönen, aber schwierigen Reise begleitet hat. Danke an jeden einzelnen Trainer, Mitspieler und Funktionär, mit denen ich das teilen durfte. Ich nehme Erinnerungen und unvergessliche Erlebnisse mit.  Ich gehe mit der Ruhe und dem Stolz, euch gemeinsam mit meinen Mitspielern Traum-Momente geschenkt zu haben. Es war verrückt, das alles mit euch erleben zu dürfen. Ich habe euch lieb!  Danke, Gott, dass du mich zum Argentinier gemacht hast.  Auf geht’s, Argentinien!  *Diese Worte habe ich am 21. Juli geschrieben, zwei Tage nach dem Finale. Heute, nach dem, was mit meinem Vater passiert ist, bin ich noch überzeugter als zuvor.“