Infantino unter Druck: Milliardendeal scheitert an Widstand

FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät massiv unter Druck. Sein Plan, Anteile an FIFA-Turnieren an private Investoren zu verkaufen, stößt auf breiten Widerstand der kontinentalen Verbände. Nach Boykott-Androhungen der UEFA und Absagen von CONCACAF und AFC steht das Vorhaben vor dem Scheitern.

Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)
Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)

Stand: 31. Juli 2026, 13:22 Uhr

Große Konföderationen lehnen ab

Die asiatische Konföderation AFC kritisierte das geheim geplante Investorenprojekt scharf. Der Verband warnte, dass die Situation nicht hätte eskalieren dürfen und forderte institutionelle Reformen. Auch die UEFA und CONCACAF signalisierten Widerstand gegen Infantinos Plan.

Die afrikanische CAF hingegen empfahl ihren 54 Mitgliedsverbänden, das Vorhaben wohlwollend zu prüfen. CONMEBOL unter Präsident Alejandro Domínguez, der Infantino nahe steht, hielt sich bedeckt und konzentriert sich auf eine WM-Erweiterung 2030.

Infantino verliert Unterstützer

Einer von Infantinos engsten Beratern trat protestierend aus seiner Position zurück. Der FIFA-Boss versuchte, die Kritik durch sein PR-Team zu kontern und sprach von fehlerhafter Berichterstattung in den Medien. Das Büro beteuerte, dass die FIFA den Fußball nicht verkaufen würde.

Allerdings wird Infantino ohne die Unterstützung der großen Konföderationen keine Mehrheit unter den 211 Mitgliedsverbänden finden. Ein Rückzug wäre für den lange unantastbaren FIFA-Chef eine erhebliche Blamage.

Häufige Fragen zu dieser Meldung

Was ist Infantinos Investorenprojekt?

Der FIFA-Präsident plante im Geheimen, Anteile an FIFA-Turnieren an private Investoren zu verkaufen. Die Investoren sollen aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump stammen.

Warum lehnen die Konföderationen das Projekt ab?

Die kontinentalen Verbände kritisieren, dass es keinen offenen und demokratischen Konsultationsprozess gab. Sie sehen in dem geheimen Vorgehen einen Mangel an Transparenz und fordern institutionelle Reformen.

Quelle: AFP, Meldung vom 31.07.2026, 13:21 Uhr.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

Mehr Fußball-News:

👉 Fußball heute: Alle Spiele im Überblick
👉 Alle Fußball-News im Überblick