UEFA erhöht den Druck: Jetzt gerät FIFA-Präsident Infantino unter Druck

Die UEFA verschärft im Machtkampf mit Gianni Infantino den Kurs. Vor wichtigen Sitzungen im September und Oktober soll der Druck auf den FIFA-Präsidenten weiter wachsen, dessen Wiederwahlpläne zunehmend auf Widerstand stoßen.

MIAMI GARDENS, USA - 11. Juli 2026: FIFA-Präsident Gianni Infantino und Norwegens Kronprinz Haakon verfolgen das Viertelfinale der WM 2026 zwischen Norwegen und England im Miami Stadium in Miami Gardens, Florida. (Foto: Justin Setterfield/Getty Images)
MIAMI GARDENS, USA – 11. Juli 2026: FIFA-Präsident Gianni Infantino und Norwegens Kronprinz Haakon verfolgen das Viertelfinale der WM 2026 zwischen Norwegen und England im Miami Stadium in Miami Gardens, Florida. (Foto: Justin Setterfield/Getty Images)

DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte im Gespräch mit Sport Bild an, dass die europäischen Verbände in den kommenden Wochen konkrete Schritte vorbereiten wollen. „Die FIFA muss grundlegend und umfassend reformiert werden“, bekräftigte Neuendorf.

UEFA plant weitere Schritte im September und Oktober

Als zentrale Termine gelten der 15. September in Thessaloniki sowie der 8. und 9. Oktober in Berlin. In Griechenland kommen sowohl das UEFA-Exekutivkomitee als auch der FIFA-Rat zusammen. In der deutschen Hauptstadt beraten anschließend die Präsidenten und Generalsekretäre aller 55 UEFA-Mitgliedsverbände.

Bei diesen Treffen sollen nach Neuendorfs Angaben „weitere Wegmarken gesetzt“ werden. Die UEFA treibt damit ihre Forderung nach einem umfassenden Strukturwandel beim Weltverband voran und will Infantino noch vor der anstehenden Wahl zum Rückzug bewegen.

Infantino strebt trotz Kritik weitere Amtszeit an

Der Schweizer will sich im kommenden März erneut zum FIFA-Präsidenten wählen lassen. Seine Ambitionen bestehen ungeachtet des gescheiterten Investorendeals rund um die Weltmeisterschaft und der deutlichen Kritik aus Teilen der internationalen Fußballwelt fort.

Neben weiteren Gegnern fordert besonders die UEFA einen Rückzug Infantinos. Der europäische Kontinentalverband bereitet zudem eine Strafanzeige gegen den FIFA-Chef in der Schweiz vor.

Montagliani als möglicher Herausforderer

Sollte Infantino an seiner Kandidatur festhalten, dürfte die UEFA mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Gegenkandidaten präsentieren. Als möglicher Herausforderer gilt Victor Montagliani. Der Kanadier führt die CONCACAF, den Verband für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik.

Die Nominierungsfrist für die FIFA-Präsidentschaft endet am 18. November.