AFC lehnt ab: Infantinos Investorenplan vor dem Aus

Die asiatische Fußball-Konföderation schliesst sich dem Widerstand der UEFA und CONCACAF gegen Gianni Infantinos Investorenplan an. Mit dieser Entscheidung verliert der FIFA-Präsident massive Unterstützung im weltweiten Verband. Die drei Konföderationen vertreten zusammen 136 von 211 stimmberechtigten Mitgliedsverbänden.

Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)
Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)

Stand: 31. Juli 2026, 11:02 Uhr

Breite Front gegen Infantinos Vorhaben

Die AFC teilte am Freitag mit, dass sie die UEFA und CONCACAF in ihrem Widerstand unterstützt. Der Verband äusserte tiefe Besorgnis über das Vorhaben der FIFA sowie über die zugehörigen Entscheidungsprozesse. Laut AFC bestehe kein ausreichender Konsens und keine nötige Einigkeit für eine erfolgreiche Umsetzung des Plans.

Die fehlende Zustimmung aus Asien bedeutet einen massiven Rückschlag für Infantino. Zuvor hatte bereits die UEFA einen Boykott aller FIFA-Turniere angedroht, falls das Investorenvorhaben weiterverfolgt wird. Auch die CONCACAF lehnte den Plan ab.

FIFA weist Kritik zurück

Der Weltverband verteidigte sich am Freitag gegen die Vorwürfe. Die FIFA betonte, dass ein offener und demokratischer Konsultationsprozess stattfinde. Der Verband machte fehlerhaft Medienberichterstattung für die Spannungen verantwortlich und dementierte, dass Fußball „verkauft“ werde.

Medienberichten zufolge hatte Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt. Die Verbände werden laut Meldungen mit erheblichen Summen und der Aussicht auf eine erweiterte Weltmeisterschaft gelockt. Eine einfache Mehrheit soll für die Umsetzung ausreichen.

AFC fordert institutionelle Reformen

Die asiatische Konföderation sieht in den Vorgängen rund um den Investorenplan grundlegende Schwächen in den Konsultations- und Entscheidungsprozessen der FIFA. Diese Maengel müssten behoben werden, heisst es in einer AFC-Stellungnahme.

Die AFC ist der Auffassung, dass dieser Moment zum Katalysator für eine Stärkung institutioneller Reformen werden muss. Sie äusserte auch Besorgnis darüber, dass ein Boykott der Weltmeisterschaft öffentlich diskutiert werden muss.

Häufige Fragen zu dieser Meldung

Was ist Infantinos Investorenplan?

FIFA-Präsident Gianni Infantino möchte Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Mitgliedsverbände sollen mit hohen Summen und der Aussicht auf eine erweiterte WM zum Zustimmen bewogen werden.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

Warum ist die Ablehnung der AFC so bedeutsam?

Die asiatische Konföderation vertritt 136 von insgesamt 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbänden. Zusammen mit UEFA und CONCACAF kann die AFC den Plan praktisch blockieren.

Quelle: AFP, Meldung vom 31.07.2026, 10:54 Uhr.

Mehr Fußball-News:

👉 Fußball heute: Alle Spiele im Überblick
👉 Alle Fußball-News im Überblick