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Als erster Repräsentant des FC Bayern hat sich Herbert Hainer zur bevorstehenden Verpflichtung von Jürgen Klopp als künftigem Bundestrainer geäußert. Der Vereinspräsident zeigte sich von der Personalie restlos überzeugt und sparte nicht mit Lob für den designierten Nationalcoach.

Hainer setzt auf Aufbruchstimmung durch Klopp
„Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist“, erklärte Hainer am Mittwoch in München. Nach Ansicht des Bayern-Bosses verfüge das DFB-Team über genügend individuelle Klasse, es fehle jedoch an Struktur und Schwung, die Klopp nun liefern solle.
Besonders hob Hainer die Fähigkeit des Fußballlehrers hervor, Menschen auf allen Ebenen zu begeistern. Klopp sei „ein Menschenfänger auf allen Ebenen: Spieler, Betreuer, Fans. Er kann das“, so Hainer weiter. Er führte aus: „Er kann Menschen für sich gewinnen. Er kann Menschen für seine Ideen gewinnen. Er kann sie und die Mannschaft so begeistern, dass sie mit mehr als 100 Prozent auf den Platz geht.“ Damit sei der ehemalige Liverpool-Trainer für das prestigeträchtige Amt „eine gute Lösung“.
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Drei WM-Enttäuschungen als Ausgangslage
Hainer verwies auf die zuletzt triste Bilanz der deutschen Auswahl bei Weltmeisterschaften. Nach drei gescheiterten WM-Anläufen in Folge habe sich seiner Wahrnehmung nach eine Art „Mehltau“ über das Nationalteam gelegt. Genau hier soll Klopp mit seiner Aufbruchsmentalität ansetzen. „Und wenn er eins kann, der Jürgen Klopp, dann ist es, eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen – das hat er bei allen seinen Klubs bewiesen“, betonte Hainer und zählte die Stationen des Übungsleiters auf, von Mainz über Dortmund bis Liverpool. Überall habe Klopp nachhaltigen Erfolg gehabt und dabei stets Fans, Spieler und den gesamten Klub mitgerissen. „Das tut auch dem DFB gut“, ist sich Hainer sicher.
Als Fan hofft Hainer auf neue Höhenflüge
Auch abseits seiner Funktionärsrolle ließ Hainer seine Emotionen als Anhänger des deutschen Fußballs durchblicken. Es tue ihm „in der Seele leid, wenn Deutschland im Sechzehntelfinale oder wie bei den beiden Weltmeisterschaften vorher in der Gruppenphase ausscheidet“. Er erinnerte daran, dass der DFB der mitgliederstärkste Fußballverband der Welt sei, mehrfach den WM-Titel geholt und in der Vergangenheit großartige Spiele geliefert habe. Genau solche Erlebnisse wünsche er sich als Fan wieder zurück, mit Klopp an der Seitenlinie.