Die neue Folge unseres WM 2026 Podcasts: Spaniens Finaleinzug gegen Frankreich und das Ende der Ära Deschamps.
Spaniens Uhrwerk: Ballbesitz als beste Verteidigung
Die reinen Daten zeigen nur die Oberfläche: Mikel Oyarzabal verwandelt in der 22. Minute einen Elfmeter, nachdem Lamine Yamal gefoult wurde, Pedro Porro erhöht in der 58. Minute zum Endstand. Doch im Podcast erklären wir, warum dieser Sieg wie ein routiniertes Uhrwerk wirkte: Spanien behielt den Ball fast magnetisch am Fuß und nutzte den Ballbesitz als effektivste Form der Verteidigung. Es war das sechste Zu-null-Spiel im siebten Turnierspiel, Oyarzabal stellte mit seinem fünften Turniertor den spanischen WM-Rekord von David Villa ein, und die Serie des Europameisters steht nun bei 38 ungeschlagenen Pflichtspielen.
Frankreichs Harmlosigkeit und das Ende der Ära Deschamps
Auf der Gegenseite war die Offensive um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise völlig abgemeldet: Ein xG-Wert von 0,31 ist für dieses Personal erschreckend wenig. Die frühe Verletzung von William Saliba nach einer halben Stunde brach Frankreichs Rhythmus zusätzlich, zum ersten Mal seit 1986 kassierte die Équipe Tricolore in einem WM-Halbfinale zwei Gegentore. Und es bedeutet das Ende einer Ära: Didier Deschamps geht nach 14 Jahren ohne den erhofften dritten Stern, im Podcast sprechen wir über den leisen Abgang und die Übergabe an Zinédine Zidane.
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Heute Abend: Wer folgt Spanien ins Finale?
Das Finale steigt am Sonntag im MetLife Stadium in New York, es fehlt nur noch der Gegner. Den suchen heute Abend um 21 Uhr MESZ in Atlanta England und Titelverteidiger Argentinien, live in der ARD und bei MagentaTV. Alle Infos zur Übertragung: Wer überträgt heute England gegen Argentinien? Im Podcast diskutieren wir, warum der Schwergewichtskampf der beiden Physis-Teams stilistisch das komplette Kontrastprogramm zum leichtfüßigen Matador Spanien ist. Unseren Tipp gibt es hier: Wer gewinnt England gegen Argentinien?
Das sind die Themen der Folge im Überblick:
Spanien schlägt Frankreich im ersten WM-Halbfinale in Dallas mit 2:0
Die Tore: Oyarzabal per Elfmeter (22.) nach Foul an Yamal, Porro erhöht (58.)
Ballbesitz als beste Verteidigung: Spaniens routiniertes Uhrwerk
Sechstes Zu-null-Spiel im siebten Turnierspiel, Oyarzabal stellt David Villas Rekord ein
Frankreichs Harmlosigkeit: xG-Wert von 0,31 trotz Mbappé, Dembélé und Olise
Salibas Verletzung nach einer halben Stunde als struktureller Schock
Historische Zäsur: erstmals seit 1986 zwei Gegentore in einem WM-Halbfinale
Ende einer Ära: Deschamps geht nach 14 Jahren, Zidane übernimmt
Das Finale steigt am Sonntag im MetLife Stadium in New York
Heute Abend: England gegen Argentinien (21 Uhr MESZ, ARD und MagentaTV)
Spaniens Serie: 38 Pflichtspiele ungeschlagen als Ansage an den Finalgegner
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[00:00:00] Sprecher 1: Willkommen zur neuesten Folge des Podcasts „Der 5. Stern“, täglich Nationalelf- und WM-2026-News. Wir werfen heute einen Blick auf das erste WM-Halbfinale von gestern Abend. Da gab es eine echte Lektion in Sachen Spielkontrolle. Spanien schlug in Dallas die französische Auswahl souverän mit 2:0. Und heute Abend entscheidet sich dann, wer den Spaniern ins Finale folgt.
[00:00:22] Sprecher 2: Die Spanier haben da ein echtes Meisterstück abgeliefert. Die reinen Daten zeigen da eigentlich nur die Oberfläche: der verwandelte Elfmeter durch Mikel Oyarzabal in der 22. Minute, nachdem Lamine Yamal gefoult wurde. Und dann der Treffer von Pedro Porro zum 2:0, das war in der 58. Minute.
[00:00:40] Sprecher 1: Wobei, wenn man das Spiel gesehen hat, wirkte das gar nicht wie ein hitziger Schlagabtausch.
[00:00:44] Sprecher 2: Überhaupt nicht. Das war eine unglaublich dominante Vorstellung, eher wie so ein routiniertes Uhrwerk. Spanien hat den Ball fast schon magnetisch am Fuß behalten.
[00:00:54] Sprecher 1: Man fragt sich unweigerlich, ob genau diese Ruhe am Ball den Franzosen mental völlig den Stecker gezogen hat.
[00:01:00] Sprecher 2: Der Ballbesitz ist bei diesem Team eben kein Selbstzweck mehr, sondern schlichtweg die effektivste Form der Verteidigung. Wer permanent hinter dem Ball herlaufen muss, verliert Kraft und vor allem Konzentration.
[00:01:11] Sprecher 1: Was sich dann logischerweise auch in den Zahlen niederschlägt.
[00:01:14] Sprecher 2: Richtig, das war jetzt das sechste Zu-null-Spiel im siebten Turnierspiel. Oyarzabal hat zudem mit seinem fünften Turniertor den historischen spanischen Rekord von David Villa eingestellt. Eine beeindruckende Konstanz. Die Mannschaft ist nun seit sagenhaften 38 Länderspielen ungeschlagen.
[00:01:31] Sprecher 1: Blicken wir aber mal auf die Gegenseite. Von Spaniens Kontrolle kommen wir direkt zur französischen Harmlosigkeit, denn wer den Ball nicht hat, kann keine Tore schießen. Die Équipe Tricolore war mit Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise auf dem Platz. Eine Offensive, die auf dem Papier eigentlich jede Abwehr vor enorme Probleme stellen müsste.
[00:01:52] Sprecher 2: Die waren gestern völlig abgemeldet. Die Franzosen brachten am Ende einen mageren xG-Wert, also die erwartbaren Tore, von 0,31 zustande. Das ist für dieses Personal erschreckend wenig.
[00:02:04] Sprecher 1: Wobei die frühe Verletzung von William Saliba das Ganze noch dunkler gemacht hat.
[00:02:08] Sprecher 2: Das war ein echter struktureller Schock. Die Verletzung nach einer halben Stunde hat Frankreichs Rhythmus völlig gebrochen. Wenn dein wichtigster Stabilisator hinten wegbricht, fehlt das Fundament für ein geordnetes Umschaltspiel. Die Bälle nach vorne kamen danach oft nur noch hastig und unpräzise.
[00:02:24] Sprecher 1: Exakt. Das führte zu einer historischen Zäsur für die Franzosen. Zum ersten Mal seit 1986 kassierten sie in einem WM-Halbfinale zwei Gegentore. Und das bedeutet gleichzeitig das Ende einer Ära: Didier Deschamps übergibt sein Amt nach 14 Jahren an Zinédine Zidane.
[00:02:42] Sprecher 2: Ein leiser Abgang für einen großen Trainer. Er geht ohne den erhofften dritten Stern. Zidane übernimmt jetzt eine Mannschaft, die sich taktisch neu erfinden muss.
[00:02:53] Sprecher 1: Während Frankreich also in diese Neufindungsphase geht, steht Spanien als erster Finalist fest. Gespielt wird am kommenden Sonntag im MetLife Stadium in New York. Es fehlt nur noch der Gegner.
[00:03:05] Sprecher 2: Den suchen wir heute Abend. England trifft um 21 Uhr in Atlanta auf den Titelverteidiger Argentinien. Das Ganze wird in der ARD und bei MagentaTV übertragen.
[00:03:16] Sprecher 1: Ein Duell, das stilistisch kaum spannender sein könnte. Beide Teams bringen eine immense Physis mit auf den Platz. Das wird quasi ein klassischer Schwergewichtskampf.
[00:03:26] Sprecher 2: Der Sieger muss dann am Sonntag versuchen, diesen leichtfüßigen Matador zu stoppen. Da reicht reine körperliche Präsenz eben nicht aus. Man muss eine Antwort auf diese permanente Ballzirkulation finden.
[00:03:39] Sprecher 1: Spaniens Lauf von 38 ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie ist eine historische Ansage an jeden kommenden Finalgegner. Ein starkes Signal an die Fußballwelt.
[00:03:50] Sprecher 2: Das wirft den Gedanken auf, ob der moderne Fußball, der zuletzt stark vom schnellen Umschaltspiel geprägt war, durch dieses spanische Team gerade wieder dauerhaft in Richtung totaler Ballbesitzdominanz gezwungen wird. Ein faszinierender Aspekt für das kommende Finale.
[00:04:05] Sprecher 1: Wir bedanken uns herzlich bei euch fürs Zuhören. Morgen früh sind wir wieder zur Stelle, um auf das zweite Halbfinale zurückzublicken. Bis zur morgigen Ausgabe.