Frankreich – Spanien Ergebnis 0:2: Spanien zerstört den WM-Traum der Bleus und steht im Finale 2026

Adieu, Les Bleus: Spanien hat den großen Turnierfavoriten Frankreich im ersten WM-Halbfinale 2026 mit 2:0 (1:0) niedergerungen und steht im Endspiel. Vor 70.176 Zuschauern im Dallas Stadium von Arlington trafen Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter (22.) und Pedro Porro (58.) für den Europameister, der am Sonntag in New York gegen Argentinien oder England zum zweiten Mal nach 2010 Weltmeister werden kann. Ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag zerschellte der Traum vom dritten Endspiel in Serie an der besten Abwehr des Turniers.

Frankreichs Kylian Mbappé und Spaniens Lamine Yamal kämpfen im WM-Halbfinale um den Ball, gespielt im Dallas Stadium in Arlington, Texas, am 14. Juli 2026. (Lars Baron / Getty Images)
Frankreichs Kylian Mbappé und Spaniens Lamine Yamal kämpfen im WM-Halbfinale um den Ball, gespielt im Dallas Stadium in Arlington, Texas, am 14. Juli 2026. (Lars Baron / Getty Images)
Weltmeisterschaften
14.7.2026
- 21:00
Frankreich
0 2
Spanien

🇫🇷⚔️🇪🇸 Liveticker Frankreich gegen Spanien

Für Nationaltrainer Didier Deschamps war es eine der bittersten Niederlagen seiner Amtszeit. Nach 14 Jahren wird der Rekordmann die Équipe Tricolore ohne den erhofften Titel an seinen Nachfolger Zinédine Zidane übergeben. Wie schon im EM-Halbfinale vor zwei Jahren, das Frankreich mit 1:2 verlor, fand das hoch gehandelte Offensivtrio um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise gegen Spaniens Defensivbeton keine Lösung.

Frankreich gegen Spanien 0:2: Der Spielverlauf im WM-Halbfinale

Deschamps überraschte schon vor dem Anpfiff: Aurélien Tchouaméni kehrte nach zwei Spielen auf der Bank für Manu Koné in die Startelf zurück, um gemeinsam mit Adrien Rabiot das starke spanische Mittelfeld zu bändigen. Bradley Barcola bekam auf dem linken Flügel den Vorzug vor Désiré Doué. Spanien ließ sich von den Psychospielchen jedoch nicht beeindrucken. „Wenn jemand Angst haben sollte, dann sie“, hatte Yamal getönt, und die Iberer ließen den forschen Worten Taten folgen.

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Einen Freistoß von der Strafraumgrenze jagte Alex Baena zunächst in die Mauer (11.), doch kurz darauf wurde es teuer für Frankreich: Lucas Digne traf einen Kopfball nicht sauber, übersah beim Klärungsversuch Lamine Yamal und trat ihn am Oberschenkel. Schiedsrichter Iván Barton zeigte trotz Protesten auf den Punkt, Mikel Oyarzabal verwandelte gegen Mike Maignan hart und rechts halbhoch zu seinem bereits fünften Turniertreffer. Erstmals bei diesem Turnier lag Frankreich zurück.

Frankreich
S S S S S
0 : 2
Endergebnis
Spanien
S S S S S
Mikel Oyarzabal
22'
Pedro Porro
58'
16
Mike Maignan
3
Lucas Digne
17
William Saliba
4
Dayot Upamecano
5
Jules Koundé
14
Adrien Rabiot
8
Aurélien Tchouaméni
12
Bradley Barcola
11
Michael Olise
7
Ousmane Dembélé
10
Kylian Mbappé
23
Unai Simón
24
Marc Cucurella
14
Aymeric Laporte
22
Pau Cubarsí
12
Pedro Porro
16
Rodri
8
Fabián Ruiz
10
Dani Olmo
15
Álex Baena
21
Mikel Oyarzabal
19
Lamine Yamal
field field
Tore
22'
Elfmetertor
58'
Tor

Es kam noch dicker: Innenverteidiger William Saliba verletzte sich nach rund einer halben Stunde ohne Gegnereinwirkung und musste für Maxence Lacroix weichen. Kurz vor der Pause rettete Dayot Upamecano in höchster Not gegen Fabián Ruiz (38.), nachdem sich Spanien über eine Hacke von Dani Olmo und Yamal durch die Abwehr kombiniert hatte.

Lamine Yamal reagiert nach einem aberkannten Tor im WM-Halbfinale
Spaniens Lamine Yamal reagiert im WM-Halbfinale gegen Frankreich, nachdem sein Treffer wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde, gespielt im Dallas Stadium in Arlington, Texas, am 14. Juli 2026. (Kevin C. Cox / Getty Images)

Oyarzabal und Porro: Spaniens eiskalte Effizienz

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: Frankreich mühte sich, fand aber keine Lücken. Spanien dagegen schlug ein zweites Mal eiskalt zu. In der 58. Minute leitete Pedro Porro die Entscheidung selbst ein, spielte einen scharfen Pass auf Dani Olmo und vollendete nach dessen Zuspiel zum 2:0. Es war bereits Porros zweiter Turniertreffer. Ein vermeintlicher Treffer der Spanier zählte wegen Abseits nicht. Eine nennenswerte eigene Torchance brachte Frankreich bis zur Pause nicht zustande.

Pedro Porro bejubelt das 2:0 fuer Spanien gegen Frankreich
Spaniens Pedro Porro bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:0 im WM-Halbfinale gegen Frankreich im Dallas Stadium in Arlington, Texas, am 14. Juli 2026. (Carl Recine / Getty Images)

Die Zahlen erzählten die Geschichte des Abends: Mit erwartbaren Toren (xGoals) von 1,63 zu 0,30 war Spanien klar überlegen, ohne übermäßig spektakulär zu sein. La Roja, seit 37 Länderspielen ungeschlagen und mit der besten Defensive des Turniers, stellte die Räume klug zu und nervte die Franzosen mit unermüdlichem Pressing. Als sich in der Schlussphase doch einmal eine Lücke auftat, war Keeper Unai Simón zur Stelle.

1. Halbzeit
45' 15' 30'
 
2. Halbzeit
90' 60' 75'
Begegnungsstatistiken
Frankreich
Spanien
Am Tor vorbei 5 Blocked 2
Aufs Tor 3
Aufs Tor 2
Am Tor vorbei 8 Blocked 3
2 Gelbe Karten 1
7 Ecken 1
11 Fouls 12
4 Abseits 5
49 Ballbesitz 51
10 Torschüsse 10
3 Schüsse aufs Tor 2
0 Tore 2
5 Schüsse aufs Tor 5
2 Abgewehrte Schüsse 3
4 Schüsse innerhalb des Sechzehners 5
6 Schüsse außerhalb des Sechzehners 5
0 Torhüter Paraden 3
472 Pässe insgesamt 500
395 Pässe erfolgreich 428

Frankreichs bittere Nacht am Nationalfeiertag

Für Frankreich, das zuvor alle sechs WM-Spiele gewonnen hatte, war es im insgesamt achten WM-Halbfinale ein Abend zum Vergessen. Die hochgelobte Offensive um Kylian Mbappé, Dembélé und Olise blieb über weite Strecken wirkungslos, Adrien Rabiots Auftritt geriet zum schnellen Vergessen. In der Schlussoffensive scheiterte Dembélé noch an Simón, mehr sprang nicht heraus.

Michael Olise und Kylian Mbappe enttaeuscht nach dem 0:2 gegen Spanien
Frankreichs Michael Olise und Kylian Mbappé zeigen sich nach dem 0:2 gegen Spanien im WM-Halbfinale im Dallas Stadium in Arlington, Texas, am 14. Juli 2026. (Lars Baron / Getty Images)

So endet für Deschamps nach 14 Jahren eine Ära ohne weiteren Titel. Immerhin hatte er mit seinem 26. WM-Spiel am Dienstag den legendären Helmut Schön überholt und ist nun alleiniger Rekordtrainer bei Weltmeisterschaften. Vor der Partie hatte er die Favoritenrolle noch galant den Spaniern zugeschoben, um sein Gegenüber „nicht unter Druck zu setzen“. Aus dem geplanten dritten Endspiel in Folge und dem Griff nach dem dritten Stern wurde dennoch nichts.

Spanien im WM-Finale 2026: Gegner Argentinien oder England

Spanien greift damit am Sonntag in New York nach dem zweiten WM-Titel der Geschichte. Der Finalgegner wird im zweiten Halbfinale zwischen England und Argentinien am Mittwoch ermittelt. Für Lamine Yamal winkt ein besonderer Eintrag in die Geschichtsbücher: Mit dann 19 Jahren und sechs Tagen könnte er sich zum jüngsten Spieler krönen, der Europa- und Weltmeistertitel vereint. Alle weiteren Partien und Termine der Endrunde findest du im WM-2026-Spielplan.