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Adieu, Les Bleus: Spanien hat den großen Turnierfavoriten Frankreich im ersten WM-Halbfinale 2026 mit 2:0 (1:0) niedergerungen und steht im Endspiel. Vor 70.176 Zuschauern im Dallas Stadium von Arlington trafen Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter (22.) und Pedro Porro (58.) für den Europameister, der am Sonntag in New York gegen Argentinien oder England zum zweiten Mal nach 2010 Weltmeister werden kann. Ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag zerschellte der Traum vom dritten Endspiel in Serie an der besten Abwehr des Turniers.

🇫🇷⚔️🇪🇸 Liveticker Frankreich gegen Spanien
Für Nationaltrainer Didier Deschamps war es eine der bittersten Niederlagen seiner Amtszeit. Nach 14 Jahren wird der Rekordmann die Équipe Tricolore ohne den erhofften Titel an seinen Nachfolger Zinédine Zidane übergeben. Wie schon im EM-Halbfinale vor zwei Jahren, das Frankreich mit 1:2 verlor, fand das hoch gehandelte Offensivtrio um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise gegen Spaniens Defensivbeton keine Lösung.
Frankreich gegen Spanien 0:2: Der Spielverlauf im WM-Halbfinale
Deschamps überraschte schon vor dem Anpfiff: Aurélien Tchouaméni kehrte nach zwei Spielen auf der Bank für Manu Koné in die Startelf zurück, um gemeinsam mit Adrien Rabiot das starke spanische Mittelfeld zu bändigen. Bradley Barcola bekam auf dem linken Flügel den Vorzug vor Désiré Doué. Spanien ließ sich von den Psychospielchen jedoch nicht beeindrucken. „Wenn jemand Angst haben sollte, dann sie“, hatte Yamal getönt, und die Iberer ließen den forschen Worten Taten folgen.
Einen Freistoß von der Strafraumgrenze jagte Alex Baena zunächst in die Mauer (11.), doch kurz darauf wurde es teuer für Frankreich: Lucas Digne traf einen Kopfball nicht sauber, übersah beim Klärungsversuch Lamine Yamal und trat ihn am Oberschenkel. Schiedsrichter Iván Barton zeigte trotz Protesten auf den Punkt, Mikel Oyarzabal verwandelte gegen Mike Maignan hart und rechts halbhoch zu seinem bereits fünften Turniertreffer. Erstmals bei diesem Turnier lag Frankreich zurück.
Es kam noch dicker: Innenverteidiger William Saliba verletzte sich nach rund einer halben Stunde ohne Gegnereinwirkung und musste für Maxence Lacroix weichen. Kurz vor der Pause rettete Dayot Upamecano in höchster Not gegen Fabián Ruiz (38.), nachdem sich Spanien über eine Hacke von Dani Olmo und Yamal durch die Abwehr kombiniert hatte.

Oyarzabal und Porro: Spaniens eiskalte Effizienz
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: Frankreich mühte sich, fand aber keine Lücken. Spanien dagegen schlug ein zweites Mal eiskalt zu. In der 58. Minute leitete Pedro Porro die Entscheidung selbst ein, spielte einen scharfen Pass auf Dani Olmo und vollendete nach dessen Zuspiel zum 2:0. Es war bereits Porros zweiter Turniertreffer. Ein vermeintlicher Treffer der Spanier zählte wegen Abseits nicht. Eine nennenswerte eigene Torchance brachte Frankreich bis zur Pause nicht zustande.
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Die Zahlen erzählten die Geschichte des Abends: Mit erwartbaren Toren (xGoals) von 1,63 zu 0,30 war Spanien klar überlegen, ohne übermäßig spektakulär zu sein. La Roja, seit 37 Länderspielen ungeschlagen und mit der besten Defensive des Turniers, stellte die Räume klug zu und nervte die Franzosen mit unermüdlichem Pressing. Als sich in der Schlussphase doch einmal eine Lücke auftat, war Keeper Unai Simón zur Stelle.
Frankreichs bittere Nacht am Nationalfeiertag
Für Frankreich, das zuvor alle sechs WM-Spiele gewonnen hatte, war es im insgesamt achten WM-Halbfinale ein Abend zum Vergessen. Die hochgelobte Offensive um Kylian Mbappé, Dembélé und Olise blieb über weite Strecken wirkungslos, Adrien Rabiots Auftritt geriet zum schnellen Vergessen. In der Schlussoffensive scheiterte Dembélé noch an Simón, mehr sprang nicht heraus.

So endet für Deschamps nach 14 Jahren eine Ära ohne weiteren Titel. Immerhin hatte er mit seinem 26. WM-Spiel am Dienstag den legendären Helmut Schön überholt und ist nun alleiniger Rekordtrainer bei Weltmeisterschaften. Vor der Partie hatte er die Favoritenrolle noch galant den Spaniern zugeschoben, um sein Gegenüber „nicht unter Druck zu setzen“. Aus dem geplanten dritten Endspiel in Folge und dem Griff nach dem dritten Stern wurde dennoch nichts.
Spanien im WM-Finale 2026: Gegner Argentinien oder England
Spanien greift damit am Sonntag in New York nach dem zweiten WM-Titel der Geschichte. Der Finalgegner wird im zweiten Halbfinale zwischen England und Argentinien am Mittwoch ermittelt. Für Lamine Yamal winkt ein besonderer Eintrag in die Geschichtsbücher: Mit dann 19 Jahren und sechs Tagen könnte er sich zum jüngsten Spieler krönen, der Europa- und Weltmeistertitel vereint. Alle weiteren Partien und Termine der Endrunde findest du im WM-2026-Spielplan.