Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Pressestimmen aus England: Tuchels Formel und die große Selbstbefragung
- 2 Pressestimmen aus Argentinien: „Es ist ein Fußballspiel“, das blaue Trikot und maximale Alarmstufe
- 3 So sieht es Europa: „Die perfekten Halbfinals“
- 4 Deutsche Pressestimmen: Der Zoff und die Tuchel-Mission
- 5 So sehen es die USA: Messis letztes Kapitel und irre Ticketpreise
Kaum eine WM-Paarung hat so viele ikonische Momente hervorgebracht wie diese: Am Mittwochabend um 21:00 Uhr MESZ (15:00 Uhr Ortszeit) trifft England im Halbfinale der WM 2026 im Atlanta Stadium auf Titelverteidiger Argentinien. Die Nummer 4 der Welt gegen die Nummer 1, das sechste WM-Duell der Erzrivalen und das erste seit 2002. Zu sehen ist die Partie am Mittwoch, dem 15. Juli, live in der ARD und bei MagentaTV.

Die Vorzeichen sind gewaltig: Argentinien kann als erstes Team seit Brasilien 1962 den WM-Titel erfolgreich verteidigen und hat noch nie ein WM-Halbfinale verloren, England jagt 60 Jahre nach dem Triumph von 1966 den zweiten Stern, ausgerechnet mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel. Beide quälten sich in die Runde der letzten Vier: England rang Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung nieder (Bellingham-Doppelpack), Argentinien setzte sich mit 3:1 nach Verlängerung gegen die Schweiz durch. Lionel Messi spielt zum ersten Mal in seiner Karriere gegen England und führt die Torschützenliste mit acht Treffern an, Harry Kane und Jude Bellingham stehen bei je sechs. Der Sieger trifft am 19. Juli im MetLife Stadium von New York auf Frankreich oder Spanien.
Wie blickt die englische Presse auf den Kracher, was schreiben die Zeitungen in Argentinien? Und wie sehen Deutschland, das übrige Europa und die US-Medien das Duell? Wir haben die internationalen Pressestimmen vor dem Halbfinale gesammelt.
Pressestimmen aus England: Tuchels Formel und die große Selbstbefragung
Sports Mole
„Preview: England vs Argentina – prediction, team news, lineups“ (Vorschau: England gegen Argentinien, Prognose, Team-News, Aufstellungen)
Bemerkenswert: Das englische Portal traut dem eigenen Team den Finaleinzug nicht zu und tippt auf ein 1:2. Die Argumente liefern die Argentinier selbst, die seit zwölf WM-Spielen ungeschlagen sind, dabei immer mindestens doppelt trafen und noch nie ein WM-Halbfinale verloren haben. Bei England beleuchtet Sports Mole die Personalsorgen: Quansah fehlt gesperrt, James und Konsa sind angeschlagen, Declan Rice plagt sich seit Wochen mit Problemen am Oberschenkel und unteren Rücken, dürfte aber zusammengeflickt werden. Saka habe sich nach seinem Joker-Auftritt gegen Norwegen für die Startelf empfohlen.
Yahoo Sports
„England coach Thomas Tuchel reveals his formula to beat Argentina at the World Cup“ (Englands Trainer Thomas Tuchel verrät seine Formel, um Argentinien bei der WM zu schlagen)
Tuchels Erfolgsrezept für Atlanta klingt herrlich simpel: Harry und Jude zusammenbringen, den Rest erledigen die beiden. Der Trainer schwärmt von seinem Duo, das die Verantwortung liebe, die Qualität habe und in den entscheidenden Momenten da sei. Kane und Bellingham haben zusammen zwölf der 13 englischen WM-Tore erzielt, beide stehen bei sechs Treffern. Diese beiden Jungs entschieden die Spiele für England, so Tuchel, das sei beeindruckend.
Football365
„Tuchel-Bellingham ‚clash‘ derails England as Argentina make ‚urgent request'“ (Der Tuchel-Bellingham-„Zoff“ bringt England aus der Spur, während Argentinien eine „dringende Bitte“ äußert)
Die Mediawatch-Kolumne nimmt die aufgeheizte Berichterstattung der eigenen Boulevardpresse genüsslich auseinander. Der angebliche Krach zwischen Tuchel und Bellingham sei ein Medienkonstrukt: Der Trainer forderte eine Steigerung, der Spieler lobte den Einsatz, beide hätten recht und widersprächen sich in der Sache nicht einmal. Tuchel selbst entschärfte zuletzt öffentlich: Niemand bestreite die harte Arbeit, aber England könne besser spielen. Auch Argentiniens angeblich brisante „dringende Bitte“ entpuppt sich als Banalität, der Titelverteidiger wollte schlicht im Auswärtstrikot auflaufen.
IBTimes UK
„Will England Finally Beat Argentina? World Cup 2026 Rivalry Preview & Expert Predictions“ (Schlägt England endlich Argentinien? Die Rivalitäts-Vorschau zur WM 2026 mit Experten-Prognosen)
Das Portal blickt auf sechs Jahrzehnte Rivalität von 1966 bis zur „Hand Gottes“ und konstatiert nüchtern: Wenn es um alles ging, hatte meist Argentinien die Oberhand. Kapitän Kane gibt die Marschroute vor: England stehe im Halbfinale, ohne bisher seinen besten Fußball gespielt zu haben. Finde man ihn in dieser Woche, könne genau das den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage im Turnier ausmachen. Die Experten sind gespalten: Ex-Keeper David James sieht England wegen Argentiniens wechselhafter K.o.-Auftritte vorn, Roy Keane bezweifelt, dass die Three Lions noch eine Schippe drauflegen können.
Pressestimmen aus Argentinien: „Es ist ein Fußballspiel“, das blaue Trikot und maximale Alarmstufe
Infobae
„Contundente advertencia de Scaloni sobre la semifinal contra Inglaterra: ‚No busquemos otra cosa'“ (Deutliche Ansage von Scaloni zum Halbfinale gegen England: „Suchen wir nicht nach etwas anderem“)
Trainer Lionel Scaloni bemüht sich nach Kräften, dem historisch aufgeladenen Duell die Brisanz zu nehmen: Es sei ein Fußballspiel gegen eine große Mannschaft, mehr solle man nicht hineinlegen, ob der Gegner England oder Norwegen heiße, sei einerlei. Tuchel nennt er einen Trainer, den er sehr bewundere. Seine Spieler bleiben auf Linie und weichen doch minimal ab: Tagliafico spricht von einem epischen Spiel, das er nicht mit Zutaten überladen wolle, Paredes betont, man wisse sehr wohl, was die Partie für das eigene Land bedeute.
Infobae (Messi-Stimmen)
„Cinco frases de Messi: del elogio a Julián Álvarez a su primera vez frente a Inglaterra“ (Fünf Messi-Sätze: vom Lob für Julián Álvarez bis zu seiner Premiere gegen England)
Der Kapitän selbst liefert die Schlagzeile: Gegen England zu spielen sei besonders, weil es eine Fußball-Großmacht sei, und für ihn persönlich sei es das allererste Mal. Die legendären Duelle kennt der 39-Jährige nur aus Videos, die in Argentinien immer und immer wieder angeschaut würden. Über sein Team sagt Messi: Diese Gruppe kämpfe, bestehe darauf, wolle immer mehr und halte mit den Besten mit. Nach dem Schweiz-Spiel trug er eine Blessur am rechten Auge davon, gab aber Entwarnung.
La Nación
„Argentina-Inglaterra: alerta máxima para el partido de semifinal del Mundial en Atlanta“ (Argentinien gegen England: maximale Alarmstufe für das WM-Halbfinale in Atlanta)
Die Traditionszeitung beleuchtet die Sicherheitslage: Atlantas Polizei und US-Bundesbehörden stufen die Partie als Hochrisikospiel ein, zumal es bei dieser WM keine Fantrennung im Stadion gibt. Argentiniens Programm „Tribuna Segura“ übermittelte den US-Behörden eine Liste mit 35.000 Personen mit Stadionverbot, die britische Football Police Unit hatte schon vor dem Turnier 2.300 Problemfans die Pässe entzogen. Eingeordnet wird die Rivalität mit allem, was dazugehört: Maradonas Jahrhundert-Tor, der Malvinas-Hintergrund und die kollektive Erinnerung zweier Fußballnationen.
El Litoral
„Como en el Mundial de 1986: la Selección volverá a usar la camiseta azul ante Inglaterra“ (Wie bei der WM 1986: Die Nationalelf trägt gegen England wieder das blaue Trikot)
Die FIFA hat bestätigt: Argentinien läuft im Halbfinale im dunkelblauen Ausweichtrikot auf, wie beim legendären 2:1 von 1986 im Azteca-Stadion. Das Blatt erzählt die Geschichte dahinter noch einmal: Damals kaufte AFA-Delegierter Rubén Moschella die improvisierten blauen Trikots kurzerhand in Mexiko-Stadt, Maradona wählte das Modell mit den Worten aus, mit diesem schlage man die Engländer. Der Ausrüster spricht heute von einer Hommage an ein Kapitel des kollektiven Gedächtnisses, die Fans lesen das blaue Trikot schlicht als Glücksbringer.
Ámbito
„El historial de Lionel Messi ante equipos ingleses que invita a soñar“ (Messis Bilanz gegen englische Teams, die zum Träumen einlädt)
Die Wirtschaftszeitung rechnet vor, warum die Premiere des Kapitäns den Argentiniern Mut macht: Gegen englische Klubs kommt Messi in der Champions League auf 27 Tore in 36 Spielen. Lieblingsopfer ist Arsenal mit neun Treffern in sechs Duellen, gegen Manchester United traf er unter anderem in den Champions-League-Endspielen von Rom 2009 und Wembley 2011. Nur Chelsea erwies sich mit drei Toren in zehn Partien als harte Nuss. Bei dieser WM steht Messi bei acht Treffern und führt die Torschützenliste gemeinsam mit Mbappé an.
So sieht es Europa: „Die perfekten Halbfinals“
El Español (Spanien)
„Francia – España e Inglaterra – Argentina: a la FIFA le salen por primera vez las semifinales perfectas de un Mundial“ (Frankreich gegen Spanien und England gegen Argentinien: Der FIFA gelingen erstmals die perfekten Halbfinals einer WM)
Die Madrider Onlinezeitung staunt über ein Novum: Erstmals seit Einführung der FIFA-Weltrangliste stehen die vier besten Teams der Welt gemeinsam im WM-Halbfinale. England gegen Argentinien sei die Fortsetzung einer Geschichte mit vielen Schichten aus Spannung und Erinnerung. Bei den Three Lions brodele es allerdings im Verhältnis zwischen Spielern und Trainer, Stichwort Bellingham und Tuchel. Argentinien attestiert das Blatt die Kaste des Champions, einen in den entscheidenden Momenten extrem effizienten Block, dem offensiv aber die Kreativität fehle.
ANSA (Italien)
„Inghilterra-Argentina, una semifinale da storia dei Mondiali“ (England gegen Argentinien, ein Halbfinale für die WM-Geschichtsbücher)
Die italienische Nachrichtenagentur blättert die sechs bisherigen WM-Duelle von 1962 bis 2002 auf und erinnert daran, dass Maradonas legendärer Doppelschlag von 1986 der letzte Argentinien-Sieg gegen England in der regulären Spielzeit war. Die aktuelle Serie der Albiceleste mit sechs Siegen aus sechs Spielen sei die längste WM-Siegesserie der Landesgeschichte. Messi kommt laut ANSA als erst zweiter Spieler nach Mbappé in mehreren WM-Ausgaben auf mindestens zehn Torbeteiligungen. Und für Tuchel geht es um einen Platz in den Geschichtsbüchern: Er könnte der vierte Trainer werden, der eine fremde Nation in ein WM-Finale führt.
Sky Sport Italia (Italien)
„Inghilterra-Argentina, le probabili formazioni della semifinale dei Mondiali“ (England gegen Argentinien, die voraussichtlichen Aufstellungen des WM-Halbfinals)
Die Italiener bringen die Ausgangslage auf eine griffige Formel: England sucht das erste WM-Finale seit 1966, während der amtierende Weltmeister noch nie ein WM-Halbfinale verloren hat. Bei den erwarteten Aufstellungen setzt Sky auf die eingespielten Blöcke beider Teams, vorne bei England das Trio Saka, Bellingham und Gordon hinter Kane, bei Argentinien das Duo Messi und Álvarez.
Eurosport Frankreich
«Angleterre – Argentine : Pronostics, conseils et cotes» (England gegen Argentinien: Prognosen, Tipps und Quoten)
Die französische Eurosport-Redaktion tippt auf einen 1:0-Sieg Englands und empfiehlt die Wette auf weniger als 2,5 Tore. Als Kernargument dient die Effizienz der Engländer: Kane und Bellingham haben 12 der 13 englischen WM-Tore erzielt. Bei Argentinien macht das Portal ein Fitness-Fragezeichen aus, 330 K.o.-Minuten und zwei Verlängerungen in drei Spielen stecken den Beinen des Titelverteidigers. Zitiert wird auch Experte Barney Corkhill: Keines der beiden Teams habe bislang vollends überzeugt, aber beide fänden am Ende immer einen Weg zum Sieg.
Deutsche Pressestimmen: Der Zoff und die Tuchel-Mission
Sportschau
„WM 2026: Bellingham über Tuchel-Kritik – ‚Was auch immer'“
Die ARD-Sportschau rückt den Knatsch im englischen Lager in den Mittelpunkt: Jude Bellingham reagiert sichtlich genervt auf die öffentliche Kritik seines Trainers und kanzelt sie mit einem trotzigen „Was auch immer“ ab. Tuchel hatte Englands Auftritt im Viertelfinale gegen Norwegen als schlampig und nicht schnell genug bezeichnet, ausgerechnet nach einem Spiel, das Bellingham mit seinem Doppelpack fast im Alleingang gedreht hatte. Der Zoff überlagert die Vorbereitung auf das Halbfinale, das die ARD am Mittwoch ab 21 Uhr live überträgt.
t-online
„England-Star Jude Bellingham kontert Kritik von Thomas Tuchel“
Das Portal dokumentiert den Schlagabtausch im Wortlaut. Tuchel nach dem Norwegen-Spiel: England habe sich das Leben selbst sehr, sehr schwer gemacht und Glück gehabt. Bellinghams Retourkutsche hat es in sich: Vielleicht wisse der Trainer nicht, wie es sei, unter diesen Bedingungen gegen Erling Haaland, Ödegaard, Nusa oder Sörloth zu spielen. Das Viertelfinale fand bei 31 Grad in Miami statt. Kapitän Harry Kane, so berichtet t-online, vermittelt inzwischen zwischen Trainer und Superstar, während in Atlanta bereits das FBI am Sicherheitskonzept für das Halbfinale mitarbeitet.
ZDFheute
„WM 2026: Wer zieht ins Finale ein? Die Halbfinal-Prognose“
Das ZDF sieht zwei Teams, die mit Herz und Leidenschaft, aber ohne Glanz ins Halbfinale gekommen sind. Argentinien lebe vom offensiven Potenzial um Messi, Álvarez und Martínez, zeige aber Schwächen in der defensiven Abstimmung. England sei spielerisch und körperlich überlegen, und Tuchel könne die Reibereien mit Bellingham sogar nutzen, um zusätzliche Energie freizusetzen. Die Prognose der Mainzer Redaktion: England gewinnt ein brutal intensives Spiel, möglicherweise erst nach Verlängerung, und zieht ins Finale ein.
So sehen es die USA: Messis letztes Kapitel und irre Ticketpreise
FOX Sports
„England vs. Argentina Confirmed For Semifinals: Here’s What To Know“ (England gegen Argentinien fürs Halbfinale bestätigt: Das muss man wissen)
Der US-Rechtehalter rahmt das Duell als historische WM-Rivalität und als womöglich letztes Kapitel von Lionel Messi, dessen allerletztes WM-Spiel dieses Halbfinale oder das Finale sein wird. England habe sich vor allem mit mentaler Härte in die Runde der letzten Vier gekämpft, unter einem Trainer, der kompromisslos mehr verlange. Dazu liefert FOX die Pointe der Woche: Bellingham ist der erste Spieler seit Diego Maradona 1986, der bei einer WM in zwei K.o.-Spielen nacheinander doppelt trifft, ausgerechnet vor dem Duell mit Argentinien.
ESPN
„England vs. Argentina at World Cup 2026: TV channel, kick-off time, referee, line-ups“ (England gegen Argentinien bei der WM 2026: TV-Sender, Anstoßzeit, Schiedsrichter, Aufstellungen)
ESPN arbeitet Englands Abhängigkeitsproblem heraus: 12 der 13 Turniertore stammen von Kane oder Bellingham, die große Frage sei, ob die Nebendarsteller im entscheidenden Moment liefern können. England stehe erst zum zweiten Mal seit dem Heimtitel 1966 in einem WM-Halbfinale und habe sich mehrfach dramatisch retten müssen. Bei Argentinien verweist der Sender auf zwei Verlängerungen auf dem Weg nach Atlanta. Als Schiedsrichter bestätigt ESPN den US-Amerikaner Ismail Elfath.
New York Post (via Yahoo Sports)
„What do Argentina vs. England tickets cost to see Messi in World Cup semifinal?“ (Was kosten Tickets für Argentinien gegen England, um Messi im WM-Halbfinale zu sehen?)
Die Zeitung dokumentiert den Ticket-Wahnsinn von Atlanta: Die billigsten Plätze starten auf dem Zweitmarkt bei 2.931 Dollar, im Unterrang werden mindestens 3.449 Dollar fällig. Als Begründung nennt das Blatt die aufgeladene Rivalität, die weit über Fußball hinausgeht, vom Falkland-Konflikt bis zu den legendären WM-Duellen. Und natürlich Messi: Verliert Argentinien, wäre es mit 39 Jahren wohl sein letztes WM-Spiel überhaupt. Argentiniens Stürmer José López bringt es im Blatt auf den Punkt: In diesem Spiel stecke viel Geschichte und viel Schmerz, beide Teams würden ihr Leben auf dem Platz lassen.
CBS Sports
„Argentina vs. England prediction, odds, line, time: 2026 World Cup semifinal picks“ (Argentinien gegen England, Vorhersage, Quoten, Linie, Anstoßzeit: Die Halbfinal-Tipps zur WM 2026)
Die Buchmacher sehen England knapp vorn, und CBS-Wettexperte Martin Green, bei dieser WM mit einem Lauf von 19 richtigen Tipps bei 7 Fehlschlägen, erwartet ein Spiel mit mehr als 2,5 Toren. Seine Begründung ist eine Spitze gegen beide Abwehrreihen: Beide Teams täten sich schwer mit dem Verteidigen, Cristian Romero sei fehleranfällig, Lisandro Martínez schwach in der Luft, das Duo werde Kane und Bellingham kaum halten können. England kommt in den letzten drei Spielen auf 3,7 Tore im Schnitt, warnend erwähnt CBS nur die wackligen Auftritte von Keeper Pickford.
Der Tenor vor dem Anpfiff: Die Buchmacher und der Opta-Supercomputer sehen England knapp vorn, doch die Fakten der Argentinier sind furchteinflößend: seit zwölf WM-Spielen ungeschlagen, noch nie ein WM-Halbfinale verloren, dazu das blaue Glückstrikot von 1986. Englands Presse arbeitet sich derweil am Tuchel-Bellingham-Zoff ab, den Football365 trocken als Medienkonstrukt einordnet, während der Trainer seine simple Formel ausgibt: Harry und Jude machen das schon. Über allem schwebt Messi, der mit 39 zum ersten Mal gegen England spielt und womöglich sein letztes WM-Kapitel schreibt. Alle Infos zur Runde gibt es in unserer Übersicht zum WM 2026 Halbfinale, unseren eigenen Tipp im Prognose-Artikel zu England gegen Argentinien.
Wer den Klassiker live sehen will: Das Halbfinale England gegen Argentinien läuft am Mittwochabend ab 21:00 Uhr MESZ in der ARD und in UHD-Qualität bei MagentaTV.