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Xabi Alonso traut Spanien bei der WM den ganz großen Wurf zu. Der ehemalige Weltmeister sieht die Furia Roja vor dem Halbfinale gegen Frankreich als Favoriten und schwärmt von der Art, wie Luis de la Fuentes Mannschaft auftritt. Gleichzeitig nimmt Rodri das Nachwuchstalent Lamine Yamal in Schutz und fordert vor dem Duell Geduld mit dem 19-Jährigen.

Alonso sieht Spanien auf Titelkurs
Für Alonso ist die spanische Auswahl derzeit auf bestem Weg zum Titel. Die Mannschaft habe „eine große Chance“ auf den Gewinn des WM-Titels, erklärte der Baske am Montag auf seiner ersten Pressekonferenz als Coach des zweimaligen Champions-League-Siegers FC Chelsea. „Sie haben alles, um es zu schaffen“, sagte der 44-Jährige und hob besonders die Mentalität sowie die Qualität des aktuellen Aufgebots hervor.
Vor allem „die Energie, die Kontrolle und der Teamgeist“ erinnerten ihn an die goldenen Jahre 2008, 2010 und 2012, als er mit Spanien nacheinander Welt- und Europameister wurde. Der frühere Mittelfeldspieler, der in seiner Karriere 114 Länderspiele für Spanien absolvierte, zeigte sich beeindruckt von dem „fantastischen Fußball“, den die Mannschaft derzeit spielt.
Spektakuläres Halbfinale gegen Frankreich
Für das Halbfinale am Dienstagabend um 21.00 Uhr MESZ in Dallas gegen Frankreich, live im ZDF und bei MagentaTV, erwartet Alonso ein „spektakuläres Spiel“. Die Spanier sieht er dabei klar im Vorteil und bezeichnete sie als „Favoriten“.
Alonsos Blick auf das Turnier kommt kurz nach einem turbulenten Karriereabschnitt. Erst im Januar war er nach nur sechseinhalb Monaten als Chefcoach von Real Madrid freigestellt worden. Zuvor hatte er zweieinhalb Jahre lang Bayer Leverkusen betreut und die Werkself 2024 zur ersten deutschen Meisterschaft der Vereinsgeschichte geführt. Seit dieser Saison steht er beim FC Chelsea an der Seitenlinie.
Rodri bremst die Erwartungen an Yamal
Auch bei Spanien selbst richtet sich der Fokus vor dem Duell mit Frankreich auf Lamine Yamal. Der 19 Jahre alte Offensivspieler hat bei dieser WM bisher erst ein Tor erzielt, doch Kapitän Rodri nimmt den Jungstar in Schutz und mahnt zu Geduld. Schon bei der EM vor zwei Jahren habe Yamal „so viel Reife“ gezeigt, sagte Rodri dem Guardian.

„Er ist jetzt zwei Jahre älter, und ihr habt gesehen, was er kann, deshalb beeindruckt es euch vielleicht nicht mehr so sehr“, erklärte Rodri. Yamal müsse mitunter „seine Nervosität, seinen Drang“ zügeln. „Er ist so wichtig für uns, mit und ohne Ball. Er ist ein intelligenter Junge. Aber er ist erst 19, und manchmal muss man ihn im Spiel beruhigen“, sagte der Mittelfeldspieler weiter.
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Der 19-Jährige bleibt Schlüsselfigur
Rodri betonte zugleich, dass Yamal sein enormes Potenzial weiter zeigen müsse, aber eben im richtigen Moment. „Er hat so viel Fußballpotenzial, das er unbedingt zeigen will. Es geht darum, den richtigen Moment abzuwarten. Gegen Frankreich hoffen wir, dass er eine wichtige Rolle spielen kann“, sagte er.
Der Teenager hatte im EM-Halbfinale 2024 mit einem Traumtor beim 2:1 gegen Frankreich auf sich aufmerksam gemacht. In der Nations League traf der Angreifer des FC Barcelona später sogar doppelt gegen die Équipe Tricolore beim 5:4. In der WM-Vorbereitung wurde er jedoch von einer Oberschenkelverletzung über Wochen ausgebremst. Dass Yamal mit 19 Jahren noch Entwicklungsschritte machen könne, sei „völlig normal“, so Rodri.
Der Kapitän beschrieb den Flügelspieler zugleich als lernwillig und selbstkritisch. „Der Angreifer hört immer zu, ist immer bereit, sich zu verbessern und zu reifen. Er ist sehr selbstkritisch und stellt hohe Ansprüche an sich selbst“, versicherte Rodri. Zudem bestehe er darauf, dass Yamal weitermache und nicht aufgebe: „Er ist ein Junge, der zuhört und immer lernen will. Er ist ein Vorbild.“