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Die USA sind bei ihrer eigenen WM im Achtelfinale gescheitert, 1:4 gegen Belgien, das mit einem Doppelpack von Charles De Ketelaere (9., 33.) sowie Toren von Hans Vanaken (57.) und Romelu Lukaku (90.) den Grundstein legte. Malik Tillman hatte in der 31. Minute kurz zum 1:1 ausgeglichen, ehe Belgien binnen zwei Minuten wieder in Führung ging und die Partie danach kontrollierte. 66.925 Zuschauer sahen im Seattle Stadium eine Begegnung, die vor allem eines zeigte, Belgiens abgeklärte Effizienz um Doppelpacker De Ketelaere beendete die Heim-WM der USA, und die US-Medien gehen seither hart mit dem eigenen Team ins Gericht, während Trainer Mauricio Pochettino die Verantwortung auf sich nimmt. Wie der Abend im Detail verlief, ist bereits nachzulesen, hier geht es um die Pressestimmen danach.
Amerikas Medien gehen hart mit sich ins Gericht
FOX Sports zitierte Pochettino mit einem bemerkenswert selbstkritischen Satz, „vielleicht ist die Erklärung ganz einfach, es war nicht unser Tag, kollektiv und individuell“. Der Bericht ordnete das so ein, dass der Trainer die Hauptverantwortung für das Ausscheiden ausdrücklich bei sich selbst sah und von einem insgesamt schwachen Auftritt seiner Mannschaft sprach.
NBC Sports ging noch deutlicher ins Gericht, „die US-Nationalmannschaft ist aus der WM 2026 ausgeschieden, weil sie im Achtelfinale gegen Belgien schlicht nicht auf dem Platz erschien“. Der Sender urteilte, die Amerikaner hätten gegen Belgien praktisch nicht stattgefunden und seien am Ende verdient aus dem Turnier gegangen.
Der Blick von außen auf Belgiens Auftritt
Ganz anders lag der Fokus bei den neutralen Beobachtern. Die Bangkok Post stellte den Doppeltorschützen in den Mittelpunkt, „Charles De Ketelaere traf doppelt und führte Belgien ins Viertelfinale, während der Co-Gastgeber USA im Achtelfinale mit 1:4 unterging“. Die Zeitung beschrieb, wie De Ketelaere Belgien praktisch im Alleingang ins Viertelfinale schoss und den Gastgebern eine deutliche Niederlage bescherte.
Bundesliga.com sah eine ähnlich klare Geschichte und schrieb, „Belgien lieferte in Seattle eine souveräne Vorstellung ab und schlug den Co-Gastgeber USA im Achtelfinale mit 4:1″. Die Seite beschrieb den belgischen Auftritt als kontrolliert und den Einzug in die nächste Runde als praktisch nie gefährdet.
Eine deutsche Stimme fehlt in diesem Pressespiegel bewusst. Ein als ZDFheute-Bericht vorgesehener Link ließ sich bei der Prüfung nicht auf diese Partie zurückführen und zeigte einen fremden Inhalt, weshalb er hier nicht auftaucht.
Der gemeinsame Nenner
Unabhängig vom Blickwinkel sind sich alle vier Stimmen einig, dass Belgien verdient gewann und die USA an diesem Abend klar unterlegen waren. Der Unterschied liegt eher in der Schwerpunktsetzung, FOX Sports und NBC Sports suchen die Erklärung fast ausschließlich auf amerikanischer Seite, beim Trainer und bei der eigenen Mannschaft, während Bangkok Post und Bundesliga.com den Blick auf Belgiens Offensivqualität richten, allen voran auf De Ketelaere. Dass gerade die einheimische Presse am härtesten mit dem eigenen Team umgeht, während die neutralen Medien nüchtern die Leistung des Siegers loben, ist an diesem Abend genau das Muster, das sich immer wieder zeigt, wenn ein Gastgeber früh ausscheidet.
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