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Argentinien hat die drohende WM-Sensation von Kap Verde erst nach Verlängerung mit 3:2 abgewehrt und sich damit ins Achtelfinale gerettet. Für den Weltmeister war es ein Abend am Rand des Desasters, für den Außenseiter trotzdem ein historischer Auftritt, der weltweit Anerkennung bekam.

Argentinien entkommt dem großen Fehltritt
Die internationale Presse sprach nach dem umkämpften Duell von einem Spiel, das Argentinien beinahe die Weltmeisterschaft gekostet hätte. Während der Titelverteidiger lange wankte, hielt er am Ende doch stand und verhinderte die wohl größte Blamage der WM-Geschichte nur mit Mühe.
In Argentinien selbst fielen die Reaktionen zwischen Erleichterung und Erschöpfung aus. Clarín schrieb, Argentinien habe Kap Verde in einem Spiel voller Qual besiegt und stehe nun im Achtelfinale. La Nación sprach von „Triumph und Erleichterung“ und bezeichnete das 3:2 als hart erkämpften Sieg, der in der „Hölle von Miami“ für spürbare Befreiung gesorgt habe. Auch Olé betonte den Nervenkitzel und nannte den Erfolg „unglaublich und nervenaufreibend“.

Weltweite Anerkennung für Kap Verdes Märchen
Auch in England rückte vor allem der mutige Auftritt des Underdogs in den Mittelpunkt. The Guardian schrieb, Kap Verde habe mit einer Sensation gedroht, bevor Argentinien in einem WM-Klassiker die Herzen der Fans gebrochen habe. The Independent sah in der Partie die denkbar beste Rechtfertigung für eine Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften und lobte, dass Kap Verde sich nie mit der Rolle des Außenseiters abgefunden habe. Das Team habe bis zum Schluss gekämpft, zwei fantastische Tore erzielt und den Titelverteidiger beinahe gedemütigt. The Sun hob besonders die Treffer von Deroy Duarte in der 59. Minute und Sidny Cabral in der Verlängerung hervor und ordnete Cabral-Tor als einen der größten Momente der WM-Geschichte ein.
Auch die spanischen Medien beschrieben ein Spiel am Limit. Marca schrieb, die Verlängerung habe Argentinien vor einem WM-Wunder von Kap Verde bewahrt. AS berichtete, Kap Verde habe Messis Argentinien bis an die Grenze des Leidens getrieben. Mundo Deportivo stellte heraus, dass Argentinien zwar im Achtelfinale gegen Ägypten antreten werde, Kap Verde aber als Überraschungsmannschaft des Turniers gelten dürfe. Das Team habe fast einen Stern verdient, einen blauen wie das Trikot, als Nationalelf, die bei ihrem WM-Debüt die Welt erzittern ließ. Sport fasste zusammen, Argentinien habe bis in die Verlängerung leiden müssen, um den härtesten Neuling des Turniers zu bezwingen, einen Gegner, der zweimal ausglich und erst durch die Standard-Abteilung des Titelverteidigers niedergerungen wurde.
Pressestimmen zwischen Schock und Staunen
In Italien fiel die Wortwahl besonders hart aus. Die Gazzetta dello Sport schrieb von einem „hässlichen Argentinien“ und nannte den Sieg beängstigend. Zugleich würdigte das Blatt die außergewöhnliche Leistung der Kapverdier, die nie aufgaben, stets erhobenen Hauptes spielten und den Ball nie aus der Hand gaben. Der Corriere dello Sport hob hervor, dass Argentinien zwar das Achtelfinale erreicht habe, Kap Verde aber kurz vor dem Triumph gestanden habe, ehe ein Eigentor in der Verlängerung die Begegnung entschied.
Auch in Frankreich und den USA überwog das Staunen über den Kampf des Außenseiters. L’Équipe sprach vom reinen Wahnsinn und schrieb, Argentinien habe ein heldenhaftes Kap Verde nach Verlängerung niedergerungen und sei ins Achtelfinale eingezogen. CBS meldete, der Titelverteidiger habe einen Schreckmoment überstanden und sei vom Überraschungsteam des Turniers bis an seine Grenzen gefordert worden. USA Today ordnete das Duell als absoluten Klassiker ein und betonte, Lionel Messi und Argentinien seien nur knapp der größten Überraschung der WM-Geschichte entkommen.
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