Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
England hat sich mit Mühe ins Achtelfinale der WM gerettet. Gegen eine mutig auftretende DR Kongo drehte Harry Kane das Spektakel in Atlanta mit einem späten Doppelpack und verhinderte so eine Blamage für das Team von Thomas Tuchel. Am Ende stand ein hart erkämpftes 2:1 für den Vize-Europameister.

Brian Cipenga hatte die Zentralafrikaner bereits in der 7. Minute in Führung gebracht. Lange rannte England dem Rückstand hinterher und scheiterte immer wieder am glänzend aufgelegten Kongolesen-Torwart Lionel Mpasi. Erst in der Schlussphase schlug Kane in seiner gewohnten Torjäger-Manier zu.
Kane kippt ein brenzliges Sechzehntelfinale
Die Engländer erwischten in Atlanta einen Fehlstart und gerieten schon früh ins Hintertreffen. Chancel Mbemba setzte mit einer Halbfeldflanke den Angriff in Gang, Cipenga stand anschließend frei vor dem Tor und vollendete eiskalt in die kurze Ecke. Der Treffer löste auf der Tribüne ungläubiges Staunen aus, während Cipenga seinen Treffer mit einem Salto feierte.
Die Léopards blieben auch danach gefährlich und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Erst nach der Trinkpause kam England besser ins Spiel, ehe sich eine intensive Partie entwickelte. Mpasi entschärfte einen Kopfball von Jude Bellingham in der 30. Minute stark, kurz darauf rettete der gebürtige Engländer Aaron Wan-Bissaka gegen Marcus Rashford auf der Linie.

Auch die Kongolesen ließen sich nicht dauerhaft zurückdrängen. Yoane Wissa vergab in der 42. Minute die große Chance auf das 2:0 und traf nur den Pfosten. Danach entschied Schiedsrichter Adham Makhadmeh aus Jordanien gegen Kane auf keinen Elfmeter, obwohl der Bayern-Stürmerstar im Duell mit Mpasi zu Boden ging. Stattdessen verhinderte der Keeper kurz vor der Pause mit zwei Weltklasseparaden gegen Bellingham und Kane weitere englische Treffer.
Tuchels Team liefert nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel musste England reagieren und erhöhte den Druck. Rashford traf zunächst nur das Außennetz, ehe Bellingham Mpasi Sekunden später erneut zu einer Glanztat zwang. Die DR Kongo hielt jedoch auch diese Phase zunächst mit großem Einsatz stand.

Dann trat Harry Kane auf den Plan. In der Schlussviertelstunde köpfte der Kapitän eine Hereingabe von Anthony Gordon zum Ausgleich ein, ehe er wenig später per Rechtsschuss die Partie endgültig zugunsten der Engländer drehte. Damit bleibt Thomas Tuchels Mannschaft im Rennen um den zweiten WM-Titel der Geschichte.
+++ 🟡 NEU zur WM 2026: 📒 Panini Update-Set mit 120 Stickern (Neymar, Neuer & Co.) ⚡ Jetzt für 19,90 € vorbestellen, lieferbar ab 03.07.! ➡️ 🟡 +++
Historischer Lauf der DR Kongo endet
Für die DR Kongo ist derweil der bemerkenswerte WM-Auftritt beendet. Schon der erstmalige Einzug in die K.o.-Runde war in der von Krieg und Krisen geprägten Nation groß gefeiert worden, ebenso das 1:1 gegen Cristiano Ronaldos Portugal in der Gruppenphase. Bei der bislang einzigen WM-Teilnahme 1974, damals noch als Zaire, war das Team in der Vorrunde ausgeschieden. Nun hat das Land neue Helden.

England wiederum vermeidet das frühe Scheitern, das den größten WM-Rückschlag seit der Vorrunde vor zwölf Jahren in Brasilien bedeutet hätte. Ein Aus in der Runde der letzten 32 wäre das schlechteste Abschneiden des Fußball-Mutterlandes bei einer Weltmeisterschaft seit dem Titelgewinn 1966 gewesen. Im Achtelfinale trifft der Vize-Europameister nun in der Nacht zu Montag um 2.00 Uhr MESZ in Mexiko City auf den mexikanischen Co-Gastgeber.
Die Reise nach Atlanta hatte für Tuchel und sein Team auch wegen der vorangegangenen Kritik unter besonderem Druck gestanden. Nach den glanzlosen Auftritten gegen Ghana und Panama hatten unter anderem Jamie Carragher und Roy Keane den Deutschen scharf attackiert. Carragher monierte in seiner Telegraph-Kolumne, England falle gegen tiefstehende Gegner nichts ein, Keane sagte, Tuchel wisse nicht, „wie seine beste Elf aussieht.“