Fußball heute Ergebnis: Kane mit Doppelpack erlöst England – Zittersieg gegen DR Kongo

England hat sich mit Mühe ins Achtelfinale der WM gerettet. Gegen eine mutig auftretende DR Kongo drehte Harry Kane das Spektakel in Atlanta mit einem späten Doppelpack und verhinderte so eine Blamage für das Team von Thomas Tuchel. Am Ende stand ein hart erkämpftes 2:1 für den Vize-Europameister.

Englands Harry Kane (Nummer 9) bejubelt lautstark mit Jude Bellingham seinen Treffer zum 1:0 gegen die DR Kongo. Die Szene entstand im Sechzehntelfinale der WM 2026 im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Richard Pelham / Getty Images)
Englands Harry Kane (Nummer 9) bejubelt lautstark mit Jude Bellingham seinen Treffer zum 1:0 gegen die DR Kongo. Die Szene entstand im Sechzehntelfinale der WM 2026 im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Richard Pelham / Getty Images)

Brian Cipenga hatte die Zentralafrikaner bereits in der 7. Minute in Führung gebracht. Lange rannte England dem Rückstand hinterher und scheiterte immer wieder am glänzend aufgelegten Kongolesen-Torwart Lionel Mpasi. Erst in der Schlussphase schlug Kane in seiner gewohnten Torjäger-Manier zu.

Weltmeisterschaften
1.7.2026
- 18:00
England
2.04
xG
0.76
2 1
DR Kongo

Kane kippt ein brenzliges Sechzehntelfinale

Die Engländer erwischten in Atlanta einen Fehlstart und gerieten schon früh ins Hintertreffen. Chancel Mbemba setzte mit einer Halbfeldflanke den Angriff in Gang, Cipenga stand anschließend frei vor dem Tor und vollendete eiskalt in die kurze Ecke. Der Treffer löste auf der Tribüne ungläubiges Staunen aus, während Cipenga seinen Treffer mit einem Salto feierte.

Die Léopards blieben auch danach gefährlich und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Erst nach der Trinkpause kam England besser ins Spiel, ehe sich eine intensive Partie entwickelte. Mpasi entschärfte einen Kopfball von Jude Bellingham in der 30. Minute stark, kurz darauf rettete der gebürtige Engländer Aaron Wan-Bissaka gegen Marcus Rashford auf der Linie.

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Englands Jude Bellingham (Nummer 10) reagiert enttäuscht, nachdem sein Kopfball von Torhüter Lionel Mpasi der DR Kongo pariert wurde. Die Szene entstand im Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen England und der DR Kongo im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Richard Pelham / Getty Images)
Englands Jude Bellingham (Nummer 10) reagiert enttäuscht, nachdem sein Kopfball von Torhüter Lionel Mpasi der DR Kongo pariert wurde. Die Szene entstand im Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen England und der DR Kongo im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Richard Pelham / Getty Images)

Auch die Kongolesen ließen sich nicht dauerhaft zurückdrängen. Yoane Wissa vergab in der 42. Minute die große Chance auf das 2:0 und traf nur den Pfosten. Danach entschied Schiedsrichter Adham Makhadmeh aus Jordanien gegen Kane auf keinen Elfmeter, obwohl der Bayern-Stürmerstar im Duell mit Mpasi zu Boden ging. Stattdessen verhinderte der Keeper kurz vor der Pause mit zwei Weltklasseparaden gegen Bellingham und Kane weitere englische Treffer.

England
S S S U S
2 : 1
2.04
xG
0.76
Endergebnis
DR Kongo
N S U N S
Harry Kane
75'
Harry Kane
86'
Brian Cipenga
7'
1
Jordan Pickford
3
N. O'Reilly
6
Marc Guéhi
2
E. Konsa
25
D. Spence
4
Declan Rice
8
E. Anderson
11
Marcus Rashford
10
J. Bellingham
20
N. Madueke
9
Harry Kane
1
Lionel M'Pasi
26
Arthur Masuaku
4
Axel Tuanzebe
22
Chancel Mbemba
2
Aaron Wan-Bissaka
14
Noah Sadiki
8
Samuel Moutoussamy
6
Ngal'ayel Mukau
9
Brian Cipenga
20
Yoane Wissa
7
Nathanaël Mbuku
field field
Tore
Tor
75'
Tor
86'

Tuchels Team liefert nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel musste England reagieren und erhöhte den Druck. Rashford traf zunächst nur das Außennetz, ehe Bellingham Mpasi Sekunden später erneut zu einer Glanztat zwang. Die DR Kongo hielt jedoch auch diese Phase zunächst mit großem Einsatz stand.

Brian Cipenga (Nummer 9) bejubelt mit ausgebreiteten Armen seinen Treffer zur Führung der DR Kongo. Die Szene entstand im Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen England und der DR Kongo im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Michael Reaves / Getty Images)
Brian Cipenga (Nummer 9) bejubelt mit ausgebreiteten Armen seinen Treffer zur Führung der DR Kongo. Die Szene entstand im Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen England und der DR Kongo im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Michael Reaves / Getty Images)

Dann trat Harry Kane auf den Plan. In der Schlussviertelstunde köpfte der Kapitän eine Hereingabe von Anthony Gordon zum Ausgleich ein, ehe er wenig später per Rechtsschuss die Partie endgültig zugunsten der Engländer drehte. Damit bleibt Thomas Tuchels Mannschaft im Rennen um den zweiten WM-Titel der Geschichte.

Historischer Lauf der DR Kongo endet

Für die DR Kongo ist derweil der bemerkenswerte WM-Auftritt beendet. Schon der erstmalige Einzug in die K.o.-Runde war in der von Krieg und Krisen geprägten Nation groß gefeiert worden, ebenso das 1:1 gegen Cristiano Ronaldos Portugal in der Gruppenphase. Bei der bislang einzigen WM-Teilnahme 1974, damals noch als Zaire, war das Team in der Vorrunde ausgeschieden. Nun hat das Land neue Helden.

Die Startelf der DR Kongo stellt sich für das Mannschaftsfoto auf, bevor das Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen England angepfiffen wird. Aufgenommen im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Richard Pelham / Getty Images)
Die Startelf der DR Kongo stellt sich für das Mannschaftsfoto auf, bevor das Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen England angepfiffen wird. Aufgenommen im Atlanta Stadium am 1. Juli 2026. (Richard Pelham / Getty Images)

England wiederum vermeidet das frühe Scheitern, das den größten WM-Rückschlag seit der Vorrunde vor zwölf Jahren in Brasilien bedeutet hätte. Ein Aus in der Runde der letzten 32 wäre das schlechteste Abschneiden des Fußball-Mutterlandes bei einer Weltmeisterschaft seit dem Titelgewinn 1966 gewesen. Im Achtelfinale trifft der Vize-Europameister nun in der Nacht zu Montag um 2.00 Uhr MESZ in Mexiko City auf den mexikanischen Co-Gastgeber.

Die Reise nach Atlanta hatte für Tuchel und sein Team auch wegen der vorangegangenen Kritik unter besonderem Druck gestanden. Nach den glanzlosen Auftritten gegen Ghana und Panama hatten unter anderem Jamie Carragher und Roy Keane den Deutschen scharf attackiert. Carragher monierte in seiner Telegraph-Kolumne, England falle gegen tiefstehende Gegner nichts ein, Keane sagte, Tuchel wisse nicht, „wie seine beste Elf aussieht.“