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Krittik am WM-Modus – FIFA Weltmeisterschaften in Zukunft mit 64 Nationalmannschaften?

72 Spiele in der Gruppenphase der XXL-WM und am Ende blieb sportlich erstaunlich wenig hängen. Lediglich 16 schwache Teams mussten die Heimreise antreten, für die Favoriten wurde das Turnier erst danach richtig ernst. Genau deshalb wirkt die nächste Debatte schon jetzt unvermeidlich: Eine weitere Aufstockung auf 64 Mannschaften könnte der richtige Schritt sein, der FIFA Boss Infantino brauchte das schon für 2030 auf den Plan.

Es gibt 2 Pläne: z.b. eine Gruppenphase wie in der Champions League. Oder nur noch Dreiergruppen, in der es nur Sieg oder Niederlage gibt. Inkl. Elfmeterschießen und dem Weiterkommen der Gruppensieger und Gruppenzweiten.

Eine Nachbildung des WM-Pokals vor strahlend blauem Himmel, im Hintergrund weht die Flagge der USA. Die Vereinigten Staaten richten 2026 gemeinsam mit Mexiko und Kanada die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft aus. (Copyright Depositphotos.com)
Eine Nachbildung des WM-Pokals vor strahlend blauem Himmel, im Hintergrund weht die Flagge der USA. Die Vereinigten Staaten richten 2026 gemeinsam mit Mexiko und Kanada die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft aus. (Copyright Depositphotos.com)

Mehr Druck, mehr Bedeutung für die Vorrunde

Der Grundgedanke ist simpel. Wenn nur noch die Hälfte aller Teams die Vorrunde übersteht, gewinnt jede Partie in der Gruppenphase deutlich an Gewicht. Die bisherige Konstellation mit 48 Teilnehmern und fast allen Gruppendritten im Wettbewerb sorgt dagegen dafür, dass ein Ausscheiden für die Großen kaum mehr vorstellbar ist. Entsprechend war die laufende WM in der Vorrunde lange eher ein vorsichtiges Abtasten als ein echtes Ausscheidungsturnier.

Der Ruf nach einer weiteren Erweiterung dürfte trotzdem für Kopfschütteln sorgen. Nicht noch eine Verwässerung, werden viele anmerken. Doch ausgerechnet dieses Turnier liefert Gegenargumente: Die noch vor drei Wochen als Kanonenfutter verspotteten Mannschaften von Kap Verde und Curacao haben die WM bereichert, nicht nur als Randnotiz, sondern auch auf dem Platz. Warum also nicht mehr solcher Geschichten zulassen?

Zwischen Reform und Rückkehr zur Klarheit

Eine Rückkehr zu 32 Teams ist kaum realistisch, zumindest leider. Deshalb könnte die FIFA den nächsten Schritt gleich überspringen und auf 64 Nationen gehen, ohne dafür eine zusätzliche K.o.-Runde einführen zu müssen. Das würde die Vorrunde aufwerten und das Turnier klarer zuspitzen.

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Gleichzeitig stellt sich ohnehin die Frage, ob klassische Gruppenphasen im modernen Fußball noch wirklich zeitgemäß sind. Die Champions League hat mit einer Ligaphase längst vorgelegt, andere Wettbewerbe sind inzwischen nachgezogen. Auch eine Weltmeisterschaft könnte künftig in einem solchen Modus mit Ligaphase und anschließender K.o.-Runde ausgetragen werden. Undenkbar? Abwarten …