WM 2026: Nagelsmann kritisiert K.o.-Modus vor Sechzehntelfinale

Julian Nagelsmann und sein Trainerteam müssen vor dem ersten K.o.-Spiel der WM 2026 improvisieren und gleichzeitig auf Tempo setzen. Weil erst am Samstag nach dem Ende der Vorrunde feststehen dürfte, welcher Gruppendritte am Montag um 22.30 Uhr MESZ in Boston auf die DFB-Auswahl trifft, läuft die Vorbereitung auf das Sechzehntelfinale unter massivem Zeitdruck.

Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht auf der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft, einen Tag vor dem WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe E gegen Curaçao im Houston Stadium in Houston, Texas, am 13. Juni 2026. Molly Darlington / Getty Images
Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht auf der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft, einen Tag vor dem WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe E gegen Curaçao im Houston Stadium in Houston, Texas, am 13. Juni 2026. Molly Darlington / Getty Images
Weltmeisterschaften
25.6.2026
- 22:00
Ecuador
- -
Deutschland

Vorbereitung auf Kante genäht

Der Bundestrainer sieht die Konstellation kritisch. Nach dem letzten Vorrundenspiel kann Deutschland als Gruppensieger nämlich nicht wie gewünscht frühzeitig planen, sondern muss den Gegner für die nächste Runde erst sehr spät bestimmen. „Dass man als Gruppensieger so ein bisschen bestraft wird, finde ich nicht optimal. Allzu viel halte ich nicht davon“, sagte Nagelsmann am Mittwoch Ortszeit in East Rutherford.

Seine Kritik zielte vor allem auf die knappe Taktung. „Jeder kann sich vorstellen, dass es bessere Konstellationen gibt, als Samstagnacht durchzuschrubben, um dann am Sonntag der Mannschaft den Gegner vorzustellen.“ Für den Chefcoach und sein Team bedeutet das: erst analysieren, dann in kürzester Zeit den Matchplan für das erste K.o.-Duell schärfen.

Analyse-Team arbeitet bereits voraus

Ganz unvorbereitet geht der DFB trotzdem nicht in diese Phase. Nagelsmann erklärte, dass sein Stab bereits vorgesorgt habe. Die wahrscheinlichsten Gegner seien unter den Assistenten aufgeteilt worden. „Die Gegner, die am wahrscheinlichsten sind, haben wir aufgeteilt. Ich habe ein bisschen was geguckt, unser Analyse-Team hat was geguckt“, verriet der 37-Jährige. „Wir haben alle schon drei, vier Spiele geschaut von den potenziellen Gegnern.“

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Mit einem Schmunzeln verwies Nagelsmann zudem auf das Alter seines Stabs. „Da kann man mal die Nacht durcharbeiten, das ist nicht so schlimm.“ Die Nachtschicht ist also eingeplant, damit die Mannschaft am Sonntag trotz des engen Zeitfensters den Gegner für das Sechzehntelfinale präsentiert bekommt.

Letzter Gruppenschritt vor dem K.o.

Bevor es so weit ist, wartet für Deutschland noch das abschließende Gruppenspiel. Am Donnerstag trifft die Auswahl von Nagelsmann um 22.00 Uhr MESZ in der ARD und bei MagentaTV auf Ecuador. Schon vor dieser Partie steht fest, dass Deutschland die Gruppe E als Erster beendet.