Kai Havertz nimmt bei der Fußball-WM 2026 eine Führungsrolle im DFB-Team für sich in Anspruch. Der 27-Jährige betonte vor dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada bis zum 19. Juli, dass er Drucksituationen sogar schätze. Vor dem WM-Auftakt am Sonntag um 19.00 Uhr gegen Curacao sieht der Stürmer des FC Arsenal die Nationalmannschaft auf seine Präsenz angewiesen.

Havertz will Verantwortung übernehmen
Auf die Frage, ob er die DFB-Elf beim Turnier mitziehen müsse, antwortete Havertz bei MagentaTV unmissverständlich: „Auf jeden Fall. Ich glaube, so sehe ich mich mittlerweile auch. Ich mag die Situation, ich mag so Drucksituationen und finde es top. Deswegen ist es jetzt Zeit, abzuliefern“. Der Offensivspieler zählt neben Florian Wirtz und Jamal Musiala zu den größten Hoffnungen in der deutschen Offensive.
Havertz machte zugleich deutlich, wie sehr sich seine Rolle im Nationalteam verändert hat. „Es ist schon krass, wenn man darüber nachdenkt, wie schnell es dann irgendwann geht. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich als Talent hierher gekommen bin. Man konnte sich das ein oder andere Mal auch hinter einem großen Spieler verstecken. Aber klar, jetzt bin ich da schon gefordert“, sagte er.
Rückblick auf schwierige Turniere
Mit Blick auf die vergangenen Turniere sprach Havertz offen über die Bilanz der DFB-Auswahl. Diese sei „generell nicht immer die besten gewesen“. Zugleich nahm er sich selbst in die Pflicht. „Da sind wir alle verantwortlich, ich persönlich auch. Jetzt geht es einfach darum, es besser zu machen, um eine erfolgreiche WM zu spielen“, erklärte der 27-Jährige.
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Neuer als Rückhalt im Tor
Großes Vertrauen setzt Havertz vor dem Start auch in Manuel Neuer. Der 40 Jahre alte Torwart sei für ihn weiterhin die erste Wahl. „Ich habe es schon oft gesagt: Für mich war Manu immer der beste Torhüter der Welt“, sagte Havertz und fügte schmunzelnd hinzu: „Wenn er 70 ist und noch für die Nationalmannschaft spielen will, dann kommt er hier auch noch unter.“
Neuer sei ein „Top-Top-Torhüter“. Seine Wirkung gehe weit über Paraden hinaus, erklärte Havertz: „Er gibt einem die Sicherheit auf dem Platz, mit seiner Präsenz, mit der Aura“. Für gegnerische Angreifer sei es alles andere als angenehm, mit Neuer im Tunnel aufzutauchen, so Havertz: „Ich glaube, wenn man da als gegnerischer Spieler im Tunnel Manu Neuer neben sich stehen hat, ist das kein tolles Erlebnis.“
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Auftakt gegen Curacao als Pflichtaufgabe
Den ersten Auftritt gegen den Außenseiter aus der Karibik stufte Havertz als „extrem wichtig“ ein. Deutschland wolle die drei Punkte einfahren, erfolgreich ins Turnier starten und sich Selbstvertrauen holen. „Dafür werden wir alles geben“, sagte der Angreifer vor dem Duell am Sonntagabend in den USA, Mexiko und Kanada.