Fußball WM heute: FC Bayern-Ikone Elber rechnet bei der WM 2026 nicht mit Erfolg von Brasilien

Giovane Elber traut Brasilien bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada nicht den ganz großen Wurf zu. Die Bayern-Ikone sieht die Selecao höchstens im Viertelfinale und hält den Weg zum Titel für zu steinig, um in kurzer Zeit alles zusammenzubringen. Zugleich lobt er unter Carlo Ancelotti erste Verbesserungen, kritisiert aber weiter die schwierige Qualifikation und die Nominierung von Neymar Jr.

Carlo Ancelotti, Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft, spricht am 18. Mai 2026 bei der Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe im Museu do Amanhã in Rio de Janeiro. Der Italiener nominierte seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Buda Mendes / Getty Images
Carlo Ancelotti, Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft, spricht am 18. Mai 2026 bei der Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe im Museu do Amanhã in Rio de Janeiro. Der Italiener nominierte seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Buda Mendes / Getty Images

Elber zweifelt am Titelrennen

Im Interview mit der Sport Bild machte der 53-Jährige deutlich, dass er von Brasilien bei der Endrunde nicht allzu viel erwartet. „Das Viertelfinale kann Brasilien erreichen. Aber um den Titel zu gewinnen, müsste schon vieles zusammenpassen – und das passiert in so kurzer Zeit nicht“, sagte Elber. Vor allem die WM-Qualifikation sei aus seiner Sicht „nicht gut“ verlaufen. Dass während der Qualifikationsphase gleich drei verschiedene Trainer an der Seitenlinie standen, sei ebenfalls zu viel gewesen.

Hoffnung unter Ancelotti, Kritik an Neymar

Ganz ohne positive Signale sieht Elber die Seleção allerdings nicht. „Was vielleicht ein bisschen Hoffnung macht: Unter Ancelotti tritt die Selecao wieder mehr als Mannschaft auf“, erklärte der frühere Nationalspieler. Zwischen 1998 und 2001 lief Elber selbst für Brasilien auf, dennoch hätte er eine Entscheidung des aktuellen Chefs in der Kaderfrage anders getroffen. Zur Berufung von Neymar Jr. sagte er: „Es tut mir leid, aber ich hätte ihn nicht nominiert. Vielleicht überrascht Neymar mich und spielt wieder so gut wie vor einigen Jahren. Aber daran glaube ich nicht.“

Für Elber ist der Offensivspieler inzwischen vor allem „eine Marketing-Maschine“. Dass Ancelotti den 33-Jährigen dennoch in den Kader berief, kann er aber nachvollziehen. „Eine große Mehrheit forderte die Nominierung von Neymar. Selbst der Staatspräsident mischte sich ein und sprach sich öffentlich dafür aus. Der Druck auf Ancelotti wurde immer größer, er konnte deshalb nicht anders“, so Elber.

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