Fußball-Weltmeister Spanien hat im Rennen um das WM-Ticket einen wichtigen Schritt gemacht und den Dauerrivalen England mit 4:0 besiegt. Damit sind die Titelverteidigerinnen aus Spanien vor dem letzten Spieltag am Dienstag wieder voll auf Kurs, beide Teams liegen nun punktgleich. Für England wäre schon ein Remis genug gewesen, nun muss die Mannschaft auf einen Ausrutscher des Weltmeisters hoffen.

Spanien setzt früh die entscheidenden Akzente
Auf Mallorca übernahmen die Gastgeberinnen in der Neuauflage des WM-Finals von 2023, das Spanien 1:0 gewann, von Beginn an die Kontrolle. Die Treffer von Patricia Guijarro in der 19. Minute sowie von Alexia Putellas in der 37. Minute stellten schon zur Pause die Weichen auf Sieg. Putellas legte nach dem Seitenwechsel in der 55. Minute nach, ehe Claudia Pina in der 78. Minute den Endstand herstellte.
Mit dem klaren Erfolg fügte Spanien England die erste Niederlage nach zuvor sieben Siegen in Serie zu. Weil die Spanierinnen nach dem 0:1 im Hinspiel nun im direkten Vergleich die Nase vorn haben, reicht ihnen am Dienstag ein Sieg in Island sicher für die Endrunde 2027 in Brasilien. England empfängt zeitgleich die Ukraine und muss darauf hoffen, dass Spanien patzt, während der Gruppenzweite in die Playoffs müsste.
Imade in der Startelf, Stanway kaum sichtbar
Im Duell mit dem Europameister und Dauerrivalen setzte Spanien auch personelle Akzente. Edna Imade vom Double-Gewinner Bayern München stand in der Startelf, während auf englischer Seite von ihrer Klubkollegin Georgia Stanway wenig zu sehen war. Die Gastgeberinnen präsentierten sich zudem auch mit Blick auf die jüngste Finalgeschichte abgeklärt, denn der Auftritt erinnerte an das EM-Endspiel von 2025, das England im Elfmeterschießen mit 3:1 für sich entschieden hatte.
Die auffällige Alexia Putellas, die Ende Mai nach 14 Jahren ihren Abschied vom FC Barcelona verkündet hatte, sorgte im zweiten Durchgang schließlich für die Vorentscheidung und brachte Spanien endgültig auf WM-Kurs.