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DFB Sportdirektor Rudi Völler hat zum Auftakt der WM-Vorbereitung eindringlich auf den Zusammenhalt im deutschen Team gepocht. Der DFB-Sportdirektor erinnerte dabei an die verkorkste WM 1994 in den USA und machte klar, dass sportliche Qualität allein nicht reichen wird. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann stellte den Teamgeist in den Mittelpunkt und sprach von einem gemeinsamen Weg wie in einer Familie.

Völler zieht Lehren aus der WM 1994
Am Mittwoch in Herzogenaurach betonte Völler mit Blick auf das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada vom 11. Juni bis 19. Juli, wie entscheidend das Binnenklima für einen möglichen WM-Erfolg sei. „Es hat sich ja in vielen Jahrzehnten doch einiges geändert im Fußball, aber was sich nicht geändert hat, dass es innerbetrieblich funktionieren muss. Es ist das Wichtigste, dass wir bei allen fußballerischen Qualitäten auch einen gewissen Teamspirit erreichen. Das wird fundamental sein“, sagte er. Das favorisierte DFB-Team war 1994 als amtierender Weltmeister im Viertelfinale überraschend an Bulgarien mit 1:2 gescheitert. „Wir waren eigentlich besser sogar als 1990. Aber es hat in der Mannschaft nicht gestimmt. Es gab Ungereimtheiten“, erinnerte der frühere Torjäger an die Probleme von damals und richtete den Blick zugleich auf die heutige Generation um Kapitän Joshua Kimmich.
Nagelsmann setzt auf Familiengefühl im Trainingslager
Völler zeigte sich überzeugt, dass Julian Nagelsmann die Mannschaft „wunderbar hinbekommen wird“. Der Bundestrainer habe die Spieler schon bei der Begrüßung im Trainingslager beim Partner adidas „alle mitgenommen“ und ein „positives Gefühl“ erzeugt. Auch Nagelsmann selbst appellierte an den gemeinsamen Geist und gab seinen Stars mit auf den Weg, „dass wir jetzt für die nächsten Wochen wie eine Familie sind – und das ist das Entscheidende, einen guten Teamspirit zu erzeugen. Dafür sind alle verantwortlich.“
Familienbesuch in Herzogenaurach
Um das Miteinander zusätzlich zu stärken, sollen am Freitag auch die Familien der Spieler nach Herzogenaurach kommen, wie Völler verriet. Deutschland trifft in der WM-Gruppe E auf Curacao am 14. Juni, die Elfenbeinküste, die als Côte d’Ivoire bezeichnet wird, am 20. Juni sowie Ecuador am 25. Juni.