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Thomas Tuchel geht mit England in die WM in den USA, Mexiko und Kanada ohne Cole Palmer und Phil Foden. Der deutsche Nationalcoach setzte bei der Nominierung seines 26-Mann-Kaders für das XXL-Turnier, das vom 11. Juni bis 19. Juli ausgetragen wird, zudem auf klare Personalentscheidungen und löste damit in der Heimat des Fußballs eine lebhafte Diskussion aus.

Prominente Namen bleiben zu Hause
Gemeinsam mit Palmer vom FC Chelsea und Foden von Manchester City fehlen auch Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold von Real Madrid sowie Abwehrmann Harry Maguire von Manchester United. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurden Morgan Gibbs-White von Nottingham Forest und Dominic Calvert-Lewin von Leeds United, die derzeit besten englischen Torschützen der Premier League. Überraschend rückt dafür Stürmer Ivan Toney vom saudiarabischen Klub Al-Ahli in den Kader.
Besonders die Entscheidung gegen Palmer sorgt für Aufsehen. Der Chelsea-Angreifer ist mit einem Marktwert von 110 Millionen Euro aktuell der einzige Spieler weltweit, der die 100-Millionen-Marke knackt, ohne bei der WM dabei zu sein. Unter allen Engländern ist der 24-Jährige damit der viertwertvollste Profi, weltweit rangiert er auf Platz 15. In dieser Saison laborierte der Finalheld der Klub-WM längere Zeit an Leistenproblemen, erzielte im Winter und Frühjahr acht Premier-League-Tore und blieb seit Anfang März für Chelsea ohne weiteren Treffer.
Kane und Bellingham als Führungsfiguren
Angeführt werden die Three Lions von Kapitän Harry Kane vom FC Bayern und dem früheren Bundesliga-Star Jude Bellingham von Real Madrid. Auch Declan Rice vom neuen Meister FC Arsenal soll im Mittelfeld eine Schlüsselrolle einnehmen. Insgesamt gehören 14 Akteure zum Aufgebot, die vor zwei Jahren in Deutschland bereits Vize-Europameister wurden. Für elf Profis wird das Turnier das erste große Ereignis ihrer Länderspielkarriere.
Foden, unter den Engländern auf Platz fünf der wertvollsten Spieler, erlebte bei Manchester City seit dem Jahreswechsel eine schwierige Phase und kam unter Pep Guardiola nur noch vereinzelt von Beginn an zum Einsatz. Im März-Lehrgang hatte Tuchel noch auf den 25-Jährigen gesetzt. Alexander-Arnold, der unter den englischen Profis auf Rang neun liegt, stand schon länger nicht mehr im Kader der Nationalelf und kämpfte bei Real Madrid mit Verletzungen. Maguire hatte seine Enttäuschung über das Verpassen der Nominierung bereits öffentlich gemacht.
Bundesliga-Spuren und die Gruppenphase
Aus der Bundesliga sind neben Kane auch Jarell Quansah von Bayer Leverkusen dabei. Der 23 Jahre alte Verteidiger bestritt erst im November sein erstes Länderspiel unter Tuchel, fehlte im März aber verletzungsbedingt. Im Angriff bekommt Kane zudem mit Ivan Toney einen lange nicht gesehenen Nebenmann. Der 30-Jährige von Al-Ahli lief zuletzt vor fast einem Jahr für England auf und kommt bislang auf lediglich sieben Länderspiele, nur eines davon von Beginn an.
England trifft in Gruppe L auf Kroatien am 17. Juni, Ghana am 23. Juni und Panama am 27. Juni. Anfang Juni reisen Tuchel und sein Team zur finalen Vorbereitung in die USA, dort stehen die letzten Testspiele gegen Neuseeland am 6. Juni und Costa Rica am 10. Juni auf dem Programm.
England WM Kader 2026
Torhüter: Dean Henderson (Crystal Palace), Jordan Pickford (Everton), James Trafford (Manchester City)
Abwehr: Dan Burn (Newcastle United), Marc Guéhi (Manchester City), Reece James (Chelsea), Ezri Konsa (Aston Villa), Tino Livramento (Newcastle United), Nico O’Reilly (Manchester City), Jarell Quansah (Bayer Leverkusen), Djed Spence (Tottenham Hotspur), John Stones (Manchester City)
Mittelfeld: Elliot Anderson (Nottingham Forest), Jude Bellingham (Real Madrid), Eberechi Eze (Arsenal), Jordan Henderson (Brentford), Kobbie Mainoo (Manchester United), Declan Rice (Arsenal), Morgan Rogers (Aston Villa)
Sturm: Anthony Gordon (Newcastle United), Harry Kane (Bayern Munich), Noni Madueke (Arsenal), Marcus Rashford (Barcelona, loan from Manchester United), Bukayo Saka (Arsenal), Ivan Toney (Al-Ahli), Ollie Watkins (Aston Villa)